Mit einem starken Rennen beendete Haas die Formel-1-Saison 2025 auf dem achten Platz der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Durch einen Reifenvorteil im zweiten Stint konnten Esteban Ocon und Oliver Bearman schnell Plätze gutmachen und sich innerhalb von sechs Runden den Weg in die Punkteränge ebnen.

Beide Piloten hatten wesentlich jüngere Reifen aufgezogen als die Konkurrenz. Hülkenberg, Bortoleto und Antonelli vor ihnen hatten mit ihren knapp zwanzig Runden alten Reifen gegen die neuen harten Reifen von Ocon und Bearman keine Chance. Während für Ocon Platz sieben raussprang, wurde Bearman durch eine Strafe nach hinten katapultiert.

Platz acht in der Konstrukteurswertung mit bitterem Beigeschmack

Ocon und Bearman starteten das Rennen in Abu Dhabi auf der Medium-Reifenmischung und dadurch mit der gleichen Strategie. Während Bearman jedoch schon in Runde 15 an die Box kam und sich neue harte Reifen aufstecken ließ, wechselte Ocon erst in Runde 20. Der Franzose kam dadurch knapp hinter seinem Rookie-Teamkollegen wieder auf die Strecke, überholte ihn aber direkt danach wieder. Von da an fuhren die beiden Haas-Piloten das Rennen im Gänsemarsch und pflügten durch das Feld nach vorne in die Punkteränge.

Der VF-16 überzeugte im Rennen mit einer starken Pace, die durch den Reifenvorteil gegenüber der Konkurrenz im zweiten Stint noch mehr zu tragen kam. "Ich bin froh, das Jahr so beendet zu haben. Es war ein starkes Rennen von unserer Seite und das Maximum, das wir heute rausholen konnten", so Esteban Ocon, der mit seinem siebten Platz im Rennen sechs Punkte für das Team einfahren konnte und so den achten Platz der Konstrukteurswertung sicherte. "Wir hätten bereits die letzten zehn Rennen so performen sollen, da haben wir auf jeden Fall etwas verpasst."

Aston Martin beendete die Saison 2025 mit 89 WM-Zählern - zehn Punkte vor Haas. "Unsere Leistung war nicht gut genug, um Aston Martin in der Wertung einzuholen, was natürlich einen bitteren Beigeschmack hat, aber es war auf jeden Fall ein gutes Abschlussrennen", so Ocon.

Oliver Bearman versteht Grund für seine Strafe nicht

Während Ocon lange Zeit mit Aston Martin kämpfte, musste sich sein Teamkollege mit Lance Stroll abmühen. Ein Verteidigungsmanöver gegen den Aston- Martin-Pilot handelte den beiden Piloten jeweils eine Fünf-Sekunden-Strafe und einen Strafpunkt ein. Stroll traf die Zeitstrafe weniger hart - er behielt seinen 10. Platz. Bearman hingegen rutschte von Platz neun auf Position 12 zurück. "Ich weiß nicht, warum ich diese Strafe bekommen habe. Ich habe den Windschatten nur einmal gebrochen, was nach dem Reglement erlaubt ist", war der Rookie empört. "Dann habe ich einfach meine Linie für den Rest der Geraden verteidigt."

Wenig verwunderlich, dass sich Bearman nun auf die Winterpause freut. Der Rookie sammelte in dieser Saison bereits 10 Strafpunkte - zwei in Monaco, vier in Großbritannien, zwei in Italien, einen in Brasilien und einen in Abu Dhabi. Zwei Strafpunkte mehr und er müsste für ein Rennen aussetzen. In der nächsten Saison darf er sich also zu Beginn wenig erlauben, denn seine ersten beiden Punkte laufen erst im Mai ab.

Wie sich der Vorfall zwischen Bearman und Stroll genau zugetragen hat, das könnt ihr hier nachlesen: