Yuki Tsunoda startete das Formel-1-Rennen in Las Vegas mit einer neuen Power Unit aus der Boxengasse und überholte gleich zu Beginn des Rennens drei Piloten. Unter doppelt gelber Flagge kam der Red-Bull-Pilot jedoch direkt in der zweiten Runde wieder an die Box, um auf den harten Reifen zu wechseln und das Rennen durchzufahren.
Doch der Zeitpunkt des Boxenstopps stellte sich als Fehlentscheidung heraus, denn eine Runde später rief die Rennleitung das virtuelle Safety-Car aus. Einige Piloten bogen danach ebenfalls zum Stopp ab und kamen durch die verringerte Boxenstoppzeit vor dem Japaner wieder auf die Strecke zurück. "Am Ende war das Timing unglücklich, weil ich kurz davor noch an der Box war. Ich fuhr danach ständig in der Dirty Air der Anderen", meinte Tsunoda frustriert.
Mercedes-Pilot Kimi Antonelli kam ebenfalls früh an die Box, zog die harten Reifen auf und fuhr damit das Rennen zu Ende. Welches Ergebnis er am Ende einfuhr, erfahrt ihr hier:
Tsunoda verzweifelt im Las Vegas Grand Prix trotz guter Pace
Den Grand Prix beendete Tsunoda auf Position 14, mehr als 27 Sekunden hinter der Top-10. Durch die Disqualifikation der beiden McLaren-Piloten rutschte Tsunoda am Ende noch auf Platz zwölf vor - Punkte gab es trotzdem keine. "In letzter Zeit scheint alles gegen mich zu laufen", klagte der Red-Bull-Pilot. "Ich mag das Wort Glück nicht, aber dieses Wochenende fühlte sich an, als wäre ich vom Pech verfolgt."
Zumindest die Trainingssession in Las Vegas liefen für den Red-Bull-Pilot einigermaßen nach Plan. In FP1 lag Tsunoda im Endklassement sogar vor Max Verstappen. "Ich denke meine Pace bis zum Qualifying war gut. Ich hatte Selbstvertrauen im Auto und war sehr optimistisch für das Qualifying. Es ist dann natürlich frustrierend, die gute Pace nicht nützen zu können", so der Japaner. "Aber diese Dinge liegen nicht in meiner Hand. Daher konzentriere ich mich auf das, was ich kontrollieren kann."
Las-Vegas-Qualifying war der Anfang von Tsunodas Problemen
Das Qualifying endete für den Japaner mit dem 19. Platz, der durchaus nicht nur selbstverschuldet war. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies gab nach der Session zu, dass dem Team ein Fehler bei Tsunodas Reifendruck unterlaufen war. Das bedeutete, dass er mit einer Einstellung unterwegs war, die ihm praktisch keine Chance gab, wettbewerbsfähig zu sein. Mekies entschuldigte sich daher am Samstag öffentlich bei seinem Piloten.
Damit war das Unheil jedoch schon angerichtet und Tsunoda musste den Preis dafür bezahlen. Er war der Meinung, dass für ihn, ohne den Fehler seiner Crew, ein Resultat in den Punkterängen möglich gewesen wäre. "Mir wurde die Chance genommen ein gutes Rennen zu fahren, mit einer Sache, die man sehr einfach hätte vermeiden können", kritisierte er den Fehler seines Teams. "Wir können mit so einer Fehlerquote nicht weitermachen."
Tsunoda könnte in die letzten beiden Wochenenden zumindest einen kleinen Durchbruch gut gebrauchen. Seine Zukunft bei Red Bull Racing steht nach seinem dritten punktelosen Wochenende in Folge unter keinem guten Stern.
Wer für das Red-Bull-Cockpit an der Seite von Max Verstappen noch Schlange steht, das könnt ihr hier nachlesen:



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