Marc Marquez komplettiert sein perfektes MotoGP-Wochenende in Ungarn! Nach Pole Position und Sprintsieg am Samstag gewinnt er auch den Grand Prix am Sonntag. Für diesen Sieg muss er aber mächtig kämpfen, Pedro Acosta liefert ihm ein knallhartes Duell. Francesco Bagnaia komplettiert das Podium.
Jorge Martin verursacht einen Startunfall mit Marco Bezzecchi, Fabio Di Giannantonio, Raul Fernandez und Fermin Aldeguer. Nur Di Giannantonio kann weiterfahren und rettet vier Punkte.
In der MotoGP-Fahrerwertung ändert sich an der Spitze somit nichts. Bezzecchi liegt weiterhin 20 Punkte vor Martin. Di Giannantonio verkürzt auf 42 Zähler Rückstand. Acosta fehlen 48 Punkte, Marc Marquez nur noch 72.
MotoGP Ungarn: Der Rennfilm
Die Startaufstellung: 1. M. Marquez, 2. Acosta, 3. Aldeguer, 4. Di Giannantonio, 5. Bagnaia, 6. Bezzecchi, 7. R. Fernandez, 8. Martin, 9. Marini, 10. Ogura, 11. Moreira, 12. Miller, 13. Mir, 14. Bastianini, 15. Quartararo, 16. Lecuona, 17. Binder, 18. Razgatlioglu, 19. Morbidelli, 20. Rins, 21. Vinales, 22. Crutchlow
Start: Drama in Kurve eins! Jorge Martin verbremst sich völlig und löst eine Massenkarambolage. Er crasht zusammen mit Teamkollege Marco Bezzecchi, Fabio Di Giannantonio, Raul Feranndez und Fermin Aldeguer. Für vier Fahrer ist das Rennen vorbei, Di Giannantonio kann am Ende des Feldes weiterfahren. Martin und Bezzecchi müssen in das Medical-Center. Die Stewards untersuchen den Vorfall.
Marc Marquez führt nach diesem Chaos vor Pedro Acosta, Francesco Bagnaia, Luca Marini, Jack Miller, Fabio Quartararo und Diogo Moreira.
Runde 2/26: Acosta führt! Der KTM-Fahrer, der im Gegensatz zu Marquez auf den Soft-Hinterreifen setzt, bremst sich in Kurve fünf vorbei.
Marini patzt und verliert Platz vier an Miller.
Runde 4/26: Acosta macht an der Spitze mächtig Tempo und hat bereits eine Sekunde Vorsprung auf Marquez herausgefahren.
Runde 6/26: Enea Bastianini geht im Kampf um Platz sechs in Kurve eins weit, schneidet dann auf die Ideallinie zurück und kracht in die Honda von Joan Mir. Beide Fahrer bleiben sitzen, die Stewards untersuchen aber auch diesen Vorfall und sprechen eine Longlap-Penalty gegen Bastianini aus.
Runde 7/26: Marc Marquez scheint den Medium-Hinterreifen nun in sein Arbeitsfenster gebracht zu haben. Er war in der letzten Runde um sieben Zehntelsekunden schneller als Acosta!
Runde 9/26: Acosta kann nun gegenhalten und fährt praktisch identische Rundenzeiten zu Marquez. Der Abstand bleibt konstant im Bereich von rund 0,7 Sekunden.
Runde 11/26: Marini ist wieder an Miller vorbei auf Rang vier. Dahinter hat sich ein mächtiger Zug mit Moreira, Mir, Ai Ogura, Iker Lecuona, Toprak Razgatlioglu und Bastianini gebildet.
Runde 12/26: Marquez zieht das Tempo nun weiter an. Er drückt den Rückstand gegenüber Acosta auf unter eine halbe Sekunde.
Runde 13/26: Halbzeit! Acosta führt nur noch 0,213 Sekunden vor Marquez.
Runde 14/26: Marquez attackiert Acosta in der Schikane von Kurve 9/10 ist wieder in Führung. Acostas Konter lässt aber nicht lange auf sich warten, er schlägt in Turn 11 zurück.
