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Formel 1 / Interview

Pascal Wehrlein nach Österreich GP: Sauber in Ungarn eine Sekunde schneller

Pascal Wehrlein erlebte in Österreich nicht sein glücklichstes Wochenende. Motorsport-Magazin.com berichtet der Sauber-Fahrer, was ihn trotzdem versöhnt.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - In Anbetracht des Wochenendes war es für dich doch fast ein einigermaßen versöhnliches Ende oder?
Pascal Wehrlein: Ja ... was heißt versöhnlich? Ein Rennen ohne Probleme. Wir sind jetzt auf den alten Motor von den ersten Rennen zurück. Der hat aber einwandfrei funktioniert. Das war auch der Motor, den wir beim letzten Rennen drin hatten. Somit habe ich keine Probleme gehabt. Das Rennen war aus meiner Sicht am Ende eigentlich ziemlich langweilig. Hülkenberg war fünf Sekunden vor mir, aber ich hatte keine Chance, ihn einzuholen. Ich habe jede Runde gepusht, aber ich konnte nicht näher kommen. Hinter mir war Ericsson - 23 Sekunden. Für mich also ein einsames Rennen, nicht besonders spannend.

Erzähl' doch mal wie es am Start für dich ablief. Du bist ja aus der Boxengasse gestartet. Warst du da vielleicht ganz froh, dass du da nicht involviert warst in Kurve eins?
Pascal Wehrlein: Nein, ich starte gerne aus dem Grid. Für uns ist momentan nämlich die einzige Möglichkeit, Positionen gut zu machen und Zweikämpfe zu haben. Dem Feld die ersten Runden nur hinterherzufahren ist ... naja.

Wie bist du dann an Marcus vorbeigekommen?
Pascal Wehrlein: Ich habe ja ständig aufgeholt. Irgendwann kam er dann zu weit aus einer Kurve und dann habe ich ihn überholt.

Heute war es eindeutig, dass ich zumindest im Vergleich zu Marcus eine deutlich bessere Pace gehabt habe.
Pascal Wehrlein

Die Racepace sah aber schon versöhnlicher aus als die Qualifying-Pace?
Pascal Wehrlein: Nein, würde ich so nicht sagen. Mein Qualifying gestern kann man nicht als Referenz nehmen - mit den Motorproblemen, die ich hatte. Ich denke heute war es eindeutig, dass ich zumindest im Vergleich zu Marcus eine deutlich bessere Pace gehabt habe dieses Wochenende. Aber zufriedenstellend ist das trotzdem nicht.

Habt ihr den überarbeiteten Dämpfer an der Hinterachse dieses Wochenende komplett eingesetzt?
Pascal Wehrlein: Nein, auch nur Freitag.

Also war es wieder kein Schritt nach vorne?
Pascal Wehrlein: Es hat nicht so funktioniert.

Wehrleins große Ungarn-Hoffnung

Silverstone kommt als nächstes. Dein Ausblick - auch nicht so eure Strecke?
Pascal Wehrlein: Ja, Silverstone wird schwierig. In Budapest bekommen wir eigentlich rundum ein neues Auto. Das Team verspricht sich da fast eine Sekunde Performance. Darauf bin ich sehr gespannt. Budapest könnte allgemein ein sehr gutes Rennen für uns werden, weil wir dann ein besseres Auto haben. Eine Sekunde ist ein riesiger Schritt. Wenn es eine Sekunde besser werden kann, dann wird es ganz gut werden, glaube ich. Bis dahin müssen wir jetzt überbrücken.

In Silverstone fällt dann wahrscheinlich doch wenigsten das Problem mit den Reifen weg. Wegen der vielen schnellen Kurven sollten sich die Reifen doch schnell aufwärmen lassen. Das sollte kein Problem sein oder?
Pascal Wehrlein: Ja. Und die Runde ist auch ein bisschen länger.

In Budapest bekommen wir rundum ein neues Auto. Das Team verspricht sich da fast eine Sekunde.
Pascal Wehrlein

Wie sieht es aus mit dem Motor? Du hast gesagt, du musstest jetzt einen alten einsetzen. Weiß du, ob die Teile, die hier ersetzt wurden, weg sind aus deinem Kontingent und du mit einer Strafe rechnen musst?
Pascal Wehrlein: Nein, mit einer Strafe rechne ich nicht. Aber ich hoffe, dass ich in Silverstone den neuen Motor fahren kann, der eine andere Ausbaustufe ist. Ich glaube der Turbo ist ein anderer, als der, den wir momentan drin haben. Der hat einfach ein bisschen mehr Performance.


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