Yuki Tsunoda muss 2026 in der Formel 1 bei Red Bull Platz für Isack Hadjar machen. Bis zuletzt hatte der Japaner auf eine Fortsetzung beim Team gehofft. In der zweiten Saisonhälfte vernahm er einen Aufwärtstrend, der ihn selbst zufriedenstellte. Gerade im direkten Vergleich mit Max Verstappen sah er eine positive Tendenz. Am Ende blieb dennoch nur die Ersatzfahrer-Rolle bei Red Bull - dabei gab es auch andere Interessenten. Zu Verhandlungen kam es jedoch nicht.
"Ich hatte ein paar externe Interessenten, aber der Vertrag hat es mir nicht erlaubt, mit ihnen zu sprechen", erklärt Yuki Tsunoda vor seinem 111. und vorerst letzten Formel-1-Rennen an diesem Wochenende in Abu Dhabi. "Ich hatte Optionen. Die Sache ist, dass mein Vertrag da war. Ich konnte also nicht viel machen. Deshalb war ich voll auf den Platz bei Red Bull fokussiert. Es war in den letzten Jahren sowieso meine Priorität. Die Red-Bull-Familie ist der Ort, an dem ich aufgewachsen bin."
Dr. Helmut Marko informiert Yuki Tsunoda über Red-Bull-Aus
Im Jahr 2019 wurde er in den Juniorkader von Red Bull aufgenommen, 2021 folgte mit AlphaTauri der Aufstieg in die Formel 1. Für das italienische Team ging er auch in den ersten zwei Saisonrennen 2025 noch an den Start, bevor der Tausch mit dem bei Red Bull gescheiterten Liam Lawson erfolgte. Nun ist auch Tsunoda bei Red Bull gescheitert. In 21 Rennen holte er nur 30 Punkte - Max Verstappen erzielte in diesem Zeitraum 360 Punkte.
Beim Sprint in Katar hatte er mit Platz fünf sein bestes Einzelresultat für Red Bull geholt. Im Rennen holte er nach einem Q1-Aus noch Platz zehn, doch danach gab es die Absage für 2026. "Es war hart. Das war gleich nach dem Rennen. Es kam von Helmut, persönlich, dass ich nächstes Jahr keine Rennen fahre", erklärt der 25-Jährige, dass er wie viele seiner Red-Bull-Kollegen von Dr. Helmut Marko von der Entscheidung in Kenntnis gesetzt wurde.
Bisher verkraftete er seine Degradierung zum Ersatzfahrer ganz gut. "Überraschenderweise geht es mir gut. Nicht gut, aber ich komme ganz gut zurecht. Am nächsten Morgen bestellte ich wie üblich mein Frühstück, dasselbe wie immer", sagt er. "Wahrscheinlich ist mir noch nicht bewusst, dass es das letzte Rennen für dieses und nächstes Jahr sein wird. Vielleicht wird mir das nach Abu Dhabi mehr bewusst werden."
Yuki Tsunoda hoffte auf Formel-1-Cockpit für 2026
Gerade die vergangenen Wochenenden hatten ihm Hoffnung gemacht, dass es vielleicht doch weitergehen könnte. "Die Resultate sehen vielleicht schlecht aus, aber wenn man sich die Performance anschaut - ich kann mich nicht einmal daran erinnern, wann ich selbst bei einem Q1-Aus zuletzt vier oder fünf Zehntel dahinter [hinter Max Verstappen] war", so Tsunoda. "Seit wir das gleiche Auto hatten, war ich konkurrenzfähig."
Zuletzt erhielt er auch Lob vom Red-Bull-Management, dass hervorhob, wie intensiv Tsunoda an sich gearbeitet hatte. Der Austausch mit den Ingenieuren und das technische Feedback waren besser geworden. Er wird die Formel 1 erhobenen Hauptes verlassen: "Ich bin stolz darauf, wie ich diese Saison gewachsen bin. Du kannst nicht leugnen, dass er [Max Verstappen] der beste Fahrer im Grid ist und ich habe gut aufgeholt. Darauf bin ich stolz, besonders in diesem starken Feld dieses Jahr - das stärkste in der Geschichte."


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