Mit Hyundais Luxusableger Genesis Magma Racing begrüßt die WEC zur Saison 2026 einen Neueinsteiger, während Porsche den Stecker gezogen hat. 2027 stoßen mit McLaren und Ford zwei weitere Automobil-Schwergewichte zur Langstrecken-WM hinzu. So viel zu den bekannten Fakten. Im Hintergrund soll unterdessen bei weiteren Herstellern einiges im Gange sein. Motorsport-Magazin.com nimmt die aktuellen Gerüchte rund um die WEC unter die Lupe.

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Gerücht 1: Alpine steht angeblich vor WEC-Aus

Unterschiedliche französische Journalisten und Medien haben in den vergangenen Tagen spekuliert, dass Alpine bald aus der WEC aussteigen könnte, womöglich schon zum Ende der Saison 2026. Derzeit stünden die Motorsport-Programme der Renault-Gruppe, zu der neben Alpine auch Dacia mit seinem jungen Dakar-Projekt gehört, unter interner Beobachtung. Der neue Renault-CEO Francois Provost, seit Juli 2025 Nachfolger des Motorsport-affinen Luca de Meo, habe angeblich kein allzu großes Interesse am Rennsport.

Zudem stehe die Zukunft der altehrwürdigen Motorenschmiede in Viry-Chatillon nach dem Ende des Formel-1-Programmes - Alpine wechselt 2026 als Kunde zu Mercedes-Motoren - in den Sternen: zu viele Mitarbeiter bei zu geringer Auslastung. Hier wurde zuletzt nur noch der Motor für Alpines LMDh-Hypercar entwickelt. Laut einem Bericht von The Race sollen obendrein Bruno Famin, früher Formel-1-Teamchef von Alpine und zuletzt Motorsportchef der Franzosen, und der stellvertretende Alpine-Motorsportdirektor Francois Champod vor dem Abschied stehen.

Gerücht 2: Acura steigt endlich in die WEC ein

Alpine geht - Acura kommt? Laut internationalen Medienberichten soll Honda, Acuras Mutterkonzern in den USA, so sehr wie nie zuvor mit einem Einstieg in die WEC liebäugeln. Seit 2023 ging der Acura ARX-06 auf Basis des LMDh-Reglements ausschließlich in der US-amerikanischen IMSA-Serie an den Start - dabei wäre er unter passenden Voraussetzungen für ein Engagement in der WEC zugelassen.

Angeblich steht ein WEC-Einstieg unter dem Banner der Marke Honda schon zur Saison 2027 zur Debatte. Grundsätzliches Interesse seitens der Honda Racing Corporation (HRC) besteht seit längerer Zeit, jetzt soll es angeblich konkrete Pläne geben.

Demnach könnte eines der beiden vorgeschriebenen Autos von Inter Europol Competition eingesetzt werden. Der polnische Rennstall, der sich zu einem der besten LMP2-Teams der Welt gemausert hat, müsste in diesem Fall ein gewisses Budget mitbringen. Der zweite Acura/Honda würde unterdessen vornehmlich von HRC-Personal eingesetzt. Auf dieses Modell greift Acura aktuell auch in der IMSA mit dem Team Meyer Shank Racing zurück.

Acura bei den 24 Stunden von Daytona
Acura startet mit dem ARX-06 ausschließlich in der IMSA-Serie, Foto: MAGO/Icon Sportswire

Gerücht 3: McLaren strebt Einstieg in IMSA-Serie an

McLaren steigt 2027 neben Ford als neue Marke in die WEC ein. Auffällig: Von einem zusätzlichen Prototypen-Programm in der IMSA war zumindest in offiziellen Schreiben bisher keine Rede. Neben McLaren-Boss Zak Brown war zuletzt beim IMSA-Saisonauftakt, den 24 Stunden von Daytona, auch der neue LMDh-Projektleiter James Barclay zu Gast. Der Wunsch nach einem zukünftigen Engagement in den USA sei durchaus vorhanden, versicherte der frühere Formel-E-Teamchef von Jaguar.

Brown bestätigte in Daytona die grundsätzliche Absicht, mit den McLaren-LMDh in beiden Serien an den Start gehen zu wollen: "Es geht Schritt für Schritt - nicht anders als bei den anderen. Wir haben die Formel 1 erst in eine gute Position gebracht, bevor wir in die IndyCar eingestiegen sind. Dann mussten wir Formel 1 und IndyCar erst in eine gute Position bringen, bevor wir in die WEC gegangen sind. Der Wunsch, hier (in der IMSA; d. Red.) zu sein, ist groß."

Frühestens 2028 erscheint ein IMSA-Einstieg von McLaren realistisch zu sein. Während in der WEC das Team United Autosports um Mitbesitzer Brown für die Renneinsätze zuständig ist, könnte dann in der IMSA ein anderes Team übernehmen: RLL, zuletzt langjähriges US-Werksteam von BMW, fährt seit dieser Saison mit GT3-McLaren in der IMSA und strebt nach einer Rückkehr in die Topklasse. In Deutschland ist Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) inzwischen bekannt als Mick Schumachers neues IndyCar-Team.

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