In Abwesenheit von Lando Norris und Max Verstappen fuhr Charles Leclerc Bestzeit beim Auftakt der Formel 1 in Mexiko. Der Ferrari-Pilot umrundete das 4,304 Kilometer kurze Autodromo Hermanos Rodriguez im 1. Freien Training in 1:18,380 Minuten und ließ damit Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hinter sich.

Besonders aussagekräftig ist das Trainingsergebnis allerdings nicht, denn neun Teams nutzten die Session für einen der vier verpflichtenden Rookie-Einsätze in der Saison 2025. Nur Sauber fuhr mit beiden Stammpiloten, weil die Eidgenossen ihr Soll bei den Rookie-Einsätzen schon erfüllt haben.

Das Ergebnis: Nachdem zu Beginn des Trainings fast alle Teams einen Satz der harten Reifen loswerden wollten, fuhr später die Mehrzahl der Piloten Bestzeiten auf den Soft-Pneus. Darauf war Charles Leclerc gut eine Zehntelsekunde schneller als Kimi Antonelli. Dahinter klaffte eine kleine Lücke auf Nico Hülkenberg. Dem Deutschen fehlten schon knapp vier Zehntelsekunden.

WM-Leader Oscar Piastri landete wenige Tausendsteln dahinter nur auf Rang vier vor Gabriel Bortoleto, der die starke Sauber-Form bestätigte. Arvid Lindblad wurde als stärkster Rookie-Fahrer Sechster und ließ Red-Bull-Kollege Yuki Tsunoda auf Rang acht nicht besonders gut aussehen.

Die Rookie-Fahrer: Die Rookies stellten sich ordentlich an und sorgten für keine Zwischenfälle auf der Strecke. Lindblad schaffte es als einziger Freitags-Fahrer in die Top-10 und konnte als Einziger den Stammfahrer-Teamkollegen schlagen. Während Charles Leclerc im Ferrari Bestzeit fuhr, landete Ferrari-Rookie Antonio Fuoco auf dem letzten Platz.

TeamRookieErsatz für
McLarenPato O'WardLando Norris
MercedesFrederik VestiGeorge Russell
Red BullArvid LindbladMax Verstappen
Aston MartinJak CrawfordLance Stroll
AlpinePaul AronPierre Gasly
HaasRio HirakawaOliver Bearman
Racing BullsAyumu IwasaLiam Lawson
WilliamsLuke BrowningCarlos Sainz

Die Zwischenfälle: Isack Hadjar sorgte für eine kurze Gelb-Phase. Der Racing-Bulls-Pilot verpasste die Einfahrt in die Stadion-Sektion und fuhr geradeaus in die Auslaufzone. Im Rückwärtsgang kam Hadjar wieder zurück auf die Strecke und konnte ohne Probleme weiterfahren.

Die Technik: Wie üblich in Mexiko haben alle Autos extreme Kühl-Arrangements. Weil die Strecke auf über 2.200 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist die Luft dünner. Dadurch ist der Luftmengendurchsatz deutlich geringer, weshalb die Teams die Bremsbelüftungen vergrößern und die Karbonkleider öffnen müssen. Besonders große Kiemen hat der Ferrari, während der McLaren mit minimalistischen Öffnungen auskommt.

Die Kühlung des Ferraris in Mexiko
Der Ferrari hat riesige Kühl-Kiemen, Foto: Motorsport-Magazin.com

Red Bull überrascht weniger mit dem Kühlarrangement, als vielmehr mit weiteren Updates. Der erst kürzlich überarbeitete Unterboden bekam ein weiteres Update am Hauptkörper, dazu wurden die Unterboden-Ränder angepasst.

Red Bull überrascht mit Updates, McLaren mit der Reaktion auf Tape-Gate in Austin. Was genau am Donnerstag in Mexiko los war, erzählt euch Christian im Video:

Lando Norris lacht über Red Bull! McLaren kippt interne Strafe (09:33 Min.)

Das Wetter: Perfekte Trainingsbedingungen beim Auftakt in Mexiko. Unter wolkenlosem Himmel stieg das Quecksilber auf 23 Grad Celsius, auf dem Asphalt wurden knapp 50 Grad gemessen. Für das restliche Rennwochenende werden ähnliche Bedingungen erwartet.

Damit Ihr das 2. Training nicht verpasst, haben wir für euch eine TV-Übersicht für das Mexiko-Wochenende zusammengestellt: