+++ Formel 1 Barcelona: Das Rennen im Bericht +++

Auf Wiedersehen aus Barcelona!

Dann verabschieden wir uns aus Barcelona. Noch schnell ein Blick auf die WM. Max Verstappen führt mit über zwei Siegen Vorsprung auf Lando Norris, der Charles Leclerc mit dem nächsten P2 überholt hat. Russell und Hamilton liegen nach wie vor auf P7 und P8, schließen aber aktuell rapide zu Sainz, Perez und Piastri auf. Die Team-Wertung bleibt eingefroren. Nur hinten tut sich was - Alpine geht an Haas vorbei auf den siebten Platz. Nächste Woche in Österreich gibt es mit Sprint für alle die Chance, noch mehr abzukassieren. Wir sind wieder live dabei. Bis dann!

Was war am Albon-Funk los?

Noch schnell ein letztes Rätsel zum Abschluss des Tages klären: Warum hatte Alex Albon diesen Mini-Funk-Ausraster nach Kiesbett-Ausritt? Er wollte wissen, was passiert war, und das Team antwortete ihm praktisch sofort, das alles in Ordnung sei. "Ich habe in Kurve 4 Reifen gespart, das war etwas seltsam, und ich wollte eine Antwort, weil ich weiß, wo das Limit des Autos liegt", erklärt Albon. Er wollte den Grund für den Ausritt, keinen Schadensbericht. "Später haben wir realisiert, dass es einfach eine starke Böe war. In dem Moment wusste ich das nicht, in jeder darauffolgenden Runde bin ich extra vorsichtig da durch."

Williams durchlebt harte Zeiten in Barcelona

"Das war auf jeden Fall unser schlechtestes Rennen des Jahres", gibt Logan Sargeant nach dem nächsten letzten Platz zu. "Ganz ehrlich gesagt ein horrendes Wochenende von Anfang bis Ende für das Team. Wir müssen einfach weiterkommen. Hier raus. Ein besseres nächstes Wochenende haben." Alex Albon ergänzt: "Gewissermaßen ein Reality Check. Ein traditionellerer Kurs, mit unserem Übergewicht, und mit etwas weniger Abtrieb als die anderen." Teamchef James Vowles will aber noch nicht so schnell das Rennen in die Tonne werfen: "In Österreich und Silverstone werdet ihr uns wahrscheinlich wieder näher der Punkte sehen. Wir müssen auch lernen, was hier nicht läuft."

Magnussen nimmt Straf-Schuld auf sich

"Fehlstart. Klassischer Fehler. Zu früh die Kupplung kommen lassen, die Räder haben sich ein bisschen bewegt", erklärt Kevin Magnussen seine Fünf-Sekunden-Strafe. "Die Strafe, und ein langsamer Stopp obendrauf, damit waren wir früh in den blauen Flaggen. An dem Punkt ist das Rennen so ziemlich vorbei. Du lässt einfach jede Runde Leute vorbei." Magnussen wurde lediglich zum Leidensgenossen von Valtteri Bottas, indem er nach einem Wechsel auf Hard in Runde 29 ebenfalls durchfahren musste. Die beiden kamen eineinhalb Sekunden voneinander getrennt ins Ziel. "Mal schauen, ob wir in Österreich endlich ein sauberes Wochenende schaffen. Das ist das Ziel."

Zhou fährt befreit zu P13

Es war kein Spektakel, was der zweite Sauber in den Händen von Zhou Guanyu heute ablieferte, aber verglichen mit den letzten Rennwochenenden ein Durchbruch. Neues Chassis, kompletter Umbau, hat funktioniert, so scheint es. Wie schon gestern im Qualifying hat Zhou keine Beschwerden: "Wir waren den ganzen Tag recht stark. Ich habe nicht erwartet, mit den Haas zu kämpfen. Fühlt sich definitiv an, als ob wir einen Schritt vorwärts gemacht haben. Einzig negativ ist die erste Runde, wo ich außen ein paar Plätze gutmachen wollte und es fast ins Kies gefeuert habe. Aber wir sind davon zurückgekommen, und ich denke, in einem Rennen, in dem alle ins Ziel kamen, ist P13 das Maximum, das wir holen konnten."

Desaster-Strategie für Valtteri Bottas

Wir machen weiter mit den Problemfällen am Ende des Feldes. Was war los bei Valtteri Bottas? Passabler Startplatz, totaler Absturz im Rennen, P16 mit einer halben Ewigkeit Rückstand auf den Teamkollegen? "Wir versuchten auf dem zweiten Stint, noch einmal Soft zu fahren, der hat nicht gehalten. Begann zu grainen, rapide zu verschleißen. Danach waren wir in der Strategie gefangen." Anstatt auf einen Dreistopper umzustellen, bekam Bottas in Runde 28 Hard, mit denen er bis ins Ziel fahren musste. "Ich konnte unsere echte Pace nicht nutzen. Positiv ist, dass unsere Performance insgesamt besser schien als zuletzt, wie wir mit Zhou sehen."

Renn-Desaster in Barcelona für Yuki Tsunoda

Während sich Daniel Ricciardo immerhin über eine passable fahrerseitige Leistung freute, riss Yuki Tsunoda im Rennen komplett ab, landete am Schluss auf P19 - noch hinter dem durch das Kiesbett gerittenen Alex Albon. Und nicht nur, weil auch er eine Strafe für zu schnelles Fahren in der Box hatte: "Ich weiß nicht, was da los war. Hat sich nicht wie normales Verhalten während dem Rennen angefühlt. Ich hatte einfach zu kämpfen, die Pace war nirgends. Weiß nicht, was da los war." Cheftechniker Jody Egginton hat genauso keine Antworten. Keine Flap-Anpassungen halfen: "Wir müssen uns das Auto gut anschauen, wenn wir es aus dem Parc Ferme zurück bekommen. Ob wir da was Offensichtliches finden."

Racing-Bulls-Updates funktionieren, Setup nicht?

"Die Daten an und für sich zeigen eindeutig: Das Upgrade funktioniert", versichert CEO Peter Bayer. "Die Renningenieure haben mir das so erklärt: Die Upgrades gaukeln dir was vor. Du glaubst, einen Sweetspot zu finden, aber der ist gar nicht da, wo dir das Auto vorspielt, dass er ist. Da haben wir uns ein bisschen verleiten lassen, das werden wir jetzt analysieren." Möglichst schnell, denn Österreich ist ein Sprint. Das Zurückrüsten auf ältere Teile ist eine Option: "Wird auch diskutiert, vielleicht ein Auto. Wir müssen es schnell rausfinden."
Racing Bull-Duo Yuki Tsunoda und Daniel Ricciardo vor William-Duo Alexander Albon und Logan Sargeant
Die Racing Bulls kämpften in Barcelona nur ganz hinten, Foto: LAT Images

Racing Bulls brauchen dringend ein Schnitzel

"Das ganze Wochenende ist wie verhext", meint CEO Peter Bayer im ORF. "Leider haben wir am Freitag im Training schon die neuen Flügel verloren. Zusätzlich hat Yuki mit einem Helmaufsatz eine der Gearboxen wahrscheinlich beschädigt, haben wir durchtauschen müssen. Irgendwann kommst du in den Strudel rein. Heute war nur Lernen angesagt. Ich hab schon zu den Jungs gesagt, in Österreich gibts ein Wiener Schnitzel, dann geht's wieder."

