Die MotoGP-Saison 2025 begann für Marc Marquez perfekt. Sieg im Sprint und Grand Prix von Thailand, Sieg im Sprint und Grand Prix von Argentinien. Auch in Austin gewann er den Sprint und fuhr im Grand Prix einem weiteren souveränen Sieg entgegen. Doch dann stürzte Marquez ohne jegliche Not und warf 25 kostbare Punkte weg. Nur zwei Rennwochenenden später der nächste Patzer: Im Spanien-Grand-Prix crasht Marc Marquez im Kampf an der Spitze.
Alex vor Marc: Der ältere Marquez reagiert
Weil Alex Marquez in dieser Phase der Saison die Konstanz in Person ist, führt der jüngere Bruder plötzlich trotz 8:1 Siegen für Marc die Weltmeisterschaft an. Marc Marquez wird klar: Gegen einen derart schnellen und zuverlässigen Alex darf er sich Fehler wie in Austin oder Jerez zukünftig nicht mehr leisten, will er 2025 seinen neunten Weltmeistertitel eintüten.
Er sucht daraufhin Rat bei einem alten Bekannten. Mittlerweile lebt Marquez ja in Madrid, aufgewachsen ist er aber in der Kleinstadt Cervera in der Provinz Lleida. Eine der führenden Persönlichkeiten im dortigen Motocross-Club Segre und damit einer von Marquez' frühestens Förderern, ist Kassier Jaume Curco. Der erfahrene Trainer arbeitete viel mit Marc in dessen Kindheitstagen auf dem zum Club gehörenden 'Circuito Rufea'. Und er war es, der 2001 Marquez' späteren Manager Emilio Alzamora anrief: "Diesen Jungen musst du dir ansehen."
Marc Marquez kontaktiert seinen Förderer
In der Stunde seiner jüngsten Zweifel im Frühjahr 2025 rief Marc Marquez bei Curco an. Das verriet der Ducati-Star am Sonntag nach seinem Triumph in Brünn im Gespräch mit Carlos Checa, der als TV-Experte für die spanischen Kollegen von 'DAZN' arbeitet: "Wenn du stürzt, gibt es immer einen Grund. Die Frage ist nur, ob du den kennen willst oder nicht. Ich strebe stets nach Perfektion und deshalb wollte ich ihn herausfinden. Wer wäre dafür besser geeignet als dein engstes Umfeld? Ich habe deshalb bei Jaume angerufen. Wir haben eine halbe Stunde geredet und dabei die Lösung gefunden."
Wie diese Lösung im Detail aussieht? Das behält Marc Marquez lieber für sich: "Ich werde die genaue Antwort nicht verraten. Aber ich fühle mich nun einfach etwas wohler und kann riskante Situationen anders managen. Stürze können natürlich dennoch immer passieren. Es stehen noch zehn Rennwochenenden an und an machen werde ich stürzen. Das gilt aber auch für die anderen Fahrer und ich habe ja einen Vorsprung, auf den ich bauen kann." In der Tat: Seit seinem Telefonat mit dem Trainer aus Kindheitstagen beendete Marquez jeden Sprint und jedes Rennen, holte dabei unglaubliche 242 von 259 möglichen Punkten.
MotoGP-Gesamtwertung 2025: Der aktuelle WM-Stand
Marc Marquez' Förderer bescheiden: Lob gebührt Fahrer!
Ein sensationeller Erfolgslauf, den Curco aber keinesfalls für sich beansprucht. "Das Lob verdient derjenige, der auf dem Motorrad sitzt. In diesem Gespräch ist anscheinend etwas aufgekommen, das Marc jetzt für sich nutzen kann. So ist er eben: Er findet überall hilfreiche Dinge. Und wenn es nicht funktioniert, dann ändert er es", erklärt Curco gegenüber 'Catalunya Radio'. "Ich bin deshalb auch nicht überrascht von seinem aktuellen Lauf. Ganz im Gegenteil: Ich glaube, dass wir den besten Marc noch nicht gesehen haben."
Worte, die wie eine Drohung an Marc Marquez' Rivalen klingen. In Brünn machte er den klaren Unterschied gegenüber der Ducati-Konkurrenz aus:



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