Nach dem gestrigen Sprint-Qualifying war Yuki Tsunoda die Überraschung des Tages. Schneller als Max Verstappen! Im übrigen der Erste seit Baku 2024, der das schaffte. Mit dem Qualifying in Katar kehrte die Realität bis dahin zurück. Platz 16, während Verstappen von Platz drei startet. Ein Platzabstand, der die Zeit-Differenz nicht wirklich widerspiegelt. Doch das dürfte Tsunoda nicht helfen. Der hat nämlich keine Lösungsansätze.

Yuki Tsunoda nach Katar-Qualifying: Ich hatte einfach keinen Grip

Denn der Abstand zwischen Tsunoda und Verstappen in Q1 lag bei etwas weniger als drei Zehnteln. Das ist natürlich nicht wenig, doch viel geringer war der Abstand Verstappens zu seinen Teamkollegen seit 2019 selten.

Für Tsunoda problematisch: Im aktuellen Feld der Königsklasse reicht ein Abstand von knapp drei Zehnteln im Qualifying eben, um den Unterschied zwischen Platz 4 (Verstappen) und Platz 16 (Tsunoda) auszumachen.

Der durchschnittliche Abstand von Sergio Perez etwa bewegte sich über ein Jahr verteilt immer bei rund vier bis sechs Zehnteln. Nur hatte der von 2021 bis 2023 die Ehre eines deutlich stärker aufgeteilteren Feldes. Das erkennt auch Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko. "Der Abstand war an sich recht gut. Aber er hat halt diese letzte Steigerung nicht geschafft."

Tsunoda dagegen wirkt nur ratlos. "Ich verstehe es einfach nicht. Die Runde war gut, aber ich hatte einfach keinen Grip. Keine Ahnung", so Tsunoda.

Änderungen am Auto zwischen Sprint und Qualifying? Fehlanzeige. "Wir haben nichts geändert. Das war einfach ein plötzlicher Verlust von Pace. Der neue Reifensatz war komisch. Ich hatte einfach keinen Grip mehr. Das ist alles, was ich sagen kann", so Tsunoda.

Mit Startplatz 15 (Gabriel Bortoleto wird 5 Plätze nach hinten versetzt) und geringen Überholchancen auf dem Lusail International Circuit dürfte auch der Katar GP am Sonntag wenig angenehm für den Japaner werden. Der fährt aktuell um seine Zukunft in der Formel 1. Eine Entscheidung dürfte nächste Woche fallen.

Tsunoda im Katar-Sprint trotz Track-Limit-Strafe Fünfter

Umso besser lief der Sprint für ihn. Den beendete Tsunoda auf der Strecke als Fünfter, verlor den Platz allerdings wegen einer 5-Sekunden-Track-Limit-Strafe an Kimi Antonelli. Der wiederum wurde allerdings kurz nach Rennende ebenfalls mit einer Track-Limit-Strafe belegt, wodurch Tsunoda Platz fünf wieder zurückgewann.

"Von den vier Verstößen verstehe ich zwei nicht. Bei den anderen beiden muss ich analysieren, warum das passiert ist. Aber immerhin kann ich an den Stellen ab jetzt vorsichtiger sein. Aber es hat sich gut angefühlt wieder in den Punkten zu sein. Ich musste nur alles zusammen bekommen."

Was sonst noch am Formel-1-Samstag in Katar passiert ist, haben wir in diesem Video für euch zusammengefasst. Klickt euch rein!

Psychokrieg im WM-Kampf! Norris vs. Verstappen: Knallt's jetzt? (10:02 Min.)