Ricciardo mit Rennen happy und auch wieder nicht

"Bin ich happy mit P15? Absolut nicht. Bin ich happy mit dem Rennen? Ja." Daniel Ricciardo erklärt den Zwiespalt: "Selbst gestern mit dem Quali, sicher, ich war weniger als eine Zehntel von Yuki weg, wir beiden haben denke ich einen guten Job gemacht. Mehr geht dieses Wochenende einfach nicht. Gestern hat mir vielleicht ein kleines Bisschen gefehlt, heute haben wir denke ich maximiert. Mit dem neuen Paket fehlt uns einfach etwas." Nach dem Rennen hat er bereits einiges an Feedback zum Update für die Ingenieure im Kopf, aber keine Antworten: "In ein paar Kurven scheint es uns nicht alles zu liefern. An anderen Stellen ist das deutlicher. Aber im Qualifying fühlte es sich ausbalanciert an, mehr als am Freitag. Jetzt fehlt uns nur insgesamt Last."
Pressekonferenz mit dem liegenden Lewis Hamilton (Mercedes) und Sieger Max Verstappen (Red Bull)
Lewis Hamilton entspannt in der Pressekonferenz, Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool

Ruhe im F1-Renn-Sturm

Der Triple-Header-Sturm ist heute gerade erst angebrochen. Nächste Woche Spielberg, übernächste Woche Silverstone, es geht Schlag auf Schlag. Da gilt es jeden Moment der Ruhe zu nutzen, nehmen wir uns Lewis Hamilton in der Pressekonferenz zum Vorbild - während er auf die Ankunft von Verstappen und Norris wartet.

Ocon schwört: Alpine muss kaputt sein

Esteban Ocon landete im Rennen mit 9,8 Sekunden Rückstand doch deutlich hinter Pierre Gasly, und nur knapp vor Nico Hülkenberg: "Das Auto fühlte sich ehrlich gesagt richtig abnormal seltsam zu fahren an." Nach dem Rennen verdächtigt er einen Schaden am Unterboden: "Das Team sah Abtriebsverlust. Wir müssen ermitteln, ob da irgenwas war, Trümmer oder so, denn mein Rennen war so ruhig, komplett ohne Kämpfe, ich bin einfach nur rückwärts gerutscht. Das stimmt zuversichtlich. Zu Jahresbeginn wären wir an so einem Tag auf dem letzten Platz gelandet."

Bestes Alpine-Wochenende von 2024

Zum zweiten Mal in Folge sind beide Alpine in den Punkten angekommen. "Endlich Konstanz!", freut sich Pierre Gasly nach P9. Für ihn sind es sogar die dritten Punkte in Serie. "Dieses Wochenende war wohl das bisher beste. Starkes Qualifying, um gute Punkte gekämpft. Bis zur letzten Runde war ich auf P8, schade, dass ich Perez nicht halten konnte! Wir sind hinter den vier schnellsten Autos angekommen, da bin ich nur happy, dass wir jedes Wochenende Schritte in die richtige Richtung machen."

Wie ist die Stimmung bei Aston Martin?

Besser nicht zu nahe kommen. "Wir dürfen keinen Frust aufbauen. Es ist an der Zeit, härter zu arbeiten, weniger zu sagen, mehr abzuliefern. Das wollen wir machen." Fernando Alonso trifft sehr nüchterne Ansagen nach P12. "Barcelona sortiert dich nach Pace, du kannst dich nicht verstecken. Über 66 Runden landest du auf dem Platz, den du verdienst. P12 war heute das Maximum. Das Auto war das ganze Wochenende nicht toll, das hat sich im Rennen bestätigt. Sehr viel Rutschen, besonders bei Highspeed, das killt die Reifen und wird zur Negativ-Spirale." Mit Fortschritten in Spielberg oder Silverstone rechnet er nicht: "Wird wieder weh tun, weil es mit den langen Kurven ein paar ähnliche Eigenschaften hat."
Max Verstappen wird von seiner Großmutter im Parc Ferme zum Sieg gratuliert
Max Verstappen feiert in Barcelona mit Großmutter, Foto: LAT Images

Verstappen-Party mit Oma

Ordentliche Feier gibt es heute bei Red Bull keine mehr, denn wir müssen alle gleich weiter nach Österreich. Kann man aber trotzdem zumindest im Parc Ferme bisschen mit der Großmutter feiern, oder?

Was ist in Barcelona mit Piastri los?

Die Frage war gestern zu stellen, heute sah es eigentlich recht passabel aus. "P7 war eigentlich recht realistisch", meint Piastri, der nur von P9 losgefahren war. Die beiden Alpine fertigte er anders als Perez nachhaltig mit fast 30 Sekunden Vorsprung ab. "Ich kam am Ende Carlos noch nahe, aber generell hatte ich die Pace nicht. Das müssen wir verstehen. Sich so weit hinten zu qualifizieren macht das Leben schwierig. Generell müssen wir einfach verstehen, warum es so schwierig war." Das braucht noch ein genaues Debriefing: "Manche Dinge sind erklärbar, andere machen vielleicht nicht so viel Sinn."

Perez muss in Barcelona aufstecken

Von Startplatz 11 kommend waren die Erwartungen jetzt nicht besonders groß. Das Endergebnis mit einer Minute Rückstand auf den Sieger und nur 2,5 Sekunden Vorsprung auf Pierre Gasly ist aber auch nicht gut. "Ich denke, das ist eine der schwierigsten Strecken zum Überholen, hier beschädigst du dir die Reifen in der verwirbelten Luft am Schlimmsten", meint Perez, der in P8 das Maximum sieht. Aber auch einräumt: "Ich musste hart kämpfen, um diese Punkte zu holen, denn das Rennen war nicht unbedingt so vorwärts orientiert wie ich gehofft hatte. Ich hatte doch zu kämpfen:"

Auch P11 ist gut: Nico Hülkenberg mit Rennen zufrieden

Haas war mit geringen Erwartungen nach Barcelona gekommen, dafür ist P11 und nur knappe zwei Sekunden vom letzten Punkt entfernt richtig gut: "Als ich wirklich pushen musste und ihn unter Druck gesetzt habe, war die Pace respektabel und in dem Moment gut. Aber dann haben die Reifen mich im Stich gelassen und ich konnte es nicht mehr machen." Seine Tempolimit-Übertretung war am Ende ohne Folgen. Mehr zu seinem Rennen gibt es hier: Temposünder Nico Hülkenberg will Rechnung für verpasste Punkte schicken

Und was jetzt, Ferrari?

Der SF-24 wirkte heute wieder recht klar wie das viertbeste Auto. "Kanada ist uns klar, beim nächsten Mal unter solchen Bedingungen werden wir besser sein, da haben wir was verstanden", meint Leclerc. "Zu hier etwas zu sagen, dafür ist es ein bisschen zu früh. Mein bester Tipp wäre Streckencharakteristik, und da hoffe ich drauf." Zu Schwächen meint er: "Im Highspeed-Bereich kämpfen wir ein bisschen. Mal schauen, wo wir da nächste Woche stehen."

Leclerc sauer auf Sainz

Wir arbeiten uns durch die Frust-Kette weiter. Sainz sauer auf Hamilton, Leclerc sauer auf Sainz. Für dessen Angriff in der Startphase: "Wir hatten eine klare Strategie zu Beginn, wollten beide Reifen sparen und später angreifen. Carlos hat in Kurve 14 nichts gespart und dann natürlich die Chance, mich in Kurve 1 anzugreifen. Bitter, das hat uns Zeit gekostet und mein Frontflügel wurde beschädigt, weil Carlos die Kurve genommen hat und mich innen nicht gesehen hat." Ein paar Fragen später wird er nochmal drauf angesprochen und schiebt nach: "Ich verstehe, ist sein Heimrennen, und ... auch ein wichtiger Moment für seine Karriere, also wollte er schätze ich ein bisschen was Spektakuläres machen. Aber ich war vielleicht nicht die richtige Person dafür."

Hat der RB20 noch irgendeinen Vorteil?

