Die Formel-1-Saison 2025 begann für Haas denkbar schlecht. Im ersten Qualifying des Jahres in Australien qualifizierte sich das Team auf den letzten beiden Plätzen, um im Rennen auf den Plätzen 13 und 14 ins Ziel zu kommen – von insgesamt noch 14 fahrenden Autos. Die Alarmglocken schrillten im Team schon früh im Jahr entsprechend laut. Besonders furchterregend war der Abstand im Qualifying von zwei Sekunden zur Spitze.

Doch so schlimm wie befürchtet entwickelte sich die Saison nicht. Im Gegenteil: Das Team rund um Oliver Bearman und Esteban Ocon rehabilitierte sich im Verlaufe des Jahres und begann damit schon am zweiten Rennwochenende in China mit insgesamt 14 Punkten. Wie der Turnaround nach dem Katastrophen-Wochenende begann und wie Haas 2025 noch zur zweitbesten Saison der eigenen Teamhistorie machte erklärt Teamchef Ayao Komatsu.

Komatsu: Haas-Updates in Silverstone und Austin waren richtig

Der Schlüssel zu Performance-Gewinnen am eigenen Auto waren bei Haas Modifikationen und große Updates. In Silverstone und Austin brachte das Team jeweils ein großes Update, so dass das Auto bis zum Ende der Saison konkurrenzfähig blieb. Die prompte Reaktion auf das Melbourne-Wochenende folgte allerdings schon in Japan. "Die Reaktion, also die Modifikationen in Suzuka, das war großartig", berichtet Komatsu.

Die weitere Richtung basierte auf den richtigen Schritten früh in der Saison. "In Silverstone und Austin haben wir die richtigen Upgrades für die Leistung vorgenommen", sagt Komatsu.

In der Folge sammelte Haas über die Saison 79 Punkte, die zweitmeisten in der Teamhistorie. Nur 2018 holte Haas mit 93 Punkten und Platz fünf in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft ein besseres Ergebnis. Dabei hätten es noch mehr sein können. "In der Mitte der Saison haben wir in Bezug auf den operativen Bereich so viele Punkte liegen lassen, dass wir jetzt dort stehen, wo wir stehen", so Komatsu.

Haas: Können F1-Autos jetzt entwickeln

Zuvor war bei Haas gerade die Entwicklung immer das Problem. So beispielsweise 2023, als Haas gut in die Saison startete, das Auto aber im Rennen massiv an Performance verlor und zurückfiel. In der Lage, das zu beheben, war Haas 2023 nicht. Erst 2024 löste das Team das Problem und entwickelte das Auto konsequent weiter.

"Das ist jetzt vorbei. In zwei Jahren haben wir bewiesen, dass wir es schaffen können. Ich denke, das gibt uns wirklich großes Selbstvertrauen", so Komatsu. Besonders im Bezug auf das neue Reglement der Königsklasse 2026 wird die Entwicklung wichtig. Ab 2026 wird zudem Toyota zum Titelsponsor von Haas.

"Was auch immer zu Beginn des nächsten Jahres passieren wird, wer weiß schon, wie es mit den brandneuen Vorschriften aussehen wird. Das gibt den Leuten das Selbstvertrauen, dass man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt."

Nächstes Jahr nicht mehr dabei sein wird Dr. Helmut Marko bei Red Bull erstmals seit 20 Jahren. Wir sprechen im Video darüber.

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