Der #84 Lamborghini Huracan GT3 Evo2 von Abt Sportsline ist nachträglich vom 24h-Rennen Nürburgring 2026 disqualifiziert worden. Damit verlieren Mirko Bortolotti, Luca Engstler und Patric Niederhauser den zweiten Gesamtplatz, den sie hinter dem siegreichen Winward-Mercedes belegt hatten. Die offizielle Disqualifikation teilte der Veranstalter ADAC Nordrhein an diesem Freitag - knapp vier Wochen nach dem Ende des Rennens - mit.

Abt Sportsline hat die Disqualifikation durch die Sportkommissare akzeptiert und auf die Möglichkeit einer Berufung verzichtet. Damit ist das Ergebnis des 24h-Rennen Nürburgring 2026 nun offiziell.

Technik-K.o. verhindert Verstappen-Sieg! Was ist passiert? (11:31 Min.)

Abt-Lamborghini disqualifiziert - Rowe-BMW erbt Podest

Aufgrund des Wertungsausschlusses rücken die nachfolgenden Autos um einen Platz auf. Neuer Gesamt-Zweiter ist jetzt der Walkenhorst-Aston Martin mit Nicki Thiim, Mattia Drudi und Christian Krognes. Das BMW-Team Rowe (Dan Harper/Max Hesse/Sheldon van der Linde/Dries Vanthoor) erbt den dritten Platz auf dem Podium.

Grund für die Disqualifikation durch die Sportkommissare, die sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet hatte: Bei einer technischen Nachuntersuchung war am Lamborghini eine zu hohe Leistung festgestellt worden. Diese lag außerhalb des Toleranzbereichs, der laut Balance of Performance (BoP) vorgeschrieben ist. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com soll es sich um 20 bis 30 PS gehandelt haben.

24h Nürburgring: So reagiert Abt Sportsline

Abt Sportsline teilte in einer Reaktion auf die Disqualifikation mit, dass der "eingesetzte Motor in seiner technischen Spezifikation vollumfänglich der gültigen FIA-GT3-Homologation" entspreche. In der Vorbereitung auf das 24h-Rennen hätten alle internen Messwerte innerhalb der vorgeschriebenen Toleranz gelegen.

Erst im Nachgang nach der routinemäßigen Überprüfung durch die Technikkommissare auf einem Rollenprüfstand habe sich laut Abt Sportsline gezeigt, "dass die internen Referenzwerte und die Messwerte des Veranstalters nicht vollständig übereinstimmten, was dazu führte, dass das Fahrzeug geringfügig außerhalb der zulässigen Toleranz lag".

Ergebnis bei 24h-Rennen Nürburgring jetzt final

Die Fahrzeuge der sechs bestplatzierten Hersteller im Rennen waren am Dienstag nach dem Rennen überprüft worden. Bei fünf der sechs Autos hatten die Techniker nichts zu beanstanden - nur beim Abt-Lamborghini mit der Startnummer #84 tauchten "Unregelmäßigkeiten" auf. In der vergangenen Woche hatten Abt-Vertreter die Gelegenheit, sich bei einer virtuellen Sitzung der Sportkommissare zum Vorfall zu äußern.

Dabei hatten sich technische Nachfragen ergeben, die während der Anhörung nicht unmittelbar zu klären waren. Deshalb wurde die Entscheidung der Sportkommissare unter der Leitung von Achim Loth noch einmal vertagt. Mit einer weiteren Woche Verzug steht das finale Ergebnis des 24h-Rennen Nürburgring mit reichlich Wartezeit nun endgültig fest.

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