Nico Hülkenberg erlebte 2025 mit seinem ersten Formel-1-Podium in Silverstone ein absolutes Highlight seiner Formel-1-Karriere. Doch seither holte er keine Punkte mehr. Seine Qualifying-Performance litt 2025 bisher ebenfalls. Sein elfter Platz im Qualifying in Singapur ist sein bestes Qualifying-Ergebnis der Saison. Erschreckend für den eigentlichen Qualifying-Meister.
"Oh je!" Nico Hülkenberg holt mit P11 bestes Qualifying-Ergebnis 2025
Dabei könnte es für Hülkenberg die beste Saison seit 2019 werden. Aktuell steht er bei 37 Zählern. 2024 waren es nach 24 Rennen 41. Um das zu übertreffen, hat er noch sieben Rennwochenenden Zeit. Mehr Punkte hatte er das letzte Mal 2018 auf dem Konto (69 Punkte). Allerdings: Seit seinem Podest in Silverstone holte er keine Punkte mehr.
Und im Qualifying konnte Hülkenberg 2025 nicht an vergangene Saisons anknüpfen. So werden auch Punkte-Ergebnisse schwerer. "Das geht zurück auf die Charakteristik des Autos am Limit. Ich fühle mich nicht ganz wohl, mir fehlt ein Stück Vertrauen", sagte der Deutsche schon am Donnerstag.
In Singapur holte er Platz elf, sein bestes Qualifying-Ergebnis 2025. Zwar startete er in Kanada auch von Platz elf, rutschte allerdings durch Strafen zwei Plätze nach vorne. Hülkenberg qualifizierte sich eigentlich auf Position 13. Das war auch das letzte Mal, dass er Sauber-Teamkollege Gabriel Bortoleto auf eine Runde schlug.
Die Top-10 erreichte er 2025 bisher kein einziges Mal. "Wirklich? Oh je!", reagierte Nico Hülkenberg angesprochen darauf bei Sky Deutschland. Mit seinem heutigen Qualifying zeigt er sich allerdings zufrieden.
Nico Hülkenberg: Endlich mal wieder ein sauberes Qualifying!
"Insgesamt muss man zufrieden sein. Ich denke, heute ist es ziemlich positiv. Ein paar Hundertstel mehr sind natürlich immer drin. Aber auf einem Stadtkurs wie hier ist es sehr schwierig, eine absolut perfekte Runde hinzulegen", so Hülkenberg. "Das war seit langem Mal wieder einfach ein sauberes Qualifying. Das ist schön und wichtig."
65 Tausendstelsekunden fehlten Hülkenberg in Q2 auf den vor ihm liegenden Bearman. Etwas anders als sonst machte der Deutsche auf dem Marina Bay Street Circuit allerdings scheinbar nicht. "Ich weiß nicht. Vielleicht war ich etwas entspannter. Nach Silverstone hatten die Qualifyings irgendwie eine komische Dynamik", berichtet der Sauber-Pilot.
"Wir standen aus verschiedenen Gründen oft auf der falschen Seite, manchmal wegen dummen Sachen. Das war ärgerlich und nicht immer wieder gutzumachen. Wir waren im Rückstand, besonders weil wir von hinten gestartet sind."
Hülkenberg nach Gelb-Untersuchung: Bin vom Gas gegangen
Doch das Hülkenberg Platz elf behalten durfte, stand nach dem Qualifying erst einmal nicht fest. Der Deutsche wurde für zu schnelles Fahren unter gelber Flagge in Q1 bei den Stewards vorgeladen. Auf seiner letzten Runde rollte Pierre Gasly in Kurve elf aus und sorgte für Gelb.
Das Ergebnis: Die Stewards sprachen keine Strafe aus. Hülkenberg selbst war schon direkt nach dem Qualifying überzeugt, genug verlangsamt zu haben: "Ich habe meinen Fuß vom Gas genommen. Ich habe gesehen, dass sich die Rennleitung das bei einer ganzen Reihe von Fahrern ansieht. Was mich betrifft, weiß ich, dass ich vom Gas gegangen bin. Ich bin so zuversichtlich wie möglich."
Für das morgige Rennen hat er mit Position elf eine gute Ausgangslage – und einen frischen Soft-Reifen in der Hinterhand. "Wer weiß, wofür ein frischer Soft morgen gut sein kann. Ich nehme das erstmal so mit und bin zufrieden. Wir sind kein Fallobst und stehen da, wo wir hingehören."



diese Formel 1 Nachricht