Yuki Tsunoda durfte 2025 nach vier Jahren bei den Racing Bulls (früher AlphaTauri) endlich erstmals für Red Bull fahren. Nach zwei völlig fehlgeschlagenen Wochenenden mit Liam Lawson beförderte Red Bull den Japaner neben Max Verstappen. Nun ist er ohne Formel-1-Cockpit. Nach der Saison 2025 und 30 gesammelten Punkten für Red Bull war Schluss. Ab 2026 wird er Reservefahrer, der Hauptsitz geht an Isack Hadjar. Christian Danner findet: Das ist die richtige Entscheidung!

Christian Danner: Das war einfach nicht gut genug!

Im selben Zeitraum holte Teamkollege Max Verstappen übrigens 385 Punkte und damit mehr als zehnmal so viele Zähler wie Tsunoda. "Ja, natürlich ist es die richtige Entscheidung", findet Formel-1-Experte Christian Danner. "Wenn wir es zusammenfassen, war das halt einfach nicht genug."

Tsunodas beste Platzierung für Red Bull war ein sechster Platz in Aserbaidschan, gefolgt von einem siebten Platz in Austin. In der Weltmeisterschaft wurde er damit nur auf Rang 17. Hinter Lawson und Hadjar im Racing Bull. "Zumindest habe ich alles gegeben", konstatierte Tsunoda nach dem Abu Dhabi Grand Prix.

Danner blickt nicht nur auf diese Saison, sondern auf Tsunodas Formel-1-Karriere seit seiner ersten Saison bei AlphaTauri 2021 zurück. "Yuki Tsunoda hat seine Chancen bekommen. Jahr für Jahr hat er immer wieder die Chance bekommen, zu zeigen, was er kann. Am Schluss hat er sogar noch die Chance bekommen, bei Red Bull zu fahren", so Danner.

Doch im schwierig zu fahrenden Red Bull, das zeigten neben ihm auch Liam Lawson und Sergio Perez vor ihm, ist es schwierig, die eigentlich mögliche Leistung abzurufen. Besonders nicht konstant. "Deswegen geht man bei Red Bull richtigerweise einen sehr cleveren Weg. Man behält ihn als Reservefahrer."

Tsunodas Highlight neben seinem sechsten Platz dürfte wohl das Katar Sprint-Qualifying bleiben. Dort schlug er Max Verstappen während seiner Zeit bei Red Bull zum ersten und einzigen Mal. In allen restlichen Disziplinen schlug er den Niederländer kein einziges Mal.

Danner lobt "vernünftige" Red-Bull-Entscheidung

Damit stellt sich Red Bull in der Formel 1 für 2026 fast vollends neu auf. Besonders im Vergleich zu 2024. Zum einen hört Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko auf, Teamchef Christian Horner musste das Team schon zu Mitte der Saison verlassen. Designguru Adrian Newey verließ das Team schon 2024 in Richtung Aston Martin und ist dort mittlerweile Teamchef.

Mit Isack Hadjar kommt ein neuer Fahrer dazu, der bei den Racings Bulls selbst von Arvid Lindblad abgelöst wird, der aus der Formel 2 aufsteigt. Tsunoda wird zum Reservefahrer. Beim Team aus Milton Keynes ist derzeit viel Bewegung drin.

"Das ist aus Red Bulls Sicht eine sehr vernünftige Entscheidung und auch nachvollziehbar“, findet Christian Danner. Auf den Briten Lindblad ist der Experte 2026 schon gespannt. Der marschierte nämlich nicht wie ein Bortoleto oder Piastri durch die Junior-Kategorien.

2025 beende er in die Formel 2 auf Platz 6. "Er hatte schon Höhen und Tiefen in seiner Karriere. Ich bin mal gespannt, wie er sich zurechtfindet."

Christian Danner hat mit uns auch über die Weltmeisterschaft von Lando Norris gesprochen. Weshalb er sich korrigiert, erfahrt ihr hier.

Norris: Weltmeister auf seine Art - Danner: Ich korrigiere mich (32:35 Min.)