Sitzt Yuki Tsunoda 2026 nochmals im Red-Bull-Cockpit, wird er zurück zu den Racing Bulls geschickt oder ist seine Formel-1-Karriere zu Ende? In Abu Dhabi will Red Bull die Katze aus dem Sack lassen. In Las Vegas hat sich der Japaner mal wieder nicht in Szene setzen können. Zwei Rennen vor Schluss liegt er mit 28 Zählern auf Platz 17 der Fahrer-Weltmeisterschaft und ist damit noch hinter den Racing-Bulls-Piloten Isack Hadjar und Liam Lawson zu finden.
Für Formel-1-Experte Christian Danner ist die Zeit des Japaners bei Red Bull Racing abgelaufen. "Ich denke man hat am Wochenende bei Dr. Helmut Marko folgendes rausgehört: Tsunoda ist durch, Hadjar fährt 2026 für Red Bull und Lindblad wird der Teamkollege von Lawson." Tsunoda ging in Las Vegas zum dritten Mal in Folge punktelos aus. Nach dem Rennen wies der Japaner darauf hin, dass ihm bereits im Qualifying die Chance auf eine Top-10-Platzierung genommen wurde.
Das Team verpatzte den Reifendruck an seinem Boliden, was sein frühes Aus in Q1 und folglich Startplatz 19 zur Folge hatte. Red Bull entschied sich daher, einen neuen Motor bei Tsunoda einzusetzen – doch auch das brachte keinen Unterschied. Tsunoda überquerte als Zwölfter mit über eineinhalb Minuten Rückstand auf Max Verstappen die Ziellinie. Für Danner ist der Rückstand unerklärlich: "Er hat einen neuen Motor bekommen, da müsste dieser Fresh Engine Effect da sein", meinte er in der neuesten Ausgabe des AvD-Motorsport-Magazins .
Kann sich Hadjar im Red Bull durchsetzen?
Mit der Verpflichtung von Isack Hajdar würde Red Bull seinem Prinzip treu bleiben. Seit Jahren setzt das österreichische Team darauf, junge Fahrer von den Racing Bulls in das Top-Team zu befördern. Diese Vorgehensweise hat nur einen Haken: bis jetzt konnte noch kein Pilot, abgesehen von Sergio Perez, annähernd mit Verstappen mithalten, geschweige denn, ihm die Stirn bieten. Liam Lawson wurde 2025 nach gerade einmal zwei Grand Prix ins B-Team zurück degradiert. Sollte Hadjar nicht die erwünschte Leistung bringen, könnte ihn das gleiche Schicksal treffen.
Danner versteht die Bedenken, den jungen Franzosen nach nur einer Saison in der Formel 1 direkt zu "verheizen", wenn man ihn ins Top-Team hochzieht, hält ihn aber trotzdem für die beste Wahl. "Hadjar ist vom Naturell, vom Intellekt, von seiner ganzen Herangehensweise ein ganz anderes Kaliber als Lawson oder Tsunoda", findet Danner. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass er sich in einer Position etablieren kann, wo man ihn von Red-Bull-Seite aus braucht."
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Hadjar zu einem zweiten Verstappen entwickelt, hält er für gering. Doch Red Bull würde seiner Meinung nach sowieso keine zwei Verstappen brauchen - man würde nur hoffen, zumindest einen "Ricciardo-Style-Fahrer zu bekommen, der mithalten kann."
2026 mischt die F1-Karten neu
Ein Kandidat, den sich Danner ebenfalls neben Verstappen vorstellen könnte, wäre Oscar Piastri. Durch die Red-Bull-Verbindung seines Managers Mark Webber wäre der Australier eine realistische Option - wenn auch erst ab 2027. "Ich glaube, wir haben 2026 eher mal so eine Art 'Wait-and-See'-Saison, wo alle mal losfahren und schauen wie alles funktioniert", meint Danner. "Ab der Saisonmitte wird es ganz wild auf dem Fahrermarkt losgehen und das wirbelt dann so einiges durcheinander."
Was der F1-Experte zur McLaren-Doppel-Disqualifikation und Kimi Antonellis Podium in Las Vegas zu sagen hat, das seht ihr in der neuesten Folge des AvD-Motorsport-Magazin:



diese Formel 1 Nachricht