Pedro Acosta fällt seit Monaten mit verärgerten Aussagen gegenüber Arbeitgeber KTM auf und die Wechselgerüchte um den Spanier reißen nicht ab. Nun scheint es den Mattighofenern offenbar gereicht zu haben. Am Freitag am Sachsenring äußerte sich der Chef - und von Acosta waren neue Töne zu hören.

Ehe-Vergleich von Pit Beirer: Vinales machts richtig, Acosta nicht

Im Interview mit MotoGP-Boxenreporter Jack Appleyard nahm KTM-Motorsportchef Pit Beirer am Freitag auch zu den ständigen Unruhen rund um Acosta Stellung. Er machte den Standpunkt der Österreicher mit einem Vergleich klar: "Er ist immer noch ein Kind und will das beste Bike, um Leistung zu zeigen. Solange unser Motorrad nicht das Beste ist, werden wir mit seiner Kritik und seinen Flirts mit anderen Leben müssen. Vielleicht brauchst du ein gewisses Alter, um zu verstehen, dass du deine Ehefrau gut behandeln solltest und nicht mit anderen Damen flirten solltest."

Maverick Vinales (Red Bull KTM Tech3)
Maverick Vinales erhielt Lob von Pit Beirer, Foto: Tobias Linke

Wie eine gute 'Ehe' zwischen Fahrer und Hersteller aussieht, macht gerade ein anderer vor: Maverick Vinales. Acostas Landsmann lobte Beirer ausdrücklich: "Maverick hat einen großartigen Job für uns erledigt. Er hat uns im richtigen Moment kritisiert. Du kannst dein Motorrad nur verbessern, wenn die Fahrer sagen, was sie brauchen. Maverick hat da harte Arbeit geleistet, um das Bike auf ein gewisses Niveau zu bringen." Ein klarer Wink mit dem Zaunpfahl: Konstruktive Kritik ist erwünscht, ständige Nörgelei nervt.

Pedro Acosta kündigt nach Standpauke an: Versuche optimistischer zu sein

Offenbar ist die Botschaft mittlerweile bei Pedro Acosta angekommen. Angesprochen auf seine dauerhaft schlechte Laune, gab es neue Töne: "Am Ende kannst du nicht nach etwas hinterhertrauern, was du nicht hast. Es liegt nicht in deiner Hand." Offenbar gab es nicht nur öffentlich im Interview eine Art Standpauke. "Es stimmt, dass sie mir oft gesagt haben, dass ich immer zu negativ war. Das habe ich nun verändert. Es ist Zeit einen guten Fortschritt zu erzielen, aber ich möchte dabei optimistischer sein", verspricht Acosta.

Nach Tod von Borja Gomez: Pedro Acosta attackiert Dorna und FIM (07:08 Min.)

Zumindest am Freitag am Sachsenring hat er dieses Versprechen auch gehalten. Rang fünf im Training war eine gute Leistung. Aber noch bemerkenswerter war sein Fazit dazu: "Wir waren recht konkurrenzfähig in Sachen Pace. Wir wissen wo unser Limit liegt und damit müssen wir Leben. Wir müssen einfach 100 Prozent aus dem Paket rausholen, das wir haben. Wir sollten es nicht überfahren und damit Fehler vermeiden, wie es mir im Rennen in Assen passiert ist." Acosta will also verstanden haben, dass er sein Glück weder einfordern noch erzwingen kann.

Was meint ihr? Lernt Pedro Acosta, die verbale und fahrerische Brechstange abzulegen, oder verfällt er bald wieder in alte Muster? Sagt es uns in den Kommentaren!