Ferrari drückte der Formel 1 am Freitag in Monaco auch im 2. Freien Training seinen Stempel auf. Lewis Hamilton löste dabei Teamkollege Charles Leclerc an der Spitze ab und sorgte für die zweite rote Doppelführung des Tages. Max Verstappen hielt im Red Bull auf Platz drei als Einziger den Anschluss. Mercedes war abermals nur dritte Kraft, mit WM-Leader Kimi Antonelli hinter George Russell. Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto bestätigten in den Top-10 die gute Form von Audi im Fürstentum.

Das Ergebnis: Mit einer Rundenzeit von 1:13.026 Minuten auf dem Soft-Reifen (C5) war Lewis Hamilton eine knappe Zehntel schneller als Charles Leclerc. Die Bestzeit des Monegassen aus dem FP1 unterbot der Rekordweltmeister dabei um fast eine Sekunde. Ferrari zeigte auf dem weichen Reifen auf Anhieb schnelle Rundenzeiten, während die Konkurrenz mehrere Anläufe brauchte.

Als Dritter fuhr Max Verstappen seine persönliche Bestzeit von 1.13.194 Minuten erst nach neun Runden. George Russell lieferte seine Zeit sogar erst nach 13 Runden ab und kam dabei nur auf knappe dreieinhalb Zehntelsekunden an Hamiltons Bestmarke heran. Mercedes-Teamkollege Kimi Antonelli sortierte sich dahinter als Fünfter ein.

Das Verfolgerfeld wurde von Isack Hadjar im zweiten Red Bull angeführt. Der Franzose hatte das FP2 nach seinem Unfall im ersten Training mit einer Viertelstunde Verspätung aufgenommen und fuhr seine Rundenzeit erst zehn Minuten vor Schluss. Ihm fehlte rund eine Sekunde auf Hamilton. Gleich dahinter folgten im Tausendstelbereich Oscar Piastri und Nico Hülkenberg. Gabriel Bortoleto und Oliver Bearman komplettierten die Top-10.

Sergio Perez in Flammen: Cadillac-Bremsen fangen in Monaco Feuer

Die Zwischenfälle: Nach einer knappen Viertelstunde sorgte Lando Norris für die erste Gelbphase. Der Weltmeister rollte in der Auslaufzone der Hafenschikane aus. Für die Bergung des Autos rief die Rennleitung das Virtual Safety Car auf den Plan. McLaren CEO Zak Brown vermutete gegenüber Sky Sports F1 sogleich einen Batterie-Defekt als Ursache. Die Marshals brauchten rund fünf Minuten, um das Auto auf Skates zu hieven und wegzuschieben. Mit 40 Minuten Restzeit wurde die Session wieder Grün geschaltet.

Rund 20 Minuten vor Schluss verbremste sich Franco Colapinto in Turn 1 (St. Devote) massiv. Der Argentinier konnte das Auto nicht mehr stoppen, bekam aber noch die Kurve und schlug mit der linken Seite hart an der Leitplanke an. Er brachte seinen Alpine daraufhin aus eigener Kraft zurück an die Box, konnte die Session danach aber nicht wieder aufnehmen.

Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Sergio Perez im Cadillac für einen Schreckmoment und eine rote Flagge. Der Mexikaner wurde zwischen St. Devot und Massenet im Cockpit eingenebelt. Mit einer in Flammen stehenden Bremse an der Vorderachse stellte er sein Auto auf Höhe Casino ab. Die Session musste daraufhin unterbrochen werden. Mit drei Minuten auf der Uhr ging es noch einmal weiter.

Das Wetter: Die Bedingungen waren in Monte Carlo für das 60-minütige FP2 abermals perfekt.Um 16:00 Uhr wurde die Session planmäßig bei Sonnenschein gestartet, die Außentemperatur betrug milde 23 Grad Celsius. Der Asphalt wurde mit 29 Grad Celsius gemessen.