BMW beendet seine Hypercar-Partnerschaft mit dem Werksteam RLL zum Ende der IMSA-Saison 2025. Welches Team die LMDh-Prototypen des Münchner Autobauers künftig in der US-amerikanischen Sportwagenmeisterschaft einsetzen wird, ist offiziell noch nicht bekannt. RLL hatte die Betreuung der beiden BMW M Hybrid V8 mit dem Beginn des Projekts Anfang 2023 übernommen.
"Wir bestätigen, dass wir beschlossen haben, unseren Vertrag mit dem BMW M Team RLL für das Hypercar-Programm nicht zu verlängern", teilte BMW am Freitag auf Anfrage von Motorsport-Magazin.com mit. "Momentan sind wir noch nicht an dem Punkt, an dem wir unser Programm für 2026 bekanntgeben können, da wir noch dabei sind, es zu definieren."
Rahal Letterman Lanigan Racing, geführt von Bobby Rahal sowie den Mitbesitzern David Letterman und Mike Lanigan, war bereits seit 2009 als Werksteam für BMW in den USA aktiv. Der Rennstall aus Zionsvolle setzt neben den Hypercars auch die BMW M4 GT3 Evo in der IMSA-Serie ein. "Wir befinden uns in Gesprächen mit RLL über andere Projekte in Nordamerika, da wir unsere Zusammenarbeit mit einem so langfristigen Partner und großen Namen in Nordamerika fortsetzen möchten", hieß es seitens BMW.
BMW in der IMSA: Übernimmt WRT von RLL?
Laut Szenegerüchten könnte das Team WRT in Zukunft die Hypercar-Werkseinsätze von BMW in der IMSA übernehmen. Der belgische Erfolgsrennstall von Vincent Vosse betreut auch in der WEC, die an diesem Wochenende in Sao Paulo gastiert, sowohl die Prototypen als auch die GT3-Fahrzeuge der Münchner. Porsche handhabt es mit seinem globalen Partner Penske Motorsport von US-Ikone Roger Penske ähnlich.
Über die Trennung von BMW und RLL in den USA hatte zuerst das Magazin 'Racer' berichtet. "Wir sind natürlich enttäuscht, dass unsere Partnerschaft mit BMW nach so vielen Jahren, in denen wir mit ihnen viel Erfolg hatten, zu Ende geht", sagte Bobby Rahal dem Portal. "Es war ein Privileg und eine Ehre, BMW auf den Rennstrecken in Amerika und Kanada zu vertreten, und nun ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen."
BMW und RLL verband seit 2009 eine 17-jährige Partnerschaft, beginnend in der American Le Mans Series (ALMS) und dem späteren Wechsel in die IMSA-Serie. 2023 übernahm RLL das prestigeträchtige LMDh-Projekt in der 'GTP' genannten Topklasse, doch die erhofften Erfolge gegen Porsche, Cadillac, Acura und Lamborghini hielten sich in Grenzen.
BMW in der IMSA 2025: Vier Pole Positions - null Siege
Nur zwei IMSA-Siege für BMW-Crews stehen bislang in den USA zu Buche: 2023, als die BMW-Fahrer Nick Yelloly und Connor De Phillippi den Sieg in Watkins Glen nach einer Disqualifikation von Porsche erbten; und 2024, als der Österreicher Philipp Eng und sein Teamkollege Jesse Krohn in Indianapolis gewannen. Cadillac (2023) und Porsche (2024) holten die Konstrukteurs-Meisterschaften.
BMW präsentierte sich über den diesjährigen Winter deutlich erstarkt, sowohl in der IMSA als auch in der WEC. In den USA gelang BMW-Werkspilot Dries Vanthoor das Kunststück, bei den Rennen in Daytona, Sebring, Long Beach und Laguna Seca viermal in Folge die Pole Position zu erobern. Die Siege errang in allen vier Rennen jedoch der deutsche Konkurrent Porsche.
Bei den IMSA-Rennen 2025 setzt BMW auf die Fahrer-Duos Marco Wittmann/Sheldon van der Linde sowie Philipp Eng/Dries Vanthoor. Bei den längeren Rennen wie in Daytona werden die beiden Crews durch weitere BMW-Werksfahrer unterstützt. Drei Rennen in Road America, Indianapolis und Road Atlanta stehen bis zum Saisonende noch aus.



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