Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die WEC ihre Saison 2026 in Europa statt im Nahen Osten beenden wird. Die geplanten Rennen in Katar am 24. Oktober sowie das anschließende Saisonfinale in Bahrain am 07. November stehen in Folge des anhaltenden US-Krieges gegen den Iran arg auf der Kippe. Eine finale Entscheidung über den weiteren Verlauf im diesjährigen Rennkalender könnte in Bälde fallen, damit alle Parteien Planungssicherheit haben.

Der WEC- und Le-Mans-Veranstalter ACO hat seit längerer Zeit einen 'Plan B' in der Hinterhand und die Teams am vergangenen Wochenende in Sao Paulo darüber in Kenntnis gesetzt. Demnach sollen alternativ die europäischen Rennstrecken in Barcelona und Monza für Katar und Bahrain einspringen, wie internationale Medien übereinstimmend berichten.

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WEC-Kalender vor Änderung: Letzte Rennen in Europa

Als Termin für ein Rennen in Barcelona sei der Sonntag, 18. Oktober anvisiert, demnach eine Woche früher als der geplante Lauf in Katar, der eigentlich den Saisonauftakt gebildet hätte und bereits verschoben werden musste. Das Saisonfinale in Monza würde auf den bisherigen Bahrain-Termin fallen, also am Samstag, 07. November.

Zuletzt am Rande der 24 Stunden von Le Mans kündigte WEC-Geschäftsführer Frederic Lequien an, dass "bis nach der Sommerpause" eine Entscheidung fallen solle. Die ist nach dem vierten Saisonlauf in Sao Paulo beim Sieg von BMW inzwischen angebrochen. Der Entschluss soll nun zeitnah fallen, auch, weil Equipment demnächst per Seefracht in Richtung der Golfstaaten verschifft werden müsste.

Termin-Konflikt: Neuer Termin für GT-World-Challenge-Finale?

Rund um den Barcelona-Termin am 18. Oktober soll es jedoch noch Fragezeichen geben, weil an jenem Wochenende die GT World Challenge ihr Finale in Portimao austrägt. Gut ein Dutzend Fahrer ist sowohl in der WEC als auch in der SRO-Serie engagiert, darunter Werksfahrer wie Jules Gounon, Daniel Juncadella, Maxime Martin, Miguel Molina, Augusto Farfus oder Marvin Kirchhöfer.

Laut einem Bericht von Racer könnte der GT-World-Challenge-Lauf von Sonntag auf Samstag, 17. Oktober vorverlegt werden, damit die betroffenen Fahrer direkt im Anschluss nach Barcelona reisen könnten, um die Rennen beider Serien zu bestreiten. Vergleichbare 'Double-Header' mit zum Teil längeren Flugzeiten gab es bereits in der Vergangenheit.

Kalender-Änderung hätte Einfluss auf Titelkampf

Die mögliche Änderung des WEC-Kalenders hätte Auswirkungen auf den WM-Kampf, denn die Rennen in Barcelona und Monza würden über die üblichen je 6 Stunden Zeitdauer ausgetragen werden. Katar hingegen war als 10-Stunden-Rennen ("1.812 km") eingeplant, Bahrain über 8 Stunden - laut dem Sportlichen Reglement werden mehr WM-Punkte für diese langen Rennen vergeben. Die Teams könnten im Falle der Europa-Alternative also weniger Zähler einfahren. Toyota führt in der Hersteller-Wertung aktuell vor BMW und Ferrari.

Ein baldiges Ende des am 28. Februar begonnenen Iran-Konfliktes ist derzeit kaum in Sicht. Das US-Militär fliegt nach eigenen Angaben seit diesem Mittwoch eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran. Wenige Tage zuvor reagierte Teheran mit weiteren Vergeltungsschlägen auf Ziele unter anderem in Katar und Bahrain in Reaktion auf vorangegangene Angriffe der Vereinigten Staaten.

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