"Als Team war es natürlich eine gute Strategie, und ich bin auch selbst glaube ich ein gutes Rennen gefahren", stimmt Max Verstappen den allgemeinen Feststellungen zu. "Wir sind nicht die Schnellsten auf der Strecke, auch im Reifenverschleiß im Rennen ist McLaren besser. Da muss man schon arbeiten."

RB20 ist schlagbar - Verstappen und Team sind es nicht

Ist es eine Wiederholung von Imola? Von Kanada? Wieder machen Fahrer und Team, nicht die Technik, den Unterschied. "Wenn es so eng ist, dann gibt es keinen Spielraum für Fehler, und das Team hat heute alles hinbekommen", lobt Christian Horner. Mehr zu Verstappens Rennen gibt es hier: Max Verstappen schafft es wieder: McLaren schneller, aber Red Bull siegt
Max Verstappen nach seinen 7. Saisonsieg im Parc Ferme
Das war heute kein leichter Job für Max Verstappen, Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool

Sainz nach Hamilton-Move sauer

"Ich hatte das Gefühl, dass er mich von der Strecke gedrückt hat, und ich war eine halbe Wagenlänge vorne", mault Carlos Sainz nach dem Rennen weiter über das Duell mit Lewis Hamilton. "Normalerweise war es in diesem Jahr die Regel, dass wen man eine halbe Wagenlänge außen vorne ist, dann muss man Platz lassen." Er packt die üblichen Geschichten aus, will nicht Hamilton beschuldigen, sondern mit seiner Kritik auf die Stewards abzielen. Mehr dazu hier: Carlos Sainz ärgert sich über Stewards: Warum gab das keine Strafe?

Mercedes jetzt auf dem Weg nach oben?

"Der Fortschritt ist gut, zwei Podien, Montreal mit den Bedingungen vielleicht ein Sieg möglich", lautet Wolffs Fazit schließlich zu den letzten Wochen. "Aber man sieht: Auf Norris, auf Verstappen, auf die beiden in diesen beiden Autos fehlen ein paar Zehntel. Wenn wir bis zum Ende hingehalten haben und nicht Gas rausgenommen hätte, dann wären wir vielleicht 10 Sekunden hinten. Das sind 10 Sekunden, die fehlen noch."

Wolff räumt falsche Mercedes-Strategie ein

"Es war ein Fehler", gesteht Toto Wolff im ORF im Hinblick auf die Entscheidung, Russell am Ende gleich auf Hard zu stellen. Tatsächlich wollte man das erst auch für Hamilton. "Wir dachten, der weiche geht einfach nicht. Damit haben wir ihn quasi für den Stint benachteiligt." Die Mercedes-Strategiesoftware war sich in den letzten Runden nicht sicher, ob Russell Leclerc noch halten können würde: "Aber was George kann ist sich verteidigen. Da ist er richtig gut. Wir wussten, wenn es um eine Runde geht und wir volle Batterie haben, wird sich das ausgehen."

Horner lobt perfekte Red-Bull-Strategen

Eine Fahrer-Team-Kombi war heute perfekt, und das war Red Bull. "Ich glaube, wir haben die Strategie hinbekommen - McLaren wählte den Offset, wir wussten das würde an einem Punkt eine 9-Sekunden-Führung sein, dann eine 3-Sekkunden-Führung. Wir wussten, das würde sich bewegen. Aber es hat sich genau unseren Voraussagen entsprechend entwickelt", meint Christian Horner im ORF. Auch er lobt Verstappen: "Er ist so entschlossen in diesen großen Momenten. Der Move gegen George war so ein großer Moment. Ein großer Move, den hat er hinbekommen, dann hat er die Reifen unter Kontrolle bekommen."

Russell kassiert die Negativ-Stratgie

"Wir haben uns für den Hard entschieden, rückblickend war das nicht korrekt", ist George Russell mit dem letzten Stint nicht glücklich. Aber er versteht, warum er früh Hard bekam, Teamkollege Hamilton deutlich später den besseren Soft: "Lewis und ich haben beide Optionen abgedeckt. Lewis Soft, ich Hard. Am Ende waren die Plätze drei und vier das Maximum für das Team. Mir selbst wäre natürlich das Podium lieber gewesen, aber immerhin machen wir als Team Fortschritte." Ginge es nach ihm, hätte er den Mittelstint in die Länge gezogen und den Soft genommen.

Was ging schief beim Norris-Start?

Erster Blick von Lando Norris auf den Start - was ging schief? "Ich weiß nicht. Müssen wir uns anschauen. Ob ich da was falsch gemacht habe, ob ich etwas aus der Zone raus war. Es war nur ein bisschen was, das ich auf Max verloren habe. Es war nur George, der kompltett außen war und mir quasi eins übergezogen hat. Fairplay, gute Arbeit von Red Bull, von Max. Schade, das wir verloren haben. Frustrierend, ich werde dran arbeiten."
Polesetter Lando Norris (McLaren) führt nach dem Start vor Max Verstappen (Red Bull) und George Russell (Mercedes)
Der Start bei der Formel 1 in Barcelona, Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool

Verstappen analysiert seinen Start

"Ich musste ein bisschen Rallye fahren auf der Geraden, auf dem Gras", kann es Verstappen jetzt schon wieder locker nehmen, dass Norris ihn auf den ersten Metern erst einmal mit zwei Reifen aufs Gras drückte. "Das hat mir ein bisschen Momentum gekostet. Dann war ich in Kurve 1 recht spät dran. Aber ich wollte unbedingt in Führung gehen. Denn danach konnte ich ein bisschen besser auf die Reifen aufpassen. Das hat mein Rennen entschieden."

Marko lobt Verstappen

Was ist neu? "Souverän würde ich die Leistung von Max einstufen, unglaublich, 66 Runden am absoluten Limit", ist Red Bulls Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko begeistert. "Entscheidend war der Start und das Überholmanöver gegen Russell. Das haben wir gewusst, hat er super umgesetzt."

McLaren stimmt Norris-Urteil zu

"Die Chance zu gewinnen haben wir in der ersten Kurve verpasst", muss auch Teamchef Andrea Stella gegenüber Sky zustimmen. "Dann lief es ganz gut. Im ersten Stint hatten wir einen Reifenvorteil und die Möglichkeit, Mercedes zu schnappen. Wir haben uns dann aber auf Verstappen konzentriert. Auf der langen Geraden ist es aber auch einfach schwer, hier den ersten Platz zu behalten."

Formel 1 in Barcelona - Das Renn-Ergebnis:

Auch Hamilton mit Start-Ärger

"Es war ein guter Tag, ein gutes Wochenende, solide. Ein großes Danke an das Team, die haben so hart für diese Boxenstopps trainiert, Strategie und Stopps waren heute perfekt. Leider hatte ich ein bisschen wie Lando einen richtig schlechten Start und habe Boden auf die Ferraris verloren. Von da an war es ein bisschen ein Kampf, um zurückzukommen. Ich weiß nicht, ob ich mit einem besseren Start mit den Jungs vorne mithalten hätte können, aber ich denke, wir wären dann zumindest nicht so weit hinten gewesen."

Hätte Norris gewinnen können?

"Nicht können, hätte ich sollen. Ich hatte einen schlechten Start, ganz einfach. Das Auto war heute unglaublich, wir waren auf jeden Fall die schnellsten. Ich habe es nur zu Anfang verloren. Das ist enttäuschend. So viel Positives, und dieses eine Negative, das alles ruiniert. Daran muss ich für das nächste Mal arbeiten. Abgesehen davon ein tolles Wochenende für das Team, das Auto war Wahnsinn."

Start entscheidet für Verstappen

"Was das Rennen entschieden hat, war der Anfang. Ich habe in Runde 2 die Führung übernommen, da kam ich zu einem Puffer, konnte ein bisschen eine Lücke auffahren. Danach musste ich ein recht defensives Rennen fahren. Lando und McLaren waren heute richtig schnell, besonders beim Verschleiß, besonders in den letzten Runden der Stints. Aber wir haben alles gut umgesetzt. Die Strategie war denke ich ziemlich aggressiv, zum Glück hat sie sich ausgezahlt. Es war ziemlich eng."

