Fernando Alonso und der Circuit of the Americas hatten bisher eine durchwachsene Beziehung. Im Debütjahr der Formel-1-Strecke 2012 stand er auf dem Podium, seither beendete der Routinier vier der zehn Großen Preise der USA, an denen er teilnahm, nicht. 2025 scheint bislang ein gutes Jahr in der Beziehung des Spaniers mit der US-amerikanischen Rennstrecke zu sein, denn auf einen vierten Platz im ersten und einzigen Freien Training folgte ein sechster Platz im Sprint-Qualifying.

"Ich bin sehr glücklich. Der sechste Platz ist eines unserer besten Qualifyings des Jahres", freute sich der Aston-Martin-Pilot. Ein besseres Ergebnis fuhr er nur in Imola und Ungarn ein. "Wir haben in Q1 und Q2 gute Runden abgeliefert und in Q3 die Chance genutzt und unsere Performance maximiert." Sowohl im ersten als auch im zweiten Qualifying-Segment konnte sich Alonso gegen das restliche Mittelfeld durchsetzen, doch an die Spitzengruppe kam er nie heran.

Er sicherte sich den sechsten Startplatz für den Sprint mit nur einer Tausendstelsekunde Vorsprung auf seinen Landsmann Carlos Sainz. Dass er seine Position verteidigen und den Williams-Piloten sowie die abgeschlagenen Ferraris (P8 und P10) für 19 Runden aufhalten kann, bezweifelt Alonso: "Das wird tough. Wir wissen, dass sie vor uns sein sollten, aber wir werden versuchen, sie so lange wie möglich hinter mir zu halten. Wir werden sehen, ob wir im Sprint punkten können."

Alonso: 2025 ist Saison zum Vergessen

Der sechste Platz im Sprint-Qualifying fühlt sich für Alonso wie ein Sieg an. Denn anders als der 2023er-Bolide ist der AMR25 kein Auto für Podien. Generell verläuft die Saison nicht so, wie sich Aston Martin erhoffte. In der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft ist der Fünftplatzierte von 2024 auf Platz sieben abgerutscht und muss sich mit Williams, den Racing Bulls und Sauber um jeden Punkt duellieren. Für den zweifachen Weltmeister ist ein Top-8-Ergebnis in der Fahrer-Wertung unrealistisch.

"Wir haben Höhen und Tiefen so wie jedes andere Team. Aber 2025 wird keine Saison sein, an die wir uns zurückerinnern. In Bezug auf unsere Punkte, auf unsere Performance", so Alonso. Trotz der enttäuschenden Resultate ist er zufrieden mit seinen bisherigen Leistungen, besonders im Qualifying. Seine durchschnittliche Startposition in dieser Saison ist Platz 10. Seinen Teamkollegen Lance Stroll hatte er in der Zeitenjagd bis auf den Sprint in China fest im Griff.

"Ich bin happy damit. In den Rennen fallen wir oft in unsere natürlichen Positionen zurück. Aber wir pushen weiter und ich fühle mich frisch, motiviert. Ergebnisse wie diese [Sprint-Qualifying in Austin, Anm. d. Red.] geben mir einen extra Schub", versicherte der 44-Jährige.

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