Die letzten Plätze im Formel-1-Fahrerfeld für 2026 sind besetzt. Heute gab Red Bull bekannt, wer im kommenden Jahr das zweite Cockpit neben Max Verstappen besetzen wird. Gleichzeitig wurden auch die beiden Racing-Bull-Fahrer verkündet. Bereits nach dem Katar-Wochenende hatte Teamchef Laurent Mekies angekündigt, dass es am Dienstag so weit sein werde. Kurz nach 16 Uhr gab es schließlich die offizielle Mitteilung, welche die Gerüchte der letzten Monate bestätigte.
Isack Hadjar legt den Aufstieg zum Top-Team hin und wird im kommenden Jahr für Red Bull Racing am Lenkrad drehen. Der Franzose war in seinem F1-Rookiejahr eine starke Saison bei den Racing Bulls gefahren und hatte dabei Teamkollege Liam Lawson in den Schatten gestellt. Das Highlight war ein dritter Platz beim Niederlande-GP in Zandvoort. In der Weltmeisterschaft belegt er ein Rennen vor Schluss den zehnten Rang.

Hadjar bedankte sich bei der Verkündung bei Red Bull. Er sagte: "Ich bin Red Bull Racing so dankbar, dass sie mir die Möglichkeit und das Vertrauen geben, auf dem höchsten Level der Formel 1 zu fahren. Nach all der harten Arbeit, die ich reingelegt habe, seit ich dem Juniorteam beigetreten bin, ist das eine großartige Belohnung. Ich hatte in meiner Karriere viele Hochs und Tiefs und sie haben immer an mich geglaubt und mich immer gepusht."
Nach einer "absolut unglaublichen" Saison mit den Racing Bulls fühle er sich nun bereit zu Red Bull Racing zu gehen, erklärte Hadjar. "Ich bin glücklich und stolz, dass sie es genauso sehen. Es ist ein großartiger Move, mit den besten zu arbeiten, und von Max zu lernen, ist etwas, das ich nicht erwarten kann.
Auf Hadjar wartet eine schwierige Aufgabe. Denn alle seine Vorgänger als Red-Bull-Fahrer seit 2019 gingen an der Seite des vierfachen Weltmeisters unter. 2025 scheiterten mit Lawson und Tsunoda gleich zwei Piloten. Hadjar betonte aber schon vor Monaten, dass er glaubt, dass ihm die komplett neue Regelgeneration ab dem kommenden Jahr in die Hände spielt.
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies sagte über Hadjar. "Er hat großartige Reife gezeigt und hat bewiesen, dass er ein schneller Lerner ist. Am wichtigsten ist aber, dass er den rohen Speed gezeigt hat, und das ist die Voraussetzung Nummer 1 in diesem Sport. Wir glauben, dass Isack neben Max aufblühen kann und 2026 Magisches auf der Strecke produziert."
Formel-1-Rookie debütiert bei den Racing Bulls
Yuki Tsunoda muss hingegen nicht nur seinen Posten bei Red Bull räumen, sondern wird komplett aus der Formel 1 verschwinden. Denn gleichzeitig mit der Verkündung über die Fahrerwahl des Topteams wurden auch die Piloten der Racing Bulls offiziell bekanntgegeben und dort findet Tsunoda keine Berücksichtigung. Stattdessen wird Lawson noch eine weitere Saison in Faenza zugestanden. An seiner Seite wird der aktuelle Formel-2-Pilot Arvid Lindblad in die Königsklasse aufsteigen.
Der Aufstieg des britisch-schwedischen Doppelstaatsbürgers ist keine Überraschung mehr, sondern war schon in den letzten Wochen und Monaten so etwas wie ein offenes Geheimnis. Und das, obwohl er in der höchsten Nachwuchsklasse nicht um den Titel mitfahren konnte, sondern in der Meisterschaft vor dem letzten Wochenende nur den sechsten Platz belegt. Lindblad wusste aber in seiner vorherigen starken Nachwuchskarriere und bei zwei Einsätzen in Formel-1-Trainings 2025 zu überzeugen.

Lindblad sagte: "Seit ich im Alter von fünf Jahren diese Reise begonnen habe, war es immer mein Ziel, in die Formel 1 zu kommen. Es ist also ein stolzer Moment, um diesen Schritt zu gehen. Ich bin dem Red-Bull-Juniorteam und meinem persönlichen Team extrem dankbar für ihre Unterstützung, ihr Mentoring und ihren Glauben. Ohne sie wäre all das nicht möglich."
Während die Beförderung von Lindblad keine große Überraschung mehr darstellt, war bis zuletzt die drängendste Frage, wie die Wahl zwischen Lawson und Tsunoda ausfallen wird. Dass die Wahl nun auf den ehemaligen DTM-Vizechampion fällt, hatte sich erst rund um das Katar-Wochenende langsam abzuzeichnen begonnen.
Formel 1 2026: Yuki Tsunoda ist nicht ganz raus
Yuki Tsunoda war seit 2021 ununterbrochen in der Formel 1 unterwegs. Der Abu-Dhabi-GP am kommenden Wochenende wird sein 111. und vorerst letztes Rennen sein. Nachdem er die letzten Jahre bei AlphaTauri/Racing Bulls verbrachte, war er vor dem Japan-GP in diesem Jahr als Ersatz für Lawson zu Red Bull Racing hochgezogen worden.
Der Neuseeländer hatte in seinen einzigen beiden Rennwochenenden mit dem Top-Team keine gute Figur abgegeben. Doch auch der Japaner blieb über die gesamte Saison weit hinter den gesteckten Zielen zurück und sammelte nur 30 Punkte, während Verstappen in derselben Zeit 360 Zähler einfahren konnte und mit Titelchancen ins letzte Rennwochenende geht. Wie schon seinen direkten Vorgängern gelang es Tsunoda viel zu selten, den Ansprüchen von Red Bull gerecht zu werden. Ein sechster Platz in Baku war das höchste der Gefühle für ihn.
Lawson hingegen konnte sich nach seiner Degradierung beim kleinen Bullen-Team wieder etwas rehabilitieren. In Baku und Brasilien sammelte er nach einem aufopferungsvollen Verteidigungskampf wichtige Punkte für die Racing Bulls. Auch beim Österreich-GP fuhr er auf den sechsten Platz. Derzeit belegt er mit 38 Zählern den 14. Platz in der WM.
Tsunoda ist allerdings bei Red Bull nicht komplett raus. Er wird 2026 eine Test- und Reservefahrer-Rolle für das Team aus Milton Keynes einnehmen. Bei den Rennen, bei denen Ayumu Iwasa nicht an der Strecke ist, wird Tsunoda auch für die Racing Bulls als Reserve fungieren.



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