Schnellste Runde für Lando Norris

Trostpreis für Lando Norris ist der Bonuspunkt für die schnellste Runde. Das macht ihn aber auch nicht glücklicher: "Ich habe den Start verkackt, nicht wahr?" Auch Verstappen hält schon am Funk fest: "Wir hatten heute nicht das schnellste Auto."

+++ Fahrer-Voting Barcelona: Jetzt alle benoten! +++

MAX VERSTAPPEN GEWINNT IN BARCELONA

Vorne ist alles klar. Max Verstappen holt Sieg Nummer 61 2,219 Sekunden vor Lando Norris. Lewis Hamilton fehlen am Ende 15 Sekunden. Russell rettet sich vor Leclerc. Der hatte zwar DRS, war aber in Kurve 1 nicht nah genug dran. Sainz kommt 2,7 Sekunden vor Piastri über die Linie, Perez rettet sich mit Move auf der letzten Runde auf den achten Platz. Gasly und Ocon komplettieren die Punkteränge vor Hülkenberg, Alonso, Zhou, Stroll, Ricciardo, Bottas, Magnussen, Albon, Tsunoda, Sargeant. Keine Ausfälle.

Spanien GP

Rennen, Runde: 66 / 66, Sonnenschein

Max VerstappenRed Bull1
Lando NorrisMcLaren   +2.242
Lewis HamiltonMercedes-AMG   +17.793
George RussellMercedes-AMG   +22.374
Charles LeclercFerrari   +22.705
Carlos Sainz jr.Ferrari   +31.466
Oscar PiastriMcLaren   +34.187
Sergio PérezRed Bull   +59.528
Pierre GaslyAlpine   +62.039
Esteban OconAlpine   +71.8910
Nico HülkenbergHaas   +79.2211
Fernando AlonsoAston Martin   +1 L12
Guanyu ZhouSauber   +1L13
Lance StrollAston Martin   +1 L14
Daniel RicciardoRacing Bulls   +1L15
Valtteri BottasSauber   +1L16
Kevin MagnussenHaas   +1 L17
Alexander AlbonWilliams   +1L18
Yuki TsunodaRacing Bulls   +1L19
Logan SargeantWilliams   +1L20
1Max Verstappen
Red Bull

2 Stopps
2Lando Norris
McLaren
  +2.24
2 Stopps
3Lewis Hamilton
Mercedes-AMG
  +17.79
2 Stopps
4George Russell
Mercedes-AMG
  +22.37
2 Stopps
5Charles Leclerc
Ferrari
  +22.70
2 Stopps
6Carlos Sainz jr.
Ferrari
  +31.46
2 Stopps
7Oscar Piastri
McLaren
  +34.18
2 Stopps
8Sergio Pérez
Red Bull
  +59.52
3 Stopps
9Pierre Gasly
Alpine
  +62.03
2 Stopps
10Esteban Ocon
Alpine
  +71.89
2 Stopps
11Nico Hülkenberg
Haas
  +79.22
2 Stopps
12Fernando Alonso
Aston Martin
  +1 L
2 Stopps
13Guanyu Zhou
Sauber
  +1L
2 Stopps
14Lance Stroll
Aston Martin
  +1 L
2 Stopps
15Daniel Ricciardo
Racing Bulls
  +1L
2 Stopps
16Valtteri Bottas
Sauber
  +1L
2 Stopps
17Kevin Magnussen
Haas
  +1 L
2 Stopps
18Alexander Albon
Williams
  +1L
2 Stopps
19Yuki Tsunoda
Racing Bulls
  +1L
3 Stopps
20Logan Sargeant
Williams
  +1L
1 Stopp

16:38 UhrUnd damit verabschieden wir uns an dieser Stelle aus Barcelona! Ein strategisch geprägtes Rennen hatte einige Überholmanöver zu bieten und endet mit Max Verstappen als Sieger. Bereits nächste Woche melden wir uns an dieser Stelle zum Österreich-GP wieder.

16:36 UhrIn der WM baut Max Verstappen mit seinem siebten Saisonsieg den Vorsprung auf 69 Punkte aus. Norris ist jetzt Zweiter vor Leclerc und Sainz.

16:35 Uhr"Ich hätte das Rennen gewinnen sollen", ärgert sich Lando Norris am Funk. "Aber ich habe den Start vergeigt. Das Auto war großartig und hätte mehr verdient." Ein kleiner Trost: Der Brite sicherte sich den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde.

16:33 UhrAlpine kann damit zum zweiten Mal in Folge mit beiden Autos punkten. Auch weil Nico Hülkenberg nicht mehr heran kommt. Der Emmericher wird nach seiner 5-Sekunden-Strafe mit 7,326 Sekunden Rückstand auf Ocon Elfter.

16:33 UhrHinter Hamilton rettet Russell den vierten Platz für Mercedes mit nur 0,389 Sekunden Vorsprung auf Leclerc. Die Top-10 schließen Sainz, Piastri, Perez, Gasly und Ocon ab.

16:32 UhrZIEL: Max Verstappen gewinnt den Großen Preis von Spanien 2024. Im Ziel hat der Niederländer 2,219 Sekunden Vorsprung auf Lando Norris. Dritter wird mit weiteren 15,571 Sekunden Rückstand Lewis Hamilton.

16:31 UhrAnders Perez: Der Mexikaner überholt Gasly und schiebt sich auf Rang acht vor.

16:31 UhrLetzte Runde und Leclerc sowie Perez sind beide im DRS-Fenster von Russell, beziehungsweise Gasly. Auf Start/Ziel kommt Leclerc jedoch nicht an Russell vorbei.

16:30 UhrUnd auch an der Spitze konnte Norris den Vorsprung noch einmal deutlich verkürzen. Nur noch 2,5 Sekunden trennen ihn von Verstappen. Für eine ernsthafte Attacke wird es wohl jedoch nicht mehr reichen.

16:29 UhrDie Positionen wirken im Moment recht einzementiert. Am spannendsten scheint derzeit neben dem Duell zwischen Perez und Gasly um P8 noch der Kampf um Platz vier. Leclerc ist nur noch 1,3 Sekunden hinter Russell.

16:27 UhrBei seinem Teamkollegen Sergio Perez scheint die 3-Stopp-Strategie hingegen nicht unbedingt aufzugehen. Er ist nach wie vor Neunter mit rund 2,3 Sekunden Rückstand auf Gasly.

16:26 UhrMax Verstappen fährt seinem siebten Grand-Prix-Sieg des Jahres entgegen. Mit noch fünf verbleibenden Runden führt der Niederländer nach wie vor deutlich mit mehr als vier Sekunden Vorsprung auf Norris.

16:25 UhrWährenddessen verliert Alex Albon in Kurve 4 seinen Williams und rutscht ins Kiesbett, kann jedoch weiterfahren. "Was zur Hölle war das", funkt der Thai-Brite.

16:23 UhrIn den letzten paar Runden konnte Norris den Rückstand zwar weiter verkürzen, nach wie vor ist der Rückstand mit rund 4,7 Sekunden aber beträchtlich. So wird das wohl nichts mit dem zweiten Karriere-Sieg für den Briten.

16:20 UhrAuch Ferrari fordert am Funk mehr Pace von Leclerc. Mit seinen frischeren Soft-Reifen hat Leclerc circa 5,5 Sekunden Rückstand auf Russell mit seinen älteren harten Reifen.

