Viel Wirbel gab es rund um Kimi Antonelli nach dem Katar GP der Formel 1. Ausgelöst vor allem durch Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko, der den Rookie eines Eingriffs in den Weltmeisterschaftskampf beschuldigte. Die Reaktionen folgten prompt und heftig. Zum einen von Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der Antonelli vehement verteidigte und Marko als "hirnlos" abtat - aber auch seitens Social Media. Und diese Kommentare waren weitaus weniger Antonelli-freundlich. Über seine eigene Sicht berichtete Antonelli nun. Andere Fahrer springen ihm zur Seite.
Antonelli: Die Kommentare zu hören war nicht leicht
Von Red Bull folgte bereits kurze Zeit später ein entschuldigendes Statement zu den Aussagen. Ungeschehen konnte das die bereits gestartete Social-Media-Welle allerdings nicht mehr machen.
«Es war nicht einfach, nach dem Rennen all diese Kommentare zu hören. Vor allem für etwas, das ich niemals tun würde», berichtet Antonelli. «Am Ende des Tages habe ich um Platz 3 gekämpft. Ich habe alles gegeben und hart gepusht», so Antonelli.
Den Hergang des Fehlers erklärt Antonelli selbst. «Ich habe bis zu dem Moment gepusht, an dem die Reifen aufgegeben haben, und in diesem Moment habe ich einen Fehler gemacht, und dann hat er mich überholt. Nach dem Rennen solche Kommentare zu hören, hat wehgetan.»
Antonelli freut sich über Red-Bull-Entschuldigung
Nicht nur von offiziellen Red-Bull-Accounts folgten Entschuldigungen, sondern auch von Red-Bull-Mitarbeitern des Teams. "GP [Max Verstappens Renningenieur, Anm. d. Red.] kam zu mir, um mit mir zu sprechen, und wir haben das geklärt, ich habe es auch mit Max geklärt. Das war schön. Das hat mir geholfen, das Geschehene zu vergessen", so Antonelli.
Die Nutzung von Social-Media will Antonelli deshalb nicht verändern. Besonders während des Wochenendes meidet er die Sozialen Netzwerke ohnehin. So erfuhr er auch erst später vom Shitstorm nach Katar. "Nach dem Rennen habe ich viele Nachrichten von Freunden bekommen, die mir gezeigt haben, was los war."
Russell, Leclerc und Hadjar über Social-Media-Hasskomentare: Alles Idioten!
Auch aus anderen Ecken des Fahrerlagers folgten Reaktionen. Unter anderem von Mercedes-Teamkollege George Russell. "Ich finde, dass diese Tausenden von Menschen hinter ihren Tastaturen keine Entschuldigung haben und sich wirklich kritisch selbst hinterfragen sollten. Ich kann das wirklich nur schwer nachvollziehen."
Isack Hadjar absolviert genauso wie Antonelli 2025 seine erste Formel-1-Saison. 2026 wird er an Stelle von Yuki Tsunoda für Red Bull fahren. In seinem ersten Rennen schlug er in die Mauer ein, und musste später mit Kommentaren Dr. Helmut Markos bezüglich des Unfalls umgehen. Die große Aufmerksamkeit kennt er.
"Man gibt sein absolutes Maximum und Leute tun so, als hätte man diesen Fehler absichtlich gemacht. Die Menschen hinter ihren Tastaturen sind einfach Idioten. Sie haben alle keine Ahnung vom Rennsport – sind noch nie in ihrem Leben gefahren – und das ist der einzige Grund, warum sie Kommentare abgeben", so Hadjar.
Derselben Meinung ist Charles Leclerc. Der Monegasse erinnert sich an seine Anfangszeit in der Königsklasse zurück. 2018 bestritt er seine erste Saison für Sauber, 2019 folgte die Beförderung zu Ferrari – direkt neben Sebastian Vettel. "Das Einzige, was man in solchen Momenten tun kann, ist, alles zu ignorieren. Da schaut man manchmal in den sozialen Medien nach, was über einen gesagt wird, und das macht es noch schwieriger."



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