In Kurve 15 wagt Marquez den nächsten Angriff, es kommt zur Berührung doch Acosta behält erneut die Oberhand.
Runde 15/26: Nächste Attacke von Marquez! Er versucht es wieder mit dem Manöver in Kurve neun und dieses Mal kann er sich vorne halten. Marquez führt!
Joan Mir stürzt in Kurve elf aus dem Rennen. Er war Achter.
Runde 16/26: Marquez dreht nun richtig auf, schraubt den Vorsprung sofort auf über eine Sekunde.
Runde 19/26: Marquez und Acosta fahren jetzt wieder praktisch identische Pace. Der Abstand beträgt rund 1,2 Sekunden.
Runde 20/26: Marquez sucht die Entscheidung. Er fährt die Schnellste Rennrunde und nimmt Acosta in einem Umlauf über eine halbe Sekunde ab.
Runde 25/26: Ogura schnappt sich mit einmal mehr starker Pace am Rennende Platz vier von Marini.
Ziel: Marquez gewinnt schlussendlich souverän mit 1,3 Sekunden Vorsprung auf Acosta, Bagnaia wird mit über elf Sekunden Rückstand Dritter. Ogura holt Platz vier vor Marini und Moreira. Gresini-Ersatzmann Lecuona wird sensationell Siebter vor Miller, Bastianini und Binder. Toprak Razgatlioglu holt P11. Di Giannantonios Aufholjagd nach dem Startcrash endet auf Platz 12. Die letzten Punkte gehen an Alex Rins, Franco Morbidelli und Maverick Vinales.
Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Ungarn
Marc Marquez (Sieger, Ducati):
"Ich bin überglücklich. Dieser Sieg hat mich viel gekostet. Nach dem, was letztes Jahr passiert ist (der Unfall und die Verletzung in Indonesien, Anm. d. Red.), da sah man, wie der Sport ist. Von einen Tag auf den anderen kann sich alles ändern. Ich habe das schon 2020 (in Jerez, Anm. d. Red) erlebt und letztes Jahr wieder. Aber erneut sind wir nun zurück. Daran haben wir hart gearbeitet. Es gab einige Schwierigkeiten zu Saisonbeginn, aber ich wusste, dass ich hier eine große Chance auf den Sieg haben würde. Am Freitag war das Gefühl noch nicht perfekt, aber am Samstag ist dann ein großer Fortschritt gelungen. Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die an mich geglaubt haben. Danke an die Ärzte und Physios. Das waren viel Stunden Arbeit zu Hause. Der Preis war hoch, aber ich bin glücklich über mein erneutes Comeback."
Pedro Acosta (Zweiter, KTM):
"Wir haben alles versucht. Es war ein großartiger Kampf und ich hoffe, es hat allen zuhause gefallen. Wir versuchen einfach, die 100 Prozent aus unserem Paket rauszuholen. Die Pace war gut und das Qualifying war auch gut. Das waren jetzt zwei Podien hintereinander. Damit bin ich recht zufrieden und auch das Team ist es. Letztes Jahr war das hier kein leichtes Wochenende. Jetzt kann ich entspannter nach Hause fahren, um mich für Brünn zu erholen."
Francesco Bagnaia (Dritter, Ducati):
"Zum Glück habe ich beim Loslassen der Kupplung ein wenig durchdrehende Räder gehabt. Dadurch hatte ich keinen guten Start. Als ich dann anbremste, da tauchte etwas hinter mir auf. Es war Martin, der mit doppelt so viel Geschwindigkeit ankam. Vielleicht war er zu weit innen und blockierte die Front. Der Asphalt ist hier sehr rutschig. Von da an wusste ich, dass es nicht mein Rennen war, gegen die ersten beiden zu kämpfen. Nach einigen Runden sah ich, dass der Vorsprung auf Rang vier schon über drei Sekunden groß war. Also wollte ich das in Ruhe nach Hause bringen. Das war mir genug. Heute hatte ich nicht den Speed der ersten beiden und ich hatte auch schon mehr als genug Glück."



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