R 65/66: Die Norris-Zeit ist fast um

Verstappen hat sich das zu gut eingeteilt. Noch immer sind drei Sekunden übrig. Bei Russell wird es brenzlig. Letzte-Runde-brenzlig. Es sind nur mehr 1,3 Sekunden Puffer auf Charles Leclerc übrig. Auch Hülkenberg versucht hinten einen letzten Angriff, aber das DRS scheint unerreichbar.

R 62/66: Blick nach hinten

Im Fight um die letzten Punkte haben sie alle zu ähnlichen Zeitpunkten Hard-Reifen aufgezogen. Alonso war etwas später dran, aber verliert sogar noch mehr Zeit auf Hülkenberg. Der steckt aber mit fast gleich alten Reifen hinter Ocon fest und kommt nicht und nicht ins DRS-Fenster. Etwas blamabel die Vorstellung von Sergio Perez. Dreistopp, Reifenvorteil mit Soft, aber er liegt noch immer 2,9 Sekunden hinter dem achtplatzierten Pierre Gasly.

R 60/66: Das reicht nicht...

Wieder ist Verstappen schneller. 4,6 Sekunden Lücke. 4,8 Sekunden. Jetzt ist Norris schneller. 4,7 Sekunden. So wird das nichts mehr. Wie sieht's bei Russell vs. Leclerc aus? 4,1 Sekunden. Auch das geht etwas langsam. Ganz, ganz hinten fährt Albon auf P18 einmal kurz nach Übersteuer-Drift in Kurve 4 durch das Ziel.

R 57/66: Fernduell Verstappen vs. Norris

Man belauert sich 10 Runden vor Schluss. Einmal ist Verstappen schneller, einmal Norris. Erst jetzt schafft es Norris unter 5 Sekunden, die große Aufholjagd ist verpufft. Leclercs Aufholjagd auf Russell ist seinerseits nicht berauschend, das sind auch noch fünf Sekunden.

R 55/66: Kampf um die letzten Punkte

Leclerc wird von Sainz vorbeigewunken, denn für den zweiten Ferrari gibt es noch eine passable Chance, den auf dem Hard strauchelnden Russell P4 abzujagen. Wir blicken mal hinter die Top-6. Piastri hat 12 Sekunden Rückstand auf Sainz. Dahinter Gasly, der aber auf Hard unterwegs ist und bald von einem dreistoppenden Perez eingeholt wird. Ocon hält den letzten Punkt, hat inzwischen Hülkenberg im Genick. Über den aber die Fünf-Sekunden-Strafe hängt. Hinter Hülkenberg ist 15 Sekunden lang nichts, dann Alonso. Der hat aber deutlich frischere Hard. Zhou, Stroll, Bottas, Magnussen folgen dahinter wohl schon außer Punkte-Schlagdistanz.

R 54/66: Verstappen bekommt Ansporn

"Wir müssen jetzt anfangen zu pushen, wie gesagt Lando spart nichts", kommt jetzt die Team-Anweisung. Verstappen beginnt jetzt ebenfalls unter 1:18 zu fahren, ist aber noch langsamer als Norris, der auf 5,3 Sekunden verkürzt hat.

R 52/66: Hamilton vs. Russell

Keine Teamorder bei Mercedes, hier wird gefightet. Russell deckt hin zur ersten Kurve innen ab, aber Hamilton hat auf den Soft-Reifen einen klaren Grip-Vorteil und setzt sich außen durch. Damit ist er auf Podiumskurs. Gleiches dürfte sich dahinter bald im Kampf um P5 abspielen. Da ist Leclerc mit frischeren Soft nur drei Sekunden hinter Sainz.

R 51/66: Norris-Attacke

"Lando pusht hart, spart die Reifen nicht, alle Kurven", funkt Red Bull an Verstappen. Der hat sich bei recht gemütlicher Pace vorne eingependelt. Norris eröffnet seinen Stint mit mehreren Runden unter 1:18, um die Lücke schnell einmal auf unter sechs Sekunden zu drücken. Wie viel nimmt er damit gerade aus dem Reifen?

STRAFE: Nico Hülkenberg

Haas-Teamchef Ayao Komatsu forderte vor dem Wochenende, dass das Team die einfachen Dinge bloß einmal richtig machen müsste. Haben sie heute nicht geschafft. Magnussen hat seine fünf Strafsekunden für das Startvergehen bereits abgesessen, Hülkenberg kassiert jetzt fünf Sekunden für zu schnelles Fahren in der Box. Bitter für ihn, der gerade eigentlich auf P11 liegt und mit Ocon und Zhou um die letzten Punkte kämpft.

R 48/66: Norris stoppt

McLaren will nicht länger warten und ruft Norris zum zweiten Stopp. Auch Leclerc kommt hinter ihm. Beide bekommen Soft. Ein 3,6-Sekunden-Stopp macht es zu einer unnötig haarigen Angelegenheit mit Russell, der fast neben Norris einbiegt. Aber der McLaren kann vorne bleiben. Jetzt hat er wieder 8 Sekunden Rückstand auf Verstappen. Und anders als der Red Bull alte Soft drauf. Und nur einen Reifen-Vorteil von drei Runden. Das wird schwierig.

R 46/66: Hamilton vs. Sainz

Frische Soft gegen die Hard bei Sainz - keine Chance für den Ferrari. Norris bekommt Warnhinweise am Funk: "Wenn wir gegen Hamilton abdecken wollen, müssen wir bald stoppen. Denkst du, du kannst ihn wieder überholen?" Norris, gelangweilt: "Ja, den hol ich wieder." Dann denkt er kurz nach, funkt noch einmal: "Hängt davon ab. Sind wir hier, um Erste oder Dritte zu werden?" Verstappen eröffnet mit 1:17,8, ist eineinhalb Sekunden schneller als Norris.

R 45/66: Verstappen an der Box

Jetzt kommt der Führende. Links vorne etwas langsam, 2,8 Sekunden Standzeit nicht optimal. Verstappen bekommt einen frischen Soft mit. Norris übernimmt die Führung. "Verstappen war drin, das ist jetzt unsere Chance", funkt McLaren an Norris. Der ist momentan gerade an der Grenze, um bei einem Stopp wieder vor Russell rauszukommen. Hamilton drückt hinter Sainz.

R 44/66: Hamilton stoppt

Jetzt wechselt Mercedes auch beim zweiten - aber hier auf Soft, nicht auf Hard. Trotzdem fällt Hamilton jetzt erst einmal hinter Russell und Sainz zurück. Vorne ist Verstappen jetzt in die 1:20er abgerutscht. Norris war auf der letzten Runde neun Zehntel schneller. 4,4 Sekunden.

R 42/66: Norris wird deutlich schneller

Das spitzt sich tatsächlich gerade zu. Norris war auf der letzten Sekunde mit 1:18,9 jetzt gleich schnell wie Russell auf den neuen Reifen. Der klagt: "Dieser Reifen ist nicht gut. Ich rutsche jetzt schon." Norris ist sieben Zehntel schneller als Verstappen. Jetzt sind es nur mehr 5,5 Sekunden.

R 41/66: Was macht Verstappen?

Auf der letzten Runde erhöht der Red Bull vorne das Tempo etwas, aber Norris versucht jetzt einmal Druck aufzubauen. Er hat den Rückstand auf 6,2 Sekunden verkürzt. Russell ist auf den neuen Hard-Reifen über eine Sekunde schneller als die Spitze. Die jetzt gerade in Überrundungsverkehr ankommt.

R 37/66: Frühe Stopps von Russell & Sainz

Auf den Pace-Verlust reagieren Russell und Sainz mit einem frühen Wechsel auf Hard-Reifen. Vorne ist Norris jetzt befreit von den Mercedes sofort wieder schnell. Schneller als Verstappen. Aktuell sind es knapp vier Zehntel, die er rausholen kann, hat den Rückstand jetzt einmal auf acht Sekunden verkürzt.

R 35/66: Russell vs. Norris mit Super-Fight!

Bisschen weiter weg ist Norris als vorhin bei Hamilton, aber Russell bekommt es mit der Angst zu tun und deckt innen ab. Damit ist er etwas weit durch Kurve 1, Norris setzt sich dagegen. In Kurve 3 setzt er sich durch, doch Russell gibt nicht auf, setzt sich außen in Kurve 4 wieder dagegen und geht wieder vorbei! Das lässt sich Norris nicht gefallen, er quetscht sich runter zu Kurve 6 innen wieder rein, ist kurz auf dem Gras, und ist vorbei! Wahnsinns-Fight. Schlechter Ausgang für Russell aber, der direkt Hamilton im Heck hat.

R 32/66: Norris holt sich Hamilton

Nach wie vor hat der McLaren einen Grip-Vorteil, diesmal kommt Norris dicht am Heck von Hamilton aus der letzten Kurve und geht mit DRS vorbei. Nur 1,2 Sekunden hat er jetzt bis Russell, und 8,9 Sekunden bis Verstappen. Weiter hinten sind wir tief in den zweiten Stopps, Perez ist schon wieder da und wechselt von Soft auf Medium. Auch Bottas war zum zweiten Mal drin, hat Hard geholt und seinen Platz gegen Tsunoda verteidigt.

R 31/66: Hamilton hält Norris

Jetzt hat Norris zum Mercedes-Duo aufgeschlossen. Doch Hamilton hat gerade genug Topspeed, um Norris mit einem Abdecken in der ersten Kurve von einem Angriff abzuhalten. Jetzt wird's kritisch für Norris. Auf keinen Fall darf er im Mercedes-Zug steckenbleiben, das könnte für seine Reifen ein Desaster werden.

R 29/66: Piastri auf dem Vormarsch

Weiter hinten im Feld ist Yuki Tsunoda jetzt an der Box und wechselt bereits auf Hard, zweiter Stopp. Wir haben noch nicht einmal Halbzeit ... Im Mittelfeld geht Piastri in schneller Abfolge mit seinem Reifen-Offset an Perez und Ocon vorbei. Vorne klagt Verstappen: "Die Reifen sind sehr unberechenbar."

R 27/66: Norris holt sich Sainz

Den ersten hat sich Norris wieder zurückgeholt, mit DRS geht er hin zur ersten Kurve an Sainz vorbei. Direkt aus der Box sprintete er mit der schnellsten Rennrunde los, und aktuell ist er noch immer eine Sekunde schneller als die Mercedes vor ihm.

R 25/66: Keine Strafe für Hamilton

Nach dem Funk-Gejammer notiert die Rennleitung Hamilton/Sainz für die Stewards, die werfen einen Blick darauf und legen es mit "no further investigation" zu den Akten. Ferrari versucht Sainz das schonend beizubringen, Sainz bemüht sich selbst um Ruhe: "Kapier ich nicht. Da ist das Regelbuch, warum halten wir uns nicht dran?"

R 24/66: Norris kommt zum Stopp

Jetzt hat McLaren genug. Eine Einstopp wird das nicht, aber einen sechs Runden großen Reifen-Offset hat er jetzt gegen Verstappen, sieben gegen Hamilton, acht gegen Russell. Leclerc wird für nächste Runde reigenholt. Problem für Norris: Jetzt ist er hinter Verstappen, Russell, Hamilton und sogar 2 Sekunden hinter Sainz zurückgefallen und muss den Reifenvorteil jetzt in Überholmanöver ummünzen können.

R 22/66: Norris, Leclerc und Piastri zieren sich mit Stopp

Wohin geht da vorne jetzt die Reise? Aktuell ist Norris eine Sekunde pro Runde langsamer als Verstappen, der schon Piastri auf der Strecke überholt hat. Leclerc ist gar eineinhalb Sekunden langsamer als seine direkte Konkurrenz. Jetzt gibt Piastri auf und kommt zum Stopp. Auch Alonso war inzwischen übrigens drin. Norris und Leclerc fahren weiter. Wollen sie nur einen Reifen-Offset aufbauen oder eine Einstopp?

R 19/66: Hamilton vs. Sainz

Sainz versucht innen zu decken, Hamilton nutzt aber eine Lücke ganz innen. Bisschen ein Brechstangen-Move, er bugsiert den Ferrari raus bis auf den Kerb, und setzt sich durch. "Er hat mich berührt, mich rausgedrückt", klagt Sainz gleich am Funk.

R 18/66: Max Verstappen kommt zu Stopp

Auch hier werden Medium aufgesteckt. 1,9 Sekunden Standzeit. Norris übernimmt einmal die Führung vor Leclerc und Piastri, die ebenfalls noch nicht drin waren. Dann Versstappen, Russell, und Sainz, der sich gegen Hamilton wehren muss. Nur Alonso und Albon sind sonst noch unterwegs. Beide Alpine liegen nach Stopps weiterhin vor Perez, obwohl es auch bei Ocon geklemmt hatte.

R 17/66: Lewis Hamilton stoppt

McLaren reagiert nicht auf den Russell-Patzer. Der zweite Mercedes kommt, Lewis Hamilton bekommt wie Russell Medium. Bei ihm funktioniert es besser, aber der Undercut ist zu stark. Russell bleibt vorne, und Sainz geht vorbei. Beide hatten sie außerdem DRS von Fernando Alonso als Bonus. McLaren fragte am Funk bei Norris nach, ob er Russell abdecken wolle: "Nein. Ich denke, wir sollten auf Max gehen."

R 16/66: George Russell kommt zu Stopp

Jetzt geht's vorne los. McLaren diskutierte eben mit Norris am Funk offen einen Undercut, dem will Mercedes zuvorkommen. Doch bei Russell klemmt es rechts hinten. Beinahe wird er in der Box noch von Sainz überholt, der ebenfalls zum Stopp kommt. Die Tür ist offen für die Konkurrenz.

R 14/66: Auch Perez stoppt bereits

Hinten reagieren sie alle auf die Undercut-Gefahr, welche Zhou ausgelöst hat. Inzwischen waren Perez (jetzt Soft), Hülkenberg (Medium), Bottas (Soft), Zhou (Medium), Magnussen (Medium) und Tsunoda (Medium) bereits in der Box. Magnussen hat fünf Sekunden für einen Fehlstart ausgefasst. Perez hat Hülkenberg schon vor dem Stopp überholt, jetzt abgeschüttelt.

R 13/66: Harte Zeiten für Fernando Alonso

Keine gute Startphase erlebt Fernando Alonso. In der ersten Kurve musste er schon nach einem Quersteher in die Auslaufzone, fiel hinter Stroll zurück, wurde dann von Bottas überholt, eben rutschte er ausgans Kurve 12 mit zwei Reifen ins Kies. Jetzt aber stoppen sie rund um ihn wirklich alle, gerade auch Hülkenberg. Die Aston Martins bleiben draußen.

R 10/66: Russell verliert auf Verstappen

Verstappen beginnt sich vorne jetzt abzusetzen, es sind bereits über zwei Sekunden. Russell kann die Red-Bull-Pace nicht halten. Und wohl auch nicht die McLaren-Pace, aber Norris hat bis jetzt nicht ausreichend Überschuss, um am Mercedes vorbeizukommen. Hinten stooppen mit Zhou und Tsunoda schon die ersten.

REPLAY: Ferrari-on-Ferrari

Sainz setzte sich außen in Kurve 1 daneben. Beim Einlenken wollten sie beide nicht so recht nachgeben, also touchierte Leclerc mit seinem Frontflügel Sainz' rechtes Hinterrad. Sainz musste in die Auslaufzone. Hat er sich einen Vorteil verschafft? Die Stewards sagen nach einem kurzen Blick Nein und greifen nicht ein.

R 5/66: Norris erhöht den Druck, Ferrari streitet sich

Verstappen fährt aus dem DRS-Fenster, aber nicht weg. Norris sieht jetzt seinerseits die Notwendigkeit, Druck auf Russell aufzubauen. Hinter Hamilton hat Sainz Leclerc überholt, aber die beiden Fahrer scheinen nicht glücklich, beschuldigen sich gegenseitig über einen übermäßig engen Move. Aktuell scheint Leclerc schneller, Sainz verliert jedoch den Anschluss an Hamilton.

R 3/66: Verstappen drückt sofort

Der Red Bull ist heiß und will wohl so schnell wie möglich an den Mercedes vorbei. Und das macht er. Mit DRS runter zur ersten Kurve, Russell deckt innen ab, Verstappen hält außen dagegen und übernimmt die Führung! Norris sieht sich das aus der Entfernung an, liegt erst einmal eine Sekunde zurück.

START

Verstappen und Norris kommen im Parallelflug in der ersten Kurve an, beide sind recht passiv - und George Russell nutzt das, schert aus dem Windschatten aus und übernimmt außen die Führung! Sensationeller Move. Verstappen setzt sich innen gegen Norris durch, Hamilton ist jetzt nur mehr Vierter. Dahinter Leclerc, Sainz, Gasly, Piastri, Ocon. Hülkenberg springt vor auf P10 vor Perez, während Alonso auf P12 zurückgerutscht ist.

Alle Autos in der Startaufstellung

Alle nehmen in ihren Startboxen Aufstellung. Gleich geht es los. 288.218 Zuseher werden für das ganze Wochenende gemeldet.

Start in die Einführungsrunde

Die Autos setzen sich in Bewegung. Hin und wieder sorgen kleine Wolken für Schatten, aber der Großteil der Strecke ist in der Sonne. Die offizielle Asphalttemperatur hat 42 Grad überschritten.

Startreifen für das Rennen

Alle Autos in der Startaufstellung werden mit dem Soft-Reifen losfahren. Nur der aus der Box startende Alex Albon setzt auf Medium. Verstappen, Hamilton, Russell, Gasly, Ocon, Piastri und Perez müssen mit gebrauchten Reifen losfahren, alle anderen haben frische.

Regen im Rennen nicht ausgeschlossen

Der Vollständigkeit halber müssen wir aber auch festhalten: Im Hintergrund hängen dunkle Wolken über den entfernten Bergen. Die Regenwahrscheinlichkeit wird mit 20 Prozent beziffert. Es ist auch ein etwas stärkerer Wind aus Südwesten gemessen, verglichen an den Vortagen. Der bläst momentan also in den Kurven 4, 10 und 13 in den Rücken. Nicht angenehm.

Sonnenschein nimmt vor dem Start zu

Von einem Regenrennen können wir uns wohl verabschieden. Inzwischen hat es komplett aufgeklart, rund um die Strecke treiben nur kleine Wolken. Die 40-Grad-Marke wurde inzwischen überschritten.

BOXENGASSE SCHLIESST

Die 19 Autos, die auch in die Startaufstellung dürfen, sind in der Startaufstellung. Alex Albon, der aus der Box starten muss, ist auch wieder dort. Keine Probleme, wenngleich fast alle Fahrer auf den Sichtungsrunden Flap-Anpassungen fordern. Die Strecke hat 40 Grad erreicht.

+++ Formel 1 Barcelona: Die Startaufstellung +++

Ist Barcelona das Zweier-Wochenende für Lando Norris?

Gestern holte sich Lando Norris die zweite Pole nach Russland 2021. Heute zweiter Sieg nach Miami 2024? Für die Mercedes in der zweiten Reihe würden lange Serien reißen. George Russell gewann zuletzt 2022 in Brasilien, Lewis Hamilton 2021 in Saudi-Arabien.

BOXENGASSE ÖFFNET

Noch 40 Minuten bis zum Start. Damit beginnt das übliche Vorstart-Prozedere. Die Boxengasse öffnet, und alle haben zehn Minuten Zeit, um Sichtungsrunden zu fahren und sich dann in die Startaufstellung zu begeben. Und wir halten fest: Die Wolken sind verschwunden. So wird das nichts mit den erwarteten 30 Grad Streckentemperatur. Ganz im Gegenteil. Der Asphalt beginnt sich in Richtung 40 Grad aufzuheizen.
McLaren bedankt sich bei den Feuerwehrmännern, die beim Löschen der Hospitality halfen
Großer Dank an die Feuerwehr bei McLaren, Foto: Motorsport-Magazin.com

McLaren bedankt sich bei der Feuerwehr

Ehe es ins Rennen geht, richtet es McLaren noch schnell ein, sich bei den Marshalls und Feuerwehrleuten zu bedanken, die gestern bei den Löscharbeiten geholfen haben. Auch Lando Norris kommt auf dem Weg zur Garage schnell vorbei und posiert mit ihnen für ein paar Fotos.

Welcher Reifen für den Start?

Die Tendenz in Sachen Start-Reifen scheint heute erst recht im Angesicht der kühleren Temperaturen in Richtung Soft zu gehen. Grund: Der hat auf den ersten Runden einen regelrecht gigantischen Pace-Vorteil von bis zu 1,2 Sekunden gegenüber dem Medium, und 1,8 gegenüber dem Hard. Erst ab Runde 7, Runde 8 schließen die härteren Reifenmischungen auf. Außerdem sind es 549 Meter zur ersten Kurve. Und auf den ersten Metern sollte man bei sonst vergleichbaren Starts mit dem Soft über drei Meter Vorteil haben. Alle diese Soft-Vorteile haben die Teams dazu bewogen, sich nur je einen Satz Hard und einen Satz Medium pro Fahrer aufzubehalten.

Russell zweifelt an Überhol-Problemen im Rennen

Wie schwierig ist das Überholen heute aber wirklich. "Ich glaube nicht, dass es so schwierig sein wird", meint George Russell. "Wegen dem hohen Verschleiß. Du brauchst nur einen Offset von zwei oder drei Runden, und plötzlich hast du einen Vorteil von vier Sekunden gegenüber dem Fahrer, mit dem du kämpfst." Ein ganz frischer Reifen hat in Russells Augen für ein paar Runden einen massiven Vorteil.
Mercedes-Fahrer George Russell
George Russell am Samstag in Barcelona, Foto: LAT Images

Barcelona drängt Teams zu frühen Stopps

Strategie wird heute eine Schlüsselrolle spielen, da sind sich die Teams sicher. Der Undercut-Vorteil durch frühe Stopps ist massiv. Das Stopp-Delta liegt bei ungefähr 23 Sekunden. "Wenn die Leute lange draußen fahren, wird der Undercut schnell größer, also sehen wir üblicherweise eine sehr aggressive erste Stopp-Runde", meint Aston-Martin-Ingenieur Tom McCullough. Weil Überholen recht schwer ist, wird man quasi zu frühen Wechseln genötigt. Problem ist nur: Das Feld liegt extrem eng beisammen. Daher tun sich keine Lücken auf, in die man hineinstoppen kann, um direkt nach dem Wechsel freie Fahrt zu haben. Stoppt man in den Verkehr hinein, kann das ein Desaster werden.

Pirellis Strategie-Empfehlungen für das Rennen

Der Asphalt ist hier generell hart und brutal, wie angemerkt leidet der linke Vorderreifen unabhängig von der Temperatur enorm. Pirelli un die Teams sind sich sicher: Zwei Stopps. Ab Runde 13 öffnet sich das Fenster für die optimalen Strategien. Wer Soft-Hard-Soft fahren will, muss danach mindestens bis Runde 42 auf dem Hard fahren, kann dann wieder wechseln. Wer Soft-Medium-Soft fahren will, sollte bis Runde 15 warten, dann auf Medium wechseln, um sich hintenraus etwas Spielraum zu geben. Wer vor Runde 13 stoppt, der läuft Gefahr, von den hohen Belastungen in einen Dreistopper gedrängt zu werden.

Große Reifen-Herausforderung heute in Barcelona

Das Wetter könnte das Rennen entscheiden - denn die Teams haben eigentlich alle mit den heute kühleren Streckentemperaturen geplant. Und daher wohl wenig auf Schutz der Hinterreifen gesetzt und sich auf den bei jeden Temperaturen kritischen Vorderreifen konzentriert. Wird es heißer als erwartet, könnte man mit den Hinterreifen in ernste Probleme kommen. Tatsächlich gibt es gerade etwas Grund zur Nervosität: Immer wieder taucht die Sonne auf. Reißt es gar auf? Und in den F2- und F3-Rennen war der Verschleiß höher als erwartet. Wir erinnern - Red Bull hatte am Freitag zu viel Untersteuern, schonte die Hinterachse wohl über Gebühr. Am Samstag baute man einen anderen Heckflügel ans Auto, um den gegenteiligen Weg zu gehen. Kann das heute für sie ein Problem werden?
Fahrerparade mit Polesetter Lando Norris (McLaren)
Bei der Fahrerparade blieben die Wolken heute im Hintergrund, Foto: LAT Images

Rennen heute: Kein Regen, keine Hitze

Bis jetzt scheinen die Wetterprognosen akkurat. Regenschauer am Morgen, bisschen Nieselregen am Vormittag, jetzt ist bei leichter Bewölkung die Sonne draußen. "Das hat hier ziemlich große Auswirkungen, fast nirgends lösen hohe Temperaturen so viel Überhitzen am Heck aus", meint Aston Martins Chefingenieur Tom McCullough dazu. Dass wir heute bis zu 20 Grad weniger Streckentemperatur sehen könnten als in den Trainings könnte riesige Auswirkungen haben. Denn der linke Vorderreifen ist hier an und für sich wegen den langen Kurven immer der limitierende Faktor. Ist es heiß, braucht man aber einen Setup-Kompromiss, um auch die Hinterreifen zu schützen. Ist es kühl, überhitzen die generell nicht, und man kann sich rein auf den Vorderreifen konzentrieren.

Favoritencheck zum Spanien-GP heute

Die Formel 1 wird immer enger, und wie Max Verstappen gestern bereits festhielt: Red Bulls Vorteil ist dahin. Lando Norris ortete gestern gleich acht Fahrer, die heute den Grand Prix gewinnen können. Wird es wirklich ein gigantischer Showdown? Oder haben Verstappen und Lando Norris einen Vorteil. Wir analysieren die Ausgangslage hier im Favoritencheck: Norris, Verstappen oder doch Mercedes? Wer behält die Nase vorn?
Feuer bei McLaren! Wie gelang Norris dennoch die Pole? (09:44 Min.)

Alle Infos zum F1-Samstag in Barcelona

Wer kurz vor dem Start heute noch einmal die wichtigsten News und Storys aus dem Barcelona-Fahrerlager zusammengefasst haben möchte - von McLarens Hospitality-Brand bis zur Pole - für den haben wir unseren kompakten 10-Minuten-VLog für euch.

Was macht McLaren heute ohne Unterkunft?

Wie wir gestern schon angerissen haben, wird die Hospitality-Anlage nicht für die Operationen des Teams auf der Strecke benötigt, das steckt alles in Trucks und in der Garage. Für Verfplegung und Räumlichkeiten legt die Formel 1 heute zusammen: Motorsport-Chef Zak Brown darf das Büro von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem nutzen. Die F1 selbst mit Zulieferer Do & Co sowie Mercedes helfen mit Essen aus.
Feuer in der McLaren-Hospitality
Der Motorhome-Brand stellt McLaren heute nur vor kleinere Probleme, Foto: LAT Images

McLaren vorerst ohne Hospitality

Nach dem gestrigen Brand bei McLaren haben wir inzwischen die letzten Updates zur Hospitality-Anlage des Teams. Aktuell ist sie nicht nutzbar, und da McLaren nur eine hat, wird man auch für den Österreich-GP nächste Woche kurzfristig mieten. Man hat noch Hoffnung für Silverstone, der größte Schaden entstand im angeschlossenen Küchentrailer. Nur musste man die Zwischenwände aufflexen, um zum Schwelbrand zu kommen. Erst am Montag wird man wohl genaueres wissen.

F2: Aron patzt, Crawford siegt

Soeben hat auch die Formel 2 ihr Hauptrennen beendet. Der Regen hatte inzwischen aufgehört, kam aber als Nieseln kurz wieder zurück. Sprint-Sieger Victor Martins kollidierte am Start mit einem sich drehenden Dennis Hauger. Aron führte nach dem Safety Car, verlor aber nach einem langsamen Stopp P1 an Jak Crawford. Beim Versuch, einen Konter vorzubereiten, rutschte Aron in der letzten Kurve ins Kies. Somit sortierte sich das Feld schließlich mit Crawford vor Franco Colapinto und Juan Manuel Correa. Zweiter Versuch für Correa an diesem Wochenende. Gestern hatte er schon sein erstes Podium seit seinem schweren Unfall 2019 in Spa gefeiert, das dann aber wegen Track Limits verloren. Aron blieb P4 vor Isack Hadjar und den beiden Invicta-Piloten Kush Maini und Gabriel Bortoleto, die auf der letzten Runde kollidierten! Zane Maloney, Amaury Cordeel und Pepe Martin komplettierten die Punkteränge.

F3: Lindblad erster Wiederholungstäter für 2024

Die Nachwuchsklassen waren heute schon unterwegs. In der Formel 3 hat es bis zum Sonntag in Barcelona gedauert, aber endlich holt ein Fahrer hier seinen zweiten Saisonsieg. Arvid Lindblad rang Polemann Christian Mansell in Runde 5 die Führung ab und blickte nicht zurück. Mansell konnte sich aber auf P2 absichern, während der letzte Podiumsplatz in den letzten Runden hart ausgekämpft wurde. Luke Browning, Nikola Tsolov und Leonardo Fornaroli sorgten dabei für Action. Plus ein Regenschauer quasi auf der Ziellinie. Fornaroli überholte in der Schlussphase beide vor ihm, gerade bevor der große Regen kam. In dem schob sich Oliver Goethe auch noch vorbei an Browning auf P4. Tsolov, Alex Dunne, Mari Boya, Dino Beganovic und Noel Leon komplettierten die Punkteränge. Tim Tramnitz holte P12, Charlie Wurz P14, Sophia Flörsch P18.

STRAFE: Alex Albon

Schön Motivation für Alex Albon zum Start in den Tag. Gut, er war auf dem vorletzten Startplatz. Angesichts der quasi nicht existenten Erwartungen für heute hat sich Williams entschlossen, die Gelegenheit zu nutzen und bei ihm bereits die dritte Kontroll-Elektronik und die dritte Hybrid-Batterie zu verbauen. Damit überschreitet er das Limit, und obendrauf geschah es unter Parc Ferme, heißt Start aus der Box. Damit hat Teamkollege Logan Sargeant sich auf P20 qualifiziert, drei Strafplätze für das Behindern von Lance Stroll bekommen, und wird von P19 losfahren. Höhere F1-Mathematik.

Willkommen zum Renn-Tag der Formel 1 in Barcelona!

Das Qualifying bot gestern schon einen klassischen Showdown auf höchstem Niveau, kann das Rennen heute in Spanien da mithalten? Bis jetzt haben sich Max Verstappen und Charles Leclerc auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gar nichts geschenkt, und die Renn-Vorbereitungen lassen darauf schließen, dass es gleich vom Start bis ins Ziel nicht anders sein wird. Um 15:00 Uhr geht es los, wir sind schon ab jetzt live dabei.