Formel 1

Formel 1 2018: Force India darf starten, neuer Name, Punkte weg

Aufatmen bei Force India. Die FIA erteilt dem Team schon für Spa die Startfreigabe. Möglich macht es eine neue Lizenz und damit die Aufgabe aller WM-Punkte
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Force India kann aufatmen. Der Rennstall darf beim Großen Preis von Belgien in Spa und auch in der gesamten restlichen Formel-1-Saison 2018 weiter an den Start gehen. Das teilte die FIA am Donnerstagabend offiziell mit.

Formel 1 2018: Alles über Racing Point Force India: (09:10 Min.)

Möglich macht das der formale Neueinstieg mit neuer Startlizenz und mit sofortiger Wirkung nach Artikel 8.1 und 8.2 des Sportlichen Reglements. Somit heißt das Team fortan nicht mehr Sahara Force India F1 Team, sondern Racing Point Force India. Die Änderung wurde bereits in den Startlisten für das Rennwochenende in Spa angepasst.

Die Folge ist, dass das vorherige Sahara-Team sich formal aus der Saison zurückzieht. Für den Neustart muss Force India also nach Artikel 6.2 des Sportlichen Reglements auf alle bislang erzielten WM-Punkte in der Konstrukteurswertung verzichten und wieder bei Null beginnen.

Die FIA habe gemeinsam mit FOM, den Insolvenzverwaltern und dem Team seit Eintritt in die Insolvenz am 27. Juli eng zusammen gearbeitet, um den Übergang als neuer Wettbewerber so reibungslos wie möglich zu gestalten und alle 400 Jobs zu sichern sowie sportlichen Wettbewerb auf höchsten Level zu gewährleisten, heißt es weiter vom Automobilweltverband.

Zuletzt hatte es noch letzte Probleme gegeben, weil das Konsortium um Lawrence Stroll zwar das Team de facto übernommen hatte, die Startlizenz aber noch bei den vorherigen Eignern verblieben war. Dem Rückzug aus der Saison 2018 haben diese nun zugestimmt nachdem die Insolvenzverwalter schon zuvor den Verkauf des Geschäfts und aller seiner Bestände gestemmt hatten.

"Ich begrüße sehr, dass ein starkes und positives Ergebnis erzielt werden konnte und begrüße den Einstieg von Racing Point Force India zur Mitte der Saison", sagt FIA-Präsident Jean Todt. "Jetzt haben wir eine Situation, die die Zukunft all der hochtalentierten Beschäftigen sichert." Chase Carey, CEO der Formel 1 ergänzt: "Wir begrüßen, dass die Lage um Racing Point Force India geklärt werden konnte. Es ist sehr wichtig, dass wir einen vollen Grid mit konkurrenzfähigen Teams in der Formel 1 haben."

"Es war ein sehr komplexer Prozess, aber nach einem kleinteiligen und gründlichen Prozess haben wir jetzt ein erfolgreiches Ergebnis erzielt", so Insolvenzverwalter Geoff Rowley. Teamchef und CEO der neuen Gesellschaft Racing Point UK Limited, Otmar Szafnauer: "Das neue Racing Point Force India Team freut sich, Rennen fahren zu können wenn die Meisterschaft dieses Wochenende in Belgien weitergeht. Das bedeutet ein neues und spannendes Kapitel für uns."


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