Formel 1

Fernando Alonso: Red Bull hat mir Vertrag für 2019 angeboten

Fernando Alonso kehrt der Formel 1 2019 den Rücken. In Spa haut der Spanier raus: Er will ein Angebot Red Bulls gehabt haben! Kuriose Vorgeschichte.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 wird Fernando Alonso ganz sicher sehr vermissen wenn er der Königklasse nach der Saison 2018 den Rücken kehrt. Was für die meisten Experten sowieso schon feststand, macht der McLaren-Pilot bei seiner Rückkehr aus der ominösen Sommerpause, in der er sein Karriereende verkündet hatte, vor dem Belgien GP in Spa noch einmal besonders deutlich.

Denn: Alonso steht eben nicht nur für Schlagzeilen auf der Strecke, sondern sorgt auch abseits davon für große Kontroversen. In Spa lieferte er der Spanier diese jedoch nicht in der unendlich langen FIA-Pressekonferenz, sondern kurz darauf in seinen TV-Interviews. Den Kollegen von Sky Sports F1 UK steckte der Spanier dabei: Er habe für 2019 ein Angebot von Red Bull zur Nachfolge Daniel Ricciardos auf dem Tisch gehabt!

Alonso: Hatte 2018 mehrfach Angebote von Red Bull

"Von einem der drei Top-Teams hatte ich dieses Jahr bereits mehrere Male ein Angebot", sagte Alonso sogar im Wortlaut. Zuletzt eben nach dem überraschenden Wechsel Daniel Ricciardos zu Renault, wie der Spanier auf Nachfrage genauso bestätigte wie die Nachfrage, ob es sich bei dem Team um Red Bull gehandelt habe. Doch Alonso lehnte ab, wie die späteren Fakten beweisen.

Alonso, Sainz & Co: Fahrerwechsel in der Formel 1 2019: (02:01 Min.)

Doch warum nun Kontroverse? Ganz einfach: Unmittelbar nach dem fixen Ricciardo-Aus bei Red Bull gab Teamchef Christian Horner im neuen offiziellen Podcast der Formel 1, 'Beyond The Grid', ein viel beachtetes Interview (Motorsport-Magazin.com) berichtete. Darin schloss der Brite eine Verpflichtung Alonsos kategorisch aus, stichelte sogar gegen den zweifachen Formel-1-Weltmeister.

Red-Bull-Teamchef schloss Alonso-Transfer aus

"Ich habe großen Respekt vor Fernando, er ist ein großartiger Fahrer, ein fantastischer Fahrer. Aber es ist sehr schwer vorstellbar [ihn bei Red Bull zu sehen, Anm. d. Red.], denn er neigt dazu, etwas Chaos zu verursachen, wo auch immer er hinging", sagte Horner. "Ich bin nicht sicher, ob es für das Team die gesündeste Sache wäre, wenn sich Alonso dem Team anschließen würde."

Horner weiter: "Also denke ich, dass unsere Präferenz darin besteht, in die Jugend zu investieren statt einen Fahrer zu nehmen, der fast am Ende seiner Karriere ist." Erstaunlich scharfe Aussagen. Doch wie Alonsos Thesen von Spa nun nahelegen vielleicht doch nicht so erstaunlich, entstanden sie vielleicht aus dem Groll eines gerade erst erfolgten Korbs Alonsos für Red Bull.

Alonso-Reaktion in neuem Licht

Damit nicht genug. Via Twitter reagierte Alonso auf diese Aussagen Horners – einzig und allein amüsiert wie es damals schien. "Auf jeden Fall eine der besten Sachen ever!!! Sommerhit!", twitterte der Spanier. Dem fügte er den Hashtag an: "#fromlastweekNothanks". Genau den hatte kaum jemand verstanden, doch erscheint er nun in einem anderen Licht, könnte meinen: "Das sagst du nur, weil ich letzte Woche 'Nein, danke!' gesagt habe."

Abseits davon bleibt mit Alonsos Absage an Red Bull unter dem Strich nur noch mehr ganz klar der Eindruck: Der Spanier meint es ernst mit dem F1-Aus, hat sich die Tür zwar offen gehalten, aber wirklich nur einen Spalt. Alonso dazu in der PK: "Wie gesagt, ich will die Tür offenlassen. Ich habe keine Kristallkugel. Wer weiß, wie es in der Zukunft weitergeht. Aber gerade denke ich, dass das ein Goodbye ist."


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