Fernando Alonso lässt sich beim Spanien Grand Prix feiern, als wäre er ein drittes Mal Weltmeister geworden. Im 3. Freien Training und im 2. Qualifying-Segment fuhr der Asturier früh auf die Strecke, drehte eine Ehrenrunde um den Circuit de Barcelona-Catalunya, winkte den zahlreichen Fans zu und kam wieder an die Box. Erinnerungen an seine WM-Saisons 2005 und 2006 mit Renault kamen auf. Nur: Am Ende stand diesmal kein Weltmeistertitel, sondern ein 10. Startplatz für das Formel-1-Rennen vor den Toren der katalanischen Hauptstadt.
"Es war nicht viel mehr drin, ich habe das Maximum herausgeholt", bewertete Alonso seine einzige Runde im Q3. Seine Zeit reichte für den fünften Platz, doch die Konkurrenz legte mit einem zweiten Anlauf nach und verdrängte den Lokalmatador bis auf P10 - den letzten Platz in den Top-10. "Im dritten Qualifying-Segment entscheidet eine Zehntelsekunde, ob du auf dem siebten oder zehnten Platz bist. Wir waren am Ende dieser Spanne", resümierte der 43-Jährige den Nachmittag in Barcelona.
Alles in allem ist Alonso sehr glücklich über den bisherigen Verlauf seines Heimwochenendes. Besonders erfreut war er, dass die bereits in Imola eingebauten Updates am AMR25 Wirkung zeigten. Aston Martin brachte vor zwei Wochen ein umfangreiches Aerodynamik-Paket (Unterboden, Diffusor, Motorenabdeckung, Halo und Heck) nach Italien.
Doch seither gab es keine definitive Bestätigung, dass die neuen Teile für die verbesserte Performance verantwortlich waren. "In Imola haben wir [im Qualifying] die Medium-Reifen benutzt und Monaco ist sehr speziell. Barcelona war die Stunde der Wahrheit, davor wussten wir nichts. Das Ergebnis ist positiv, das Auto hat sich echt verbessert", zeigte sich Alonso zufrieden.
Nach dem katastrophalen Ergebnis in Miami sei das Update ein Schritt in die richtige Richtung, ist sich der Aston-Martin-Pilot sicher: "Es nimmt ein bisschen Last von den Schultern. Wir haben jetzt ein Auto, das auf einer normalen Rennstrecke um das Weiterkommen ins Q3 kämpfen kann." Tatsächlich schaffte es Alonso seit dem Großen Preis der Emilia-Romagna immer ins dritte Qualifying-Segment, davor kam er nie über Q2 hinaus.
Alonso nach Qualifying in Barcelona: Punkte gut, aber kein Muss
Mit einem Start von Position zehn sind für Alonso beim Heimspiel die ersten WM-Punkte des Jahres in Reichweite. Sollte er den neunten Saisonlauf der Formel-1-Saison am Sonntag jedoch ohne Zähler beenden, wäre 2025 das schlechteste Jahr seiner Karriere seit seiner Rookie-Saison 2001. Doch der Mann mit den meisten Grand-Prix-Starts in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports sieht die Situation gelassen: "Klar, es wäre toll für die Fans und das Team. Aber ich bin nicht in der Phase, in der ich auf die Punkte schielen muss", ließ sich der Aston-Martin-Fahrer auch vom Heimpublikum nicht unter Druck setzen.
Alonso selbst sieht keine Garantie für ein Top-10-Ergebnis beim Großen Preis von Spanien. Durch ein paar Umbauten ist der Circuit de Barcelona-Catalunya nicht mehr so überholfeindlich wie früher und die Konkurrenz lauert direkt hinter ihm. Alex Albon auf dem elften Startplatz hat noch einen zusätzlichen frischen Satz der Soft-Reifen, da er bereits im Q2 ausgeschieden ist. "Es gibt fünf bis sechs Autos, die es auf die letzten drei Punkteränge schaffen könnten", prognostiziert Alonso. Umso wichtiger wird die richtige Strategie für das Rennen.
Nur ein Aston Martin beim Großen Preis von Spanien: Fernando Alonsos Teamkollege, Lance Stroll, nimmt aus medizinischen Gründen nicht am Rennen in Barcelona teil. Die Details gibt es im Artikel:



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