Die Formel 1 fährt am kommenden Wochenende in Abu Dhabi ihr Saisonfinale. Dort macht sich Max Verstappen mit den McLaren-Fahrern den WM-Titel aus. Doch zuvor fällt bereits eine richtungsweisende Entscheidung bei Red Bull Racing, denn Teamchef Laurent Mekies teilte am Sonntag nach dem Katar-Rennen mit, wann die Entscheidung zum Teamkollegen des Niederländers fällt.
Am Dienstag soll demnach bekanntgegeben werden, wer im kommenden Jahr das zweite Red-Bull-Cockpit bekleiden wird. Mekies sagte im Wortlaut: "Alles, was ich im Moment sagen kann, ist, dass wir unseren Plan beibehalten werden, und wir werden am Dienstag unsere Fahrerpaarung bekanntgeben."
Wer wird Teamkollege von Max Verstappen: Am Dienstag fällt die Entscheidung
Weitere Details dazu wollte er nicht preisgeben. Es ist für Red Bull nicht unüblich, dass die Fahrerentscheidung erst spät im Jahr getroffen wird. Aufgrund des eigenen Fahrerpools befindet man sich häufig nicht in direkter Konkurrenz mit anderen Teams und kann sich deshalb Zeit nehmen. So auch in diesem Jahr, in dem alle anderen Cockpits bereits besetzt sind.
Schon in der Vergangenheit trafen sich die Shareholder des Energy-Drink-Konzerns und die Entscheidungsträger des Formel-1-Teams häufig in den Vereinigten Arabischen Emiraten, um richtungsweisende Treffen abzuhalten. Im Vorjahr wurde die Fahrerplanung erst nach dem Finalrennen in Abu Dhabi abgeschlossen und dabei das Aus von Sergio Perez verkündet, der durch Liam Lawson ersetzt wurde.
Isack Hadjar vor Red-Bull-Aufstieg
Es kristallisierte sich in den vergangenen Monaten zunehmend heraus, dass Isack Hadjar der Favorit auf das Cockpit im Werksteam ist und damit das Erbe von Yuki Tsunoda antreten könnte. Im Paddock von Katar zwitscherten die Vögel schon von den Dächern, dass die Wahl wohl auf den Franzosen fallen wird. Das Team selbst gibt sich dazu aber noch bedeckt.
Der derzeitige Racing-Bull-Pilot hinterließ in seiner Debütsaison in der Formel 1 einen guten Eindruck und konnte Liam Lawson trotz einzelner Spitzenleistungen des Neuseeländers konstant ausperformen. Das Highlight von Hadjars Rookie-Saison war sein Podium in Zandvoort. Als sein einziger verbleibender Konkurrent um das Red-Bull-Racing-Cockpit galt bis zuletzt der aktuelle Inhaber Yuki Tsunoda.
Tsunoda ließ sich auf Nachfragen zu seiner Zukunft im Formel-1-Topteam nach dem Katar-Rennen keine Hinweise entlocken, sondern meinte nur: "Wir werden sehen." Der Japaner gab sich jedenfalls überzeugt davon, dass er ein gutes Bewerbungsschreiben abgegeben hat: "Ich denke, ich habe gezeigt, was ich tun kann. Vor allem in den letzten paar Rennen."
"Seit ich mit einem fast identischen Auto wie Verstappen fahren kann, war ich fast immer innerhalb von zwei bis drei Zehnteln", behauptet der Nummer-2-Fahrer, der über lange Phasen der Saison ältere Spezifikationen als Verstappen fuhr. Allerdings auch, weil er mit einem schweren Unfall in Imola einst viele neue Teile zerstört hatte. Im Sprint-Qualifying von Katar konnte er im 25. Anlauf erstmals Verstappen ausqualifizieren. Ein Ausrufezeichen, das wohl zu spät kam.
Hadjar ließ in der Vergangenheit keinen Zweifel daran, dass er sich für einen Aufstieg zu Red Bull Anfang 2026 bereit fühlt. Auch aufgrund der neuen Regelgeneration macht er sich Hoffnungen, dass er gegen Verstappen konkurrenzfähig sein kann. Am Sonntag äußerte er sich nicht zu einem potenziellen Aufstieg. Stattdessen saß nach dem Rennen der Frust über einen Reifenschaden kurz vor Schluss tief. Dieser kostete ihm einen sechsten Platz.
Wie geht es bei den Racing Bulls weiter?
Ob am Dienstag nur das Red-Bull-Cockpit bekanntgegeben wird, oder ob am selben Tag auch die Fahrerfrage bei den Racing Bulls geklärt wird, ist nicht bekannt. Fix ist bislang nur, dass Hadjar (bei welchem Team auch immer) in der Formel 1 bleiben wird. Die Zukunft von Tsunoda und Lawson ist hingegen unklar.
Beim kleinen Bullenteam werden Junior Arvid Lindblad gute Chance zugeschrieben, der derzeit in der Formel 2 den sechsten Platz belegt. Falls der britisch-schwedische Doppelstaatsbürger tatsächlich ein F1-Cockpit erhält, bleibt nur noch ein Sitz für Tsunoda oder Lawson. Sprich: Einer von beiden würde dann 2026 in der Königsklasse nicht mehr am Start stehen.
Am Dienstag wird also die Entscheidung fallen, wer das Cockpit erhält. Wer das F1-Cockpit bekommen sollte, darüber scheiden sich die Geister. Auch bei uns in der Redaktion. Hier könnt ihr euch unsere Diskussion zu dem Thema anschauen:



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