Manuel Gonzalez bleibt der Mann der Stunde in der Moto2! Der Pilot vom deutschen Intact-GP-Rennstall gewinnt nach Barcelona und Mugello auch am Balaton Park und feiert damit erstmals in seiner Grand-Prix-Karriere drei Rennsiege in Serie. Filip Salac hält lange mit, muss sich letztlich aber um 1,552 Sekunden geschlagen geben. Für ihn ist es der erste Podiumsbesuch seit Motegi 2024. Senna Agius komplettiert die Top-Drei, Vorjahressieger David Alonso wird Vierter vor Teamkollege Daniel Holgado. Izan Guevara schafft nach einer Longlap-Penalty nur Platz sechs.

In der Weltmeisterschaft hält Gonzalez nun bei 154,5 Punkten. Damit vergrößert er seinen Vorsprung auf Guevara auf 49,5 Punkte. Celestino Vietti, im Ungarn-GP nur Siebter, liegt 52,5 Punkte zurück.

Moto2 in Ungarn: Der Rennfilm

Die Startaufstellung: 1. Guevara, 2. Salac, 3. Agius, 4. Gonzalez, 5. Escrig, 6. Holgado, 7. Veijer, 8. Lopez, 9. Alonso, 10. Munoz, 11. Baltus, 12. Vietti, 13. Van den Goorbergh, 14. Rueda, 15. Arbolino, 16. Canet, 17. Ferrandez, 18. Ortola, 19. Sasaki, 20. Furusato, 21. Lunetta, 22. Roberts, 23. Öncü, 24. Zurutuza, 25. Garcia, 26. Roulstone, 27. Huertas, DNS Piqueras

Start: Izan Guevara kommt nicht ideal weg, produziert einen kleinen Wheelie. Dennoch sieht es zunächst danach aus, als würde er als Erster in Kurve eins einbiegen. Dann kommt von hinten aber Alonso Lopez, der sich komplett verbremst hat. Guevara muss aufrichten, Filip Salac schlüpft durch und übernimmt die Führung. Hinter ihm und Guevara sortieren sich Manuel Gonzalez, Senna Agius, Alex Escrig, Daniel Holgado und Collin Veijer ein.

Runde 1/22: In Kurve zwei gibt es die ersten Positionsänderungen: Gonzalez holt sich Rang zwei von WM-Rivale Guevara, Holgado Platz fünf von Escrig.

In Kurve zwölf stürzt dann Aron Canet aus dem Rennen.

Runde 2/22: Polesitter Guevara mit schwacher Anfangsphase, er fällt auch hinter Agius und Holgado zurück. Nur noch Platz fünf!

Runde 3/22: David Alonso holt sich Rang sechs von Escrig, der kurz danach auch noch Veijer passieren lassen muss.

Runde 4/22: Guevara kommt wieder an Holgado vorbei, erhält wenig später aber eine Longlap-Penalty! Er soll beim Rennstart zu sehr in den Weg von Salac gezogen haben.

In Kurve drei kracht es derweil: Ivan Ortola räumt Daniel Munoz ab. Die Stewards kündigen eine Untersuchung nach dem Rennen an, das könnte für Ortola also noch Konsequenzen in Form einer Strafe für den Tschechien-GP (19. bis 21. Juni) nach sich ziehen.

Runde 7/22: Nächster Sturz: Veijer verabschiedet sich in Kurve fünf. Guevara absolviert unterdessen seine Longlap und sortiert sich hinter dem Aspar-Duo um Holgado und Alonso auf Rang sechs wieder ein.

Runde 10/22: Celestino Vietti wieder einmal mit guter Aufholjagd. Er ist an Escrig und Lopez vorbei auf Rang sieben angelangt. Zu Guevara vor ihm fehlen aber schon mehr als drei Sekunden.

Runde 12/22: Führungswechsel in Kurve neun! Gonzalez drückt sich an Salac vorbei.

Runde 15/22: Barry Baltus und Xabi Zurutuza müssen einmal durch die Longlap, weil sie die Tracklimits zu oft verletzt haben. Sie liegen aber ohnehin nur auf den Plätzen 12 und 22.

Runde 17/22: Vorjahressieger Alonso dreht auf und übernimmt nach rundenlangem Anlauf Rang vier von Aspar-Teamkollege Holgado. Zu Agius und dem Podium fehlen drei Sekunden.

Runde 21/22: Zurutuza rollt mit einem technischen Defekt aus.

letzte Runde 22/22: Gonzalez fährt dem nächsten Sieg entgegen, Salac hat jetzt deutlich Tempo rausgenommen und abreißen lassen. Alonso drückt derweil nochmal gewaltig gegen Agius, ist fast dran.

Zieleinlauf: Gonzalez gewinnt den Ungarn-GP! Salac steht als Zweiter erstmals seit fast zwei Jahren wieder auf dem Moto2-Podium. Agius rettet Platz drei gerade noch über die Linie, Alonso wird mit vier Zehnteln Rückstand Vierter. Rang fünf geht an Holgado, Polesitter Guevara folgt als Sechster. Vietti holt Platz sieben vor Lopez, dann Alberto Ferrandez mit seinem bislang besten Moto2-Resultat als Neunter.

Tony Arbolino komplettiert die Top-10, Jose Antonio Rueda darf sich als Elfter ebenfalls über sein bestes Moto2-Ergebnis freuen. Baltus kommt als Zwölfter über den Zielstrich. Die letzten Punkte gehen dann noch an Zonta van den Goorbergh (13.), Taiyo Furusato (14.) und Joe Roberts (15.).