"Ich bin der unglücklichste Fahrer der Welt!", beklagte sich Fernando Alonso noch vor zwei Wochen in Imola. Am Sonntag strahlte der Asturier wie die spanische Sonne über dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Der Aston-Martin-Fahrer konnte beim Großen Preis von Spanien zum ersten Mal in der Formel-1-Saison 2025 ein Rennen in den Punkterängen beenden. Es ist ein Lebenszeichen des Spaniers, auf das seine Fans sehnlichst gewartet hatten.
"Jetzt können wir die Frage nächsten Donnerstag endlich hinter uns lassen", scherzte Alonso über das anhaltende Medieninteresse an seiner bisherigen Punktelosigkeit. Dabei sah es am Anfang des Spanien GPs nicht nach einem Top-10-Ergebnis für den Lokalmatador aus. Beim Start kam der Aston-Martin-Pilot gut weg, musste sich jedoch gegen einen starken Nico Hülkenberg verteidigen und verlor seine zehnte Position an den Sauber-Fahrer.
Dann kam der Schock-Moment in Runde 14: In Kurve 5 verbremste sich Alonso und rutschte mit seinen abgefahrenen Soft-Reifen ins Kiesbett. "Ich hatte hohen Verschleiß an den Vorderreifen, besonders vorne links. Der war nach sieben Runden schon fertig", beschwerte sich der Spanier nach dem Rennen. Er schaffte es, seinen AMR25 wieder auf die Strecke zu hieven, verfehlte dabei aber den vorbeifahrenden Racing Bull von Liam Lawson um nur wenige Zentimeter. Die Aktion wurde von den Stewards notiert, Strafe kassierte Alonso aber keine.

Aston Martin: Fehlender Top-Speed in Barcelona
Trotz seines guten Endergebnisses war Fernando Alonso nicht ganz zufrieden: "Ich habe mich gestern viel wohler gefühlt als heute. An Samstagen sind wir konkurrenzfähig, an Sonntagen scheinen wir einen Schritt zurückzumachen. Wir müssen definitiv etwas ändern, um das Auto mehr für das Rennen auszulegen", fand der 43-Jährge kritische Worte für die Performance des AMR25.
Als größtes Problem sieht Fernando Alonso den fehlenden Top-Speed des Aston-Martin-Boliden. Das führte dazu, dass er einen Großteil seiner Überholmanöver nicht auf der mehr als einen Kilometer langen Start/Ziel-Geraden machen konnte. "Ich habe meistens außen in Kurve 3 überholt, nicht der normalste Platz dafür. Aber wir müssen diese Manöver erfinden, weil wir auf der Geraden so viel Pace verlieren. Wir schaffen es nicht, wie alle mit DRS zu überholen. Daran müssen wir arbeiten", meinte Alonso und verwies darauf, dass die gleiche Situation schon in Imola aufgetreten sei.
Zumindest ein Überholmanöver auf der längsten Geraden des Formel-1-Kalenders gelang ihm, als er in der vorletzten Runde des Grand Prix an Liam Lawson vorbeiging und sich damit auf den zehnten Platz vorschob. Nach der 10-Sekunden-Strafe von Max Verstappen konnte sich der Spanier auf Platz neun sogar über zwei WM-Punkte freuen: "Beim ganzen Team werden die Schultern ein bisschen leichter. Wir haben gepunktet und unser Auto schafft es jetzt regelmäßig ins Q3. Diesen Schwung müssen wir mitnehmen", zählte Alonso das Positive auf.
Sich weiterhin zu verbessern und zu punkten ist jetzt besonders wichtig für das Team aus Silverstone, da sie ihre Position in der Konstrukteurswertung an Sauber verloren haben. Nico Hülkenberg ging beim Großen Preis von Spanien als Fünfter über die Ziellinie und verdrängte Aston Martin damit auf den neunten Platz.
Das Rennen in Barcelona beschert der Formel-1-Welt wieder allerlei Gesprächsstoff. Was war bei Verstappen und Red Bull los? Wie schaffte Hülkenberg ein Top-5-Ergebnis? Wo war überhaupt Lance Stroll? Christian hat alle Antworten für euch im Video!



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