Nico Hülkenberg betonte bereits am Medientag, dass Audi in Monaco angetreten ist, um endlich wieder Punkte nach Hause zu fahren. Diesem Ziel ist man am Freitag ein großes Stück nähergekommen. Beide Piloten platzierten sich in den Trainingssessions in den Top-10 und bescherten der Mannschaft damit das beste Freitagsergebnis der aktuellen Saison 2026.

"Ich denke, dass wir hier im Moment 'Best of the Rest' sind", resümierte Audi-Renndirektor Allan McNish stolz. "Wir hatten in jeder Hinsicht einen sauberen Freitag. Aber natürlich ist es erst der Freitag." Trotzdem: Noch nie schaffte es Audi in diesem Jahr, in beiden Trainingssessions mit beiden Autos in die Top-10 zu schaffen. Das gibt der gesamten Crew enormen Auftrieb.

Auch Gabriel Bortoleto fand nach einer etwas schwierigeren ersten Session Vertrauen in den Boliden. "Ich hatte heute ein paar Probleme in FP1, konnte das Auto aber dennoch in die Top-10 fahren", so der Audi-Pilot. "Was wir heute über die Balance und unsere Grenzen gelernt haben, liefert uns eine solide Basis für morgen."

F1 Monaco: Streckencharakteristik kommt R26 zugute

„Wir haben in den vergangenen Wochen immer darum gekämpft, den Einzug ins Q3 zu schaffen, und es leider meistens um ein paar wenige Hundertstelsekunden verpasst", erinnert McNish an die knappen Pleiten der jüngeren Vergangenheit.

Umso mehr fordert Hülkenberg von den Ingenieuren: "Wir müssen sicherstellen, dass wir alle Daten von heute gründlich analysieren und für morgen unser absolut bestes Paket auf die Strecke bringen. Teamkollege Gabriel Bortoleto schlägt in die gleiche Kerbe: "Es gibt definitiv noch Details, die wir verbessern können. Wir werden hart daran arbeiten, diese letzten extra Quäntchen Performance zu finden."

Qualifying für Audi wichtig - aber auch Longrun gut!

Audis starke Performance in Monaco ist vor allem auf die Streckencharakteristik des Circuit de Monaco zurückzuführen. Hier spielt bekanntlich die Motorleistung eine untergeordnete Rolle, auf Chassis-Seite schätzte sich Audi stets konkurrenzfähiger ein. "Das ist ein großer Confidence-Boost und eine Bestätigung, dass wir ein gutes Auto gebaut haben", freut sich McNish.

Jetzt kommt es darauf an, die Leistung vom Freitags-Training ins Qualifying mitzunehmen. "In Monaco dreht sich alles um den Samstagnachmittag und darum, eine gute Ausgangsposition für das Rennen zu haben", weiß McNish. "Darauf liegt im Moment unsere volle Konzentration. Dennoch war ich auch mit dem sehr zufrieden, was wir für den Sonntag gesehen haben - besonders, was Nicos Longrun angeht."

Im Schnitt fehlte Hülkenberg eine Zehntelsekunde auf den Longrun von Max Verstappen, der beide Trainingssessions auf dem dritten Platz beendete. Allerdings haben die Longruns in Monaco nur eine begrenzte Aussagekraft, da das Überholen im Rennen nahezu unmöglich und der Start entscheidend ist. Mit letzterem hatte Audi bisher zu kämpfen.

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