Der Rennsonntag auf der großartigen Strecke in Brünn war ein Feiertag für die tausenden Fans, die zur Rückkehr des Kult-Rennens angereist waren. Leider galt das nicht für die beiden Schweizer in der Moto3. Sowohl für Noah Dettwiler als auch für Lenoxx Phommara endete der Tschechien Grand Prix in einer Enttäuschung.
Noah Dettwiler endlich mit ordentlichem Qualifying und überstandener Startphase
Dabei hatte es für Dettwiler eigentlich gut begonnen. Dass er im Nassen am Freitag stark war, stellte keine Überraschung mehr dar. In diesen Bedingungen konnte der CIP-Green-Power-Pilot schon mehrfach aufzeigen. Doch dann lief es auch am Samstag im trockenen Qualifying gut. Er kam durch Q1 ins Q2 und stellte dann seine KTM auf Startplatz 14. Deutlich bessere Voraussetzungen als zuletzt. Und auch die sonst so problematische Startphase war diesmal nicht ganz so schlimm: "Die Startphase selbst war besser als sonst, aber beim Start selbst hatte ich keine gute Reaktion. Da bin ich nicht gut vom Fleck gekommen."

Das hatte den Rückfall auf Rang 19 zur Folge, aber das wichtige war: "In den ersten paar Runden bin ich an der Spitzengruppe drangeblieben, es war eine große Gruppe." Zuletzt war stets das Problem, dass der Schweizer den Windschatten der Konkurrenz zu schnell verlor.
Zweikampf mit Nepa kostet Anschluss ans Moto3-Feld
Leider ergab sich dieses Szenario diesmal auf andere Art und Weise: "Dann habe ich begonnen, mit einem Fahrer zu kämpfen. Wir haben den Anschluss nach vorne verloren und das gesamte Rennen über gegeneinander gekämpft." Namentlich nannte er seinen Widersacher nicht und auch im TV-Bild wurde der Kampf nicht gezeigt. Beim Blick auf die Zeitnahme wird jedoch klar, dass es sich um Stefano Nepa handelte, mit dem Dettwiler ab Runde sechs mehrfach die Position wechselte.
Danach war er bedient. "Ich denke wir hatten die Pace, um in der zweiten Gruppe von Rang 11 bis 16 mitzufahren. Da hätten wir wohl mitrutschen können", meinte der 20-Jährige, und fügte hinzu: "Das Rennen zeigt überhaupt nicht, zu was wir fähig waren und welche Arbeit wir mit dem Team geleistet haben. Aber natürlich ist das Rennen, das was zählt. Darauf wird geschaut." Wieder gab es keine Punkte. Nach der ersten Saisonhälfte steht die Null. Es hilft nur, weiterzumachen: "Ich denke, wir müssen jetzt einfach die verbesserten Dinge in die Sommerpause mitnehmen und uns auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten."
Glück im Unglück: Lenoxx Phommara bleibt bei Highsider unverletzt

Noch unerfreulicher endete das Rennen für Ersatzpilot Lenoxx Phommara. Für ihn ging es im zweiten Moto3-Rennen der Karriere eigentlich nur darum, weitere WM-Erfahrung zu sammeln. Doch dieses Unterfangen scheiterte. Runde sechs wurde auch für ihn zur entscheidenden, denn der Nachwuchspilot flog per Highsider in Kurve 9 ab. Die gute Nachricht war noch, dass er sofort aufstehen und die Unfallstelle verlassen konnte. Kein gutes Ende für seine ersten WM-Auftritte, denn nach der Sommerpause wird Stammpilot Luca Lunetta aller Voraussicht nach ins Team von SIC58 Squadra Corse zurückkehren.



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