Die WEC setzt ihre Saison 2025 knapp einen Monat nach dem Ende der 24 Stunden von Le Mans fort. In der brasilianischen Metropole Sao Paulo wartet das fünfte Rennwochenende des Jahres auf die 18 Hypercars und 18 LMGT3-Boliden. Die acht Hypercar-Hersteller und die GT-Kundenteams nutzten den Trainings-Freitag vorrangig, um sich auf die neu asphaltierte Strecke in Interlagos vorzubereiten.
Porsche hinterließ im Verlauf der beiden Sessions zu je 90 Minuten den besten Eindruck. Der 963-LMDh mit der Startnummer #6 (Kevin Estre, Laurens Vanthoor) führte die Zeitenliste in beiden Trainings bei durchweg trockenen Bedingungen an. Am Nachmittag übernahm Kevin Estre die Spitze des Tableaus mit der schnellsten Rundenzeit in 1:23.508 Minuten. Der deutschsprachige Franzose unterbot die im 1. Training aufgestellte Bestzeit (1:25.176) seines Teamkollegen Laurens Vanthoor deutlich um mehr als eineinhalb Sekunden.
WEC in Sao Paulo: Porsche-Duo vor BMW
Porsche beendete das 2. Training auf dem kurvigen Formel-1-Kurs mit einer Doppelführung: Hinter Spitzenreiter Estre, sortierte sich der #5 963 in den Händen von Julien Andlauer auf der zweiten Position ein. Dem Franzosen fehlten auf seiner schnellsten von 42 Runden 0,104 Sekunden. Platz drei ging wie am Vormittag an BMW, diesmal in Form des #15 M Hybrid V8 (Dries Vanthoor, Sheldon van der Linde, Kevin Magnussen). Raffaele Marciello lag mit 0,110 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz zur deutschen Konkurrenz aus Zuffenhausen.
Hinter dem Viertplatzierten #12 Cadillac V-Series.R, sorgte der #007 Aston Martin beim Streckendebüt des V12-Valkyrie mit P5 für eine kleine Überraschung: Aston-Werksfahrer Harry Tincknell benötigte 1:24.006 Minuten für einen besten Umlauf auf dem 4,309 Kilometer langen Kurs. Der Rückstand des Briten zu Spitzenreiter Estre betrug annähernd eine halbe Sekunde. Mit dem zweiten Aston Martin an achter Stelle gelang es dem britischen WEC-Debütanten erstmals, mit beiden Hypercars in die Top-8 zu fahren.
Zwischen den beiden Aston Martin sortierten sich der #20 BMW (Rene Rast, Marco Wittmann, Sheldon van der Linde) mit WEC-Rückkehrer Marco Wittmann und der #7 Toyota auf den Plätzen sechs und sieben ein. "Wir stehen ziemlich genau dort, wo wir schon die gesamte Saison über liegen", sagte Toyota-Fahrer Nyck de Vries. "Einige unserer Konkurrenten sehen stärker aus als wir."
Der #38 Cadillac um den früheren Formel-1-Weltmeister Jenson Button und der #50 Ferrari 499P (Miguel Molina, Antonio Fuoco, Nicklas Nielsen komplettierten die Top-10 der Zeitenliste im 2. Freien Training.
Schumacher-Alpine außerhalb der Top-10 im Training
Sechs der acht Hypercar-Marken fanden sich mit mindestens einem ihrer Fahrzeuge auf den vorderen zehn Positionen wieder. Nur Alpine und Peugeot verpassten einen Platz in den Top-10. Der #36 Alpine A424 um Mick Schumacher belegte P15 mit 0,953 Sekunden Abstand; direkt davor landete der Schwester-Alpine mit dem Österreicher Ferdinand Habsburg ein. Die frischgebackenen Le-Mans-Sieger aus dem #83 AF-Corse-Ferrari um Robert Kubica, Yifei Ye und Phil Hanson sortierten sich auf P12 ein.
Die drei Stunden Trainingszeit gingen ohne größere Aufreger über die Bühne; ausgenommen eine leichte Kollision zwischen BMW-Werksfahrer Wittmann und einem GT3-Ferrari. Die Sportkommissare beließen es bei einer Verwarnung für Wittmann, der in Sao Paulo für Robin Frijns auf dem #20 BMW einspringt. Der Niederländer weilt stattdessen mit der Formel E und dem Jaguar-Kundenteam Envision in Berlin.
Für die WEC geht es am Samstag mit dem 3. Training (ab 15:10 Uhr MEZ) sowie dem Qualifying am Abend um 19:45 Uhr weiter. Wo und wie ihr die Langstrecken-WM im Free-TV und Livestream verfolgen könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel:



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