Seit dieser Saison startet Mick Schumacher in der IndyCar Serie. Nach seinem Formel-1--Aus am Ende der Saison 2022 arbeitete der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher lange an einem Comeback. Nach einem Jahr auf der F1-Ersatzbank und zwei Jahren in der Langstreckenweltmeisterschaft hat Schumacher Europa nun den Rücken gekehrt.
Der 27-Jährige, der nun überwiegend in seinem eigenen Haus im Norden von Texas lebt, tut sich sportlich noch schwer. Die Boliden mit deutlich weniger Aerodynamik, anderen Reifen (Firestone statt Pirelli) und ohne Servolenkung, dazu unbekannte Strecken und Ovalrennen sind für Schumacher Neuland.
Obwohl er nach sechs Rennwochenenden den letzten Platz der permanenten Starter in der Meisterschaft belegt, ist die Stimmung nach wie vor gut - was auch Schumacher selbst etwas überrascht.
Abgesehen von der Stimmung gibt es aber noch mehr Positives. "Was extrem viel Spaß macht, ist Feedback zu geben", verrät Schumacher im Gespräch mit Sky-Experte Timo Glock für die Doku "Timo meets Mick - Faszination Indy 500", die Sky am Samstag um 16:30 erstmals zeigt.
Formel 1 zu komplex für Fahrer-Feedback?
Warum Schumacher das Fahrer-Feedback in den USA so fasziniert? "Weil es einfach angenommen wird", erklärt er. "Ich kann wirklich in mich hineingehen und mich fragen: Was habe ich in diesem Run gespürt? Was macht das Auto für mich? Und kann das dementsprechend auch wirklich detailliert ans Team zurückgeben. Zusammen können wir dann die Entscheidung treffen, in welche Setup-Richtung wir arbeiten möchten."
Doch ist das nicht eigentlich auch gang und gäbe in der Formel 1? "Manchmal war es so in der Formel 1, dass man vielleicht nicht sagen wollte, was man sich denkt. Denn es gibt so viele Daten und vielleicht sagen die Daten, dass das gar nicht stimmt, was man sagt", so Schumacher.
Wir haben vor der Saison schon einen genauen Blick auf die Unterschiede zwischen F1 und IndyCar geworfen. Die Details haben wir in einem Artikel für euch zusammengefasst:
Formel-1-Boliden verfügen über unzählige Sensoren, die jede Session Gigabyte an Daten sammeln. Die Autos in der IndyCar Serie sind diesbezüglich deutlich simpler gehalten. Das hat auch Auswirkungen auf die Arbeit mit den Ingenieuren, wie Schumacher erklärt: "Wenn der Fahrer hier etwas sagt und ein Gefühl hat, dann legen sie auch mal die Daten zur Seite und sagen: Okay, wenn die Daten das nicht wiedergeben, dann glauben wir dem Fahrer lieber, weil im Endeffekt muss er fahren."
"Diese Mentalität ist etwas, das in der Formel 1 fehlt und was wahrscheinlich auch in der Formel 1 hilfreich sein könnte, den Fahrer - speziell unerfahrene Fahrer - in eine bessere Position zu bringen", glaubt der ehemalige Haas-Pilot.
Einen Grund, warum es sportlich noch nicht so richtig läuft, verschwieg Mick Schumacher lange. Jetzt lüftet er das Geheimnis:



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