Carlos Sainz holte in der Formel-1-Saison 2025 mit Williams zwei beziehungsweise drei Podien - wenn man das Sprint-Podium in Austin ebenfalls mitzählt. Der Spanier wechselte erst Anfang des Jahres zum englischen Traditionsteam, nachdem er bei Ferrari durch den siebenfachen Weltmeister Lewis Hamilton ersetzt wurde. James Vowles und sein Team waren die glücklichen Gewinner im Fahrertausch, denn mit Carlos Sainz an der Seite von Alex Albon verbesserte sich Williams auf Platz fünf in der Konstrukteurswertung.
Carlos Sainz unter Druck noch besserer Formel-1-Pilot
"Hauptsächlich Sparkles", antwortete Vowles mit einem Grinsen auf die Frage, was Carlos Sainz größter Beitrag zum Team gewesen ist. Dabei spielt der Teamchef ganz gekonnt auf den Namen des Einhorn-Stickers auf dem Helm des Spaniers an, der seit dem Grand Prix von Aserbaidschan dort klebt. Nach seinem ersten Podium für das Team in Baku wurde das Einhorn zu einem Glücksbringer und bescherte ihm und dem Team noch ein weiteres Podium in Katar sowie ein Sprint-Podium in Austin.
Über die Saison hinweg mauserte sich Sainz bei Williams zum Anwärter auf den Nr.1-Fahrer. Während er zu Beginn des Jahres noch Schwierigkeiten hatte, sich im Auto zurechtzufinden, legte er diese nach Baku komplett ab. Vowles gab nach Abu Dhabi zu, überrascht gewesen zu sein, wie gut die Zusammenarbeit mit Sainz funktionierte. "Es gab einige Dinge, die ich im Vorhinein von ihm nicht wusste. Zum Beispiel, dass er unter Druck noch besser performt. Er braucht den Druck, um effektiv arbeiten zu können und das ist eine großartige Eigenschaft für einen Rennfahrer", meinte der Teamchef und brachte direkt ein Beispiel zur Veranschaulichung.
"Letzte Woche in Katar hatten wir eine Situation, in der wir alle Daten verloren hatten. Die Stimme des Ingenieurs stieg gleich eine Oktave nach oben, aber Carlos blieb ruhig und sagte: 'Beruhige dich, ich habe alles unter Kontrolle'. Genau wie in den letzten fünf Runden in Katar. Ich versichere dir, das ist Druck", so Vowles. Sainz wurde gegen Rennende in Katar von Andrea Kimi Antonelli und Lando Norris bedrängt, nachdem er in den Rechtskurven mit Untersteuern zu kämpfen hatte. Er bewahrte jedoch die Ruhe, hielt seine Position und fuhr den zweiten Podiumsplatz für Williams ein.
Sainz und Albon verhalfen Williams zu Platz fünf in der Konstrukteurswertung
Nach einer katastrophalen Saison 2022 in der das Team mit acht Punkten klares Schlusslicht in der Konstrukteurswertung wurde, übernahm Vowles 2023 den Teamchef-Posten und nahm langfristig angesetzte Umstrukturierungen vor. Ein Teil, der laut ihm einen großen Unterschied in der diesjährigen Saison machte, war die Kooperation im gesamten Team. "Wir reden hier von 1,100 Leuten. Das Design Office, die Operations Group, alle haben einfach makellos zusammengearbeitet", freute sich der Teamchef.
Mit 137 Punkten, von denen 64 auf das Konto von Sainz gingen, holte sich Williams Platz fünf in der Konstrukteurswertung 2025 und machte damit einen riesigen Sprung im Vergleich zum Vorjahr. 2024 reichte die Leistung mit 18 Punkten nur für den vorletzten Platz.
Ein weiterer Grund für das starke Saisonergebnis sei laut Vowles die aktuelle Fahrerpaarung bei Williams. "Carlos korreliert sehr gut mit Alex, weil sie beide denselben Fahrstil haben. Wenn also zwei Fahrer das gleiche vom Auto wollen, dann hast du eine klare Richtung, in die du gehen musst", so der Brite. "Außerdem hat Carlos ein großes Talent dafür, dich durch die Daten durchzuführen. Dieses Level der Genauigkeit macht ihn als Fahrer sehr wertvoll."



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