Vor 15 Jahren holte Nico Hülkenberg auf dem Autódromo José Carlos Pace seine erste und bis dato einzige Pole Position. Eine Wiederholung wird dieses Wochenende schwierig, aber ein starkes Ergebnis im Sprint-Qualifying und Qualifying ist möglich. Denn das Pech und die selbstverschuldeten Fehler zu Saisonmitte gehören der Vergangenheit an. Seit dem Singapur GP geht es bei Hülkenberg bergauf: zwei 11. und ein 13. Startplatz, P4 im Sprint-Qualifying in Austin. Der Rookie-Teamkollege? Immer geschlagen!

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Seinen Qualifying-Durchhänger im Sommer beschreibt Hülkenberg als "eine schwierige Zeit". Siebenmal hintereinander musste er sich Gabriel Bortoleto geschlagen geben. Auf die Frage, wie ihm die Formel-1-Trendwende gelang, erklärte er: "Ich habe hart gearbeitet und weitergemacht. Manchmal hast du diesen positiven Aufschwung und manchmal nicht. Aber ich bin drangeblieben."

Noch liegt der Sauber-Pilot im internen Duell mit 11:9 hinter Bortoleto, doch das Momentum ist auf seiner Seite. In den letzten drei Qualifyings schaffte Hülkenberg stets den Sprung ins Q2, ein Top-10-Startplatz blieb ihm bisher aber verwehrt. Ein starkes Qualifying-Ergebnis in São Paulo wäre nicht nur für Hülkenberg, sondern auch für Sauber wichtig.

Kampf um P6 in der Konstrukteurs-WM: Saubere Exekution und Wetter

In Brasilien geht der Kampf um den sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM in die nächste Runde. Die Racing Bulls auf P6 und Sauber auf P9 trennen nur 12 Punkte. Mit noch vier Rennwochenenden – davon zwei Sprints – ist alles offen. Einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat Sauber nicht, ist Hülkenberg überzeugt: "Wir sind alle sehr ähnlich, sehr eng zusammen. Es gibt keine großen Unterschiede in unseren Stärken und Schwächen."

Die Rundenzeiten werden auf den letzten vier Strecken leicht unterschiedlich sein, doch worauf es wirklich ankommt, ist die Umsetzung im Rennen. "Wer kann am saubersten abliefern? Wer maximiert sein Potenzial und ergreift jede Chance im Qualifying, bei der Rennstrategie? Darauf wird es letztendlich hinauslaufen", prognostizierte der Deutsche.

Auch das Wetter könnte eine entscheidende Rolle spielen. Für das F1-Wochenende in Interlagos ist Regen angesagt, was strategisch viele Risiken aber auch Möglichkeiten eröffnet. Im nassen Chaos-Rennen 2024 fuhren Pierre Gasly und Esteban Ocon aufs Podium und bugsierten Alpine von P9 in der Konstrukteurs-WM mit einem Mal auf P6. Hülkenberg selbst machte dieses Jahr schon gute Erfahrungen im Regen, als er sich in Silverstone sein erstes Podium holte. "Wir könnten womöglich von speziellen Bedingungen profitieren", überlegte der Sauber-Fahrer.

Eine ganze Übersicht zum Kampf um P6 in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gibt es hier: