MotoGP

MotoGP Phillip Island 2017: Reaktionen zum Qualifying

Marc Marquez schnappte sich die Pole Position zum MotoGP-Rennen auf Phillip Island. Das sagten Marquez, Rossi und Co. zum Qualifying-Samstag in Australien:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Auf dieser Strecke hilft es extrem, wenn man einen Windschatten hat. In meinem ersten Run habe ich gleich voll gepusht, aber Iannone und Miller konnten direkt hinter mir praktisch dieselben Zeiten fahren. Mir war klar, dass ich im zweiten Run aber noch einmal zulegen kann. Ich habe versucht, so auf die Strecke zu kommen, dass ich nicht im Verkehr bin. Okay, hinter mir waren ein paar Fahrer, aber nach vorne hatte ich zum Glück freie Bahn und konnte die Pole holen. Ich fühle mich gut, meine Pace stimmt. Jetzt müssen wir nur abwarten, wie das Wetter am Sonntag wird."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Die Reifen haben sich heute Nachmittag ganz anders verhalten als bisher. Vor allem mit dem zweiten Soft war das Motorrad viel besser. Es ist aber dennoch ein schwieriges Wochenende. Die Reifen, das Wetter - alles ist anders als im Test und wir können daher keine Infos von damals nutzen. Ich habe Probleme, richtig schnelle Runden zu fahren. Wir versuchen alles und haben im Qualifying wohl auch ein bisschen den richtigen Weg gefunden, aber wir müssen uns noch deutlich steigern für das Rennen."

3. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Meine Zeit von 1:28.7 war ganz gut. Die 1:28.3 von Marquez war für mich heