Der Las Vegas GP ist seit Einführung 2023 besonders für den niedrigen Grip der Strecke und die kalten Temperaturen an den Rennwochenenden bekannt. Auch dieses Jahr war das Rennen in dieser Hinsicht wieder extrem. Altmeister Fernando Alonso sieht das kritisch. Er will mit der FIA über Veränderungen in der Zukunft sprechen – die sollen auch den Fahrern helfen.
Fernando Alonso: Asphalt an der Grenze zur Sicherheit
Ein Thema in Las Vegas ist der Asphalt. Der Strip ist nun einmal keine permanente Rennstrecke für sich, sondern ein Stadtkurs. Alonso findet das gut, allerdings mit Abzügen besonders beim Thema Sicherheit.
"Ich meine, das Rennen, die Rennstrecke macht Spaß", so Alonso. Aber: "Ich denke, dass die Art des Asphalts nicht dem Formel-1-Standard entspricht. Ehrlich gesagt ist er zu rutschig, wir können die Reifen nicht auf Temperatur bringen, es gibt keinen Grip und es ist holprig. Das ist fast schon an der Grenze zur Sicherheit", so der Aston-Martin-Pilot.
Die Lösung soll ein Dialog mit der FIA sein. "Wir müssen für die Zukunft mit der FIA darüber sprechen, ob das für die kommenden Jahre akzeptabel ist." Oder eine komplette Neu-Asphaltierung der Strecke. "Singapur macht das, Monaco macht das auch", so Alonso.
Kalte Temperaturen, Jetlag und mehr – Vegas bald im Sommer?
Ein weiterer Kritikpunkt Alonsos ist der Zeitpunkt im Kalender. Im November sind die Temperaturen in Vegas für Formel-1-Verhältnisse unglaublich kühl. Das sorgt nicht nur für mangelnden Grip, sondern auch für Probleme bei den Reifentemperaturen.
Mit 17 Grad Celsius war der Sonntag noch der wärmste Tag, allerdings wurden die Fahrer auch am Renntag von Windböen mit über 20 Km/h Geschwindigkeit geplagt. Ein Rennen im Sommer könnte zumindest das Problem lösen.
"Ich habe gehört, dass wir jetzt fahren, weil es das ruhigste Wochenende des Jahres für Vegas ist. Aber so etwas können wir nicht machen, sonst würden wir im Februar auch in Monaco fahren, weil es dort ruhig ist. Es gibt bestimmte Dinge, bei denen wir zuerst an den Sport denken müssen."
Alonso: Das würde keine andere Sportart auf der Welt akzeptieren
Dazu kommt das nächste große Thema – die Zeitverschiebung. „Wenn ich ehrlich bin, ist es für uns schwierig, hierherzukommen. Vor allem wegen der Zeitverschiebung und der Entfernung von Europa und Brasilien vor zwei Wochen", so Alonso.
"Und jetzt fliegen wir direkt nach Katar, das sind 17 Stunden Flug und 13 Stunden Zeitverschiebung", erklärt Alonso. "Ich glaube nicht, dass das irgendeine andere Sportart auf der Welt akzeptieren würde."
Was sonst noch in Las Vegas passiert ist, haben wir in diesem Video besprochen. Klickt euch rein!



diese Formel 1 Nachricht