Portrait
Nachdem der Ungarn-GP ab 1986 zum festen Bestandteil des Formel-1-Rennkalenders wurde, versuchte sich 1990 auch die Motorrad-WM an einem Grand Prix am Hungaroring bei Budapest. 1992 folgte noch ein zweites Rennen, danach verschwand das osteuropäische Land aber wieder aus den Plänen von MotoGP-Promoter Dorna. Erst ab Mitte der 2000er-Jahren wurden immer wieder Versuche unternommen, den Ungarn-GP zurück in den Rennkalender zu holen. Diese scheiterten jedoch allesamt, erst mit dem Balaton Park Circuit wurde zur Saison 2025 ein passender Austragungsort gefunden.
Das Layout des Balaton Park Circuits
Nachdem der Balatonring 2009 in die Insolvenz rutschte und nie fertiggestellt werden konnte, wurde 2015 mit dem Bau des Balaton Park Circuits ein neuer Anlauf begonnen, am Ufer des Plattensees eine Grand-Prix-Strecke zu etablieren. Der Kurs, an dessen Errichtung Ex-Rennfahrer Chanoch Nissany federführend beteiligt war, wurde im Jahr 2023 eröffnet und sollte 2024 von der Superbike-WM feierlich eingeweiht werden. Die Premiere fiel jedoch flach, weil nötige Streckenumbauten zur Gewährleistung der Sicherheit nicht rechtzeitig fertig wurden.
Im Frühling 2025 erfolgten die Anpassungen des Streckenlayouts dann, die ursprünglichen Highspeedkurven sieben und elf wurden in Schikanen umgebaut und dadurch entschärft. Die seither nur noch 4,075 Kilometer lange Piste verfügt so insgesamt über insgesamt 17 Kurven, wobei es zehn Mal nach links und sieben Mal rechts herum geht. Die längste Gerade kommt nur mit einer Länge von 665 Metern daher, weshalb Topspeed am Balaton Park Circuit keine große Rolle spielt und auch Überholen alles andere als einfach ist.

Die Statistik zum Ungarn-GP
2025 wurde das erste und bislang einzige Rennwochenende der MotoGP am Balaton Park ausgetragen. Es stand klar im Zeichen von Marc Marquez, der sich nicht nur die Pole Position, sondern auch beide Siege in Sprint und Grand Prix sicherte. Ducati ist damit auch der einzige bislang siegreiche MotoGP-Konstrukteur am Plattensee.
