Ford steigt zwar erst 2027 in die WEC ein, nutzte aber schon jetzt die große Bühne der 24 Stunden von Le Mans, um sein Fahreraufgebot für das nächstjährige Debüt zu vervollständigen.
Mit den Neuzugängen Matt Campbell, Nick Yelloly und Tom Blomqvist stoßen drei hochdekorierte Sportwagen-Spezialisten zum US-Autobauer. Das Trio wird ergänzt durch den früheren DTM-Champion Mike Rockenfeller, Ex-Formel-1-Fahrer Logan Sargeant und Seb Priaulx, die bereits als Ford-Stammfahrer feststanden.
Ford-Prototyp 2027: Aussehen und Namen noch unbekannt
In welchen Konstellationen die sechs Piloten 2027 in der WEC und bei den 24h Le Mans an den Start gehen, soll zu einem späteren Zeitpunkt verraten werden. Ebenfalls noch unbekannt: Wie der LMDh-Prototyp von Ford aussieht und welchen Namen er tragen wird. Die US-Amerikaner gaben dazu lediglich bekannt, dass die Testfahrten auf europäischen Rennstrecken im August beginnen sollen. Von einem zusätzlichen Engagement in der IMSA-Meisterschaft - quasi dem Heimspiel - war ebenfalls noch keine Rede.
Der Australier Campbell wechselt nach vielen Jahren bei Porsche zum 'Blue Oval'. Seit 2019 trat er als Werksfahrer für die Zuffenhausener rund um den Globus an und gewann zuletzt 2025 die IMSA-Meisterschaft. Dennoch musste Campbell dieses Jahr ins zweite Hypercar-Glied treten und kam nur noch bei den langen US-Rennen zum Einsatz. Der Abschied des 31-Jährigen, der letztes Jahr mit Porsche den zweiten Gesamtplatz errang, hatte sich länger angedeutet.
Die Verpflichtung von Yelloly und Blomqvist war ebenfalls keine riesengroße Überraschung: Beide fahren dieses Jahr noch für Acura in der IMSA-Serie, doch am Saisonende zieht Hondas US-Edelmarke den Stecker und stampft sein Prototypen-Programm komplett ein. Ford schnappte bei zwei derart erfahrenen und erfolgreichen Langstrecken-Piloten nur allzu gerne zu.
Rushbrook: Siegfähiges Fahreraufgebot
Der frühere DTM-BMW-Fahrer Blomqvist hat sich in den USA längst einen Namen gemacht und blickt auf einen IMSA-Titelgewinn sowie zwei Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Daytona zurück. Der britische Rennfahrersohn kann zudem seine Erfahrung aus vier Starts in Le Mans zwischen 2020 und 2025 in das brandneue Ford-Programm einbringen.
Sein Landsmann Yelloly - ebenfalls ein früherer BMW-Werksfahrer und inzwischen bei Acura - genießt einen ebenso guten Ruf in der Langstreckenszene. Der 35-Jährige hat Gesamtsiege bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sowie in Spa-Francorchamps in seiner Vita und arbeitete jahrelang für Formel 1-Teams als Simulatorfahrer.
"Mit den Neuzugängen Matt, Nick und Tom an der Seite von Logan, Rocky und Seb haben wir ein Fahreraufgebot komplettiert, das Rennen gewinnen kann", ist Ford-Renndirektor Mark Rushbrook typisch amerikanisch überzeugt. "Wir kehren nicht nach Le Mans zurück, um lediglich teilzunehmen - wir kommen zurück, um für den Gesamtsieg zu kämpfen. Dieses vollständige Fahrerteam bietet uns die perfekte Grundlage, um dieses Ziel zu erreichen."



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