Formel 1

Vandoorne in Spa ohne Zweifel: Fahre auch in Monza noch McLaren

Stoffel Vandoorne trotzt bei seinem Formel-1-Heimrennen in Spa den Gerüchten und ist sich sicher: Seine Leistungen passen, er fährt auch in Monza McLaren
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Dreht sich das Fahrer-Karussell der Formel 1 in Spa schon weiter? Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird Force India unter dem neuen Namen "Racing Point Force India" die Saison fortführen, allerdings gilt man damit als neues Team und gibt alle WM-Punkte auf. Das könnte ein Wechselspiel im Fahrerlager auslösen - Stroll zu Force India, Ocon zu McLaren. Wer wäre raus? Stoffel Vandoorne.

Das sind nicht die ersten dunklen Wolken über der Formel-1-Karriere von Vandoorne. Er erlebte in einem schwachen McLaren-Team eine desaströse Saison 2018 und wurde von seinem Teamkollegen Fernando Alonso nach Strich und Faden gebügelt. Seit Baku war Vandoorne nicht mehr in den Punkten, seine acht stehen gegen die 44 von Alonso.

Hinzu kamen technische Probleme: Ab dem Silverstone-Wochenende klagte Vandoorne über Probleme mit seinem McLaren-Chassis. Probleme, die das Team über mehrere Rennwochenenden nicht lösen konnte. Erst mit einem neuen Chassis für den Ungarn-GP ging es aufwärts, nur um dann wieder ohne Punkte abzureisen - diesmal wegen einem Getriebe-Defekt.

Vandoorne in Spa: Probleme behoben, kein Zweifel an McLaren-Verbleib

Sorgen um seine unmittelbare Formel-1-Zukunft macht sich Vandoorne bei seinem Heim-GP in Spa aber keine. "Ich habe keine Zweifel", meint er am Donnerstag gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Heutzutage gibt es in den Medien immer viele Gerüchte. Von meiner Seite bin ich zu 100 Prozent zuversichtlich." Neuigkeiten hat er zur Vertragssituation noch keine.

Vandoorne sieht in der Ungarn-Leistung die Bestätigung, dass er den McLaren-Sitz verdient hat. Bis zum Ausfall lag er dort direkt hinter Fernando Alonso auf Punktekurs. "Ich glaube in Ungarn hat sich wirklich gezeigt, dass die Performance wieder dort ist, wo sie sein sollte", so Vandoorne, der natürlich auch um einen Vertrag für die Saison 2018 fährt.

Mit einem Vergleich mit Fernando Alonso hat Vandoorne außerdem auch kein Problem. "Ich glaube, ein paar eurer Kollegen haben statistisch erfasst, wie nah die Teamkollegen von Fernando an ihn rankamen", so Vandoorne zu Motorsport-Magazin.com. "Und ich glaube, da war ich so ziemlich vorne dabei."

Vandoorne: Keine großen Erwartungen mehr für Saison 2018

Während sich Vandoorne für seine Formel-1-Zukunft auf eine Verlängerung bei McLaren hofft, erwartet er keine großartigen Ergebnisse für den Rest der Saison 2018: "Ich glaube nicht, dass sich in den nächsten Rennen viel ändern wird. Es wird vor allem um das Auto für das nächste Jahr gehen. Es gibt nicht viele Updates, und wir erwarten keine Wunder." Für Spa hofft er höchstens auf Regen.

Entsprechend will Vandoorne in den letzten Rennen der Saison 2018 einfach so gut wie möglich abliefern. "Ich konzentriere mich auf die nächsten paar Rennen. Spa natürlich, das ist besonders für mich, und dann werden wir sehen, was passiert." Wer das zweite McLaren-Cockpit neben Carlos Sainz bekommen wird, bleibt weiter offen.


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