Porträt

Yuki Tsunoda begann eigentlich seine Motorsport-Karriere nicht mit dem Traum, in die Formel 1 zu kommen. 2010 begann er in den regionalen japanischen Kart-Meisterschaften seine Karriere, 2016 lud Honda ihn zum Formel-4-Test. Nur knapp schaffte er es ins Nachwuchsprogramm der Japaner, ein Weckruf für ihn. Von nun an fokussierte er sich voll auf den Sport, und holte in seinem ersten vollen F4-Jahr in Japan den dritten, und im zweiten vollen Jahr den ersten Gesamtrang.

Durch die Verbindung zwischen Honda und deren F1-Werksteam Red Bull kam Tsunoda nicht nur in den Red-Bull-Juniorkader, sondern vor allem in die europäischen Nachwuchsserien. 2019 bekam er einen Formel-3-Platz bei Jenzer, und obwohl er die Strecken kaum kannte, schaffte er einen Sieg und empfahl sich für die Formel 2. Mit Carlin feierte er drei Siege, drei weitere Podien, und beendete die Saison auf dem dritten Gesamtrang.

Tsunoda kämpft anfangs mit Herausforderung Formel 1

Red Bulls Management war von Tsunodas kometenhaftem Aufstieg so begeistert, dass man ihn 2020 schon die Gelegenheit gab, für AlphaTauri zu testen, und ihn dann für 2021 gleich als Teamkollege von Pierre Gasly verpflichtete. Im ersten Jahr zahlte Tsunoda mangels Erfahrung aber ordentlich Lehrgeld. Nach einem soliden ersten Rennen stürzte er ab, kämpfte mit dem Aufbau eines F1-Wochenendes und mit vielen unbekannten Strecken.

Erst in der zweiten Saisonhälfte begann langsam Besserung einzutreten, auch wenn es Tsunoda erst im letzten von 22 Rennen schaffte, Gasly im Qualifying zu schlagen. Trotzdem erhielt er einen Vertrag für eine weitere Saison. Red Bull baut auf den Grundspeed und auf das Potenzial, anstatt erfahrenere Junioren ins Auto zu setzen.