Moto3-Rookie Leo Rammerstorfer erlebte in Ungarn das nächste schwierige und punktelose Wochenende. Wenigstens konnte dieses aber mit einem Lichtblick beendet werden.
Nur das Moto3-Rennen macht Hoffnung: Wochenende davor "richtig scheiße"
Nach Hinterherfahren im Training gab er im Grand Prix die beste Figur ab. Der Österreicher sparte dabei aber auch nicht mit deutlicher Selbstkritik an der zuvor gezeigten Leistung: "Im Vergleich zum Wochenende war das Rennen besser. Jetzt bin ich meine beste Rundenzeit konstant gefahren. Davor war das Wochenende eigentlich richtig scheiße. Wir haben viel zu viele Dinge verändert, obwohl das eine neue Strecke für mich war. Ich habe mich nie richtig darauf einstellen können und dann lässt man auch vielleicht den Kopf ein bisschen Hängen, ist nicht mehr so heiß."
Nachdem er zuvor den 26ten und letzten Rang im Qualifying hinnehmen musste, ging es im Rennen tatsächlich gleich einmal voran. "Es gibt nur volle Attacke und zu versuchen, in der ersten Runde gleich ein paar Positionen gutzumachen", kündigte er am Mikro von ServusTV an. Genau das geschah dann auch. Von ganz hinten ging es immerhin bis auf Rang 18 nach vorn. "Im Rennen waren die ersten Runden positiv. Ich hatte gute Überholmanöver", stellte der SIC58-Pilot zufrieden fest. Leider konnte er dies nicht bis zur Zielflagge beziehungsweise dem Abbruch des Rennens in der letzten Runde halten: "Am Ende habe ich vielleicht zu viele Fehler begangen, als mich die MTA-Fahrer [Matteo Bertelle und Joel Esteban, Anm. d. Red.] überholt haben." Er wurde auf Rang 19 gewertet, lag effektiv aber auf Platz 21, als das Rennen mit roter Flagge beendet wurde.
Leo Rammerstorfer im Setup-Dschungel: Keine Experimente mehr, sondern einfach fahren
Um nicht wieder erst am Sonntag den ersten Lichtblick zu erleben, will Rammerstorfer nun das alte Adenauer-Motto beschwören: Keine Experimente. "Vielleicht sollten wir einfach mal das Setup grob so belassen, wie es ist. Ich fühle mich nun solide auf dem Motorrad und kann damit machen, was ich möchte. Ich will mich in Brünn und Assen wieder mehr auf das Fahren konzentrieren und nicht immer fünf Runden fahren, um dann wieder etwas umzustellen. Ich möchte den Unterschied spüren, den ich als Fahrer machen kann", kündigt er an.

Der erste Kurs im kommenden Double-Header der Klassiker ist aber vielleicht nicht gerade das beste Pflaster für den Linzer. "Ich war schon lange nicht mehr in Brünn. Es ist vom Charakter her wieder etwas ganz anderes wie hier, eher wie Mugello. Mal sehen. Ich bin jetzt nicht unbedingt der Spezialist für schnelle Kurven, aber mit einem guten Gefühl kann es auch dort funktionieren", meint der Österreicher mit Blick auf den Tschechien GP in zwei Wochen.
Noch wesentlich größere Probleme als zu viele Setup-Änderungen hatte am Sonntag in Ungarn Aprilia zu verzeichnen. Jorge Martin sorgte für einen gefährlichen Startcrash und nahm dabei gleich zwei Markenkollegen mit. Alles dazu in unserem neuesten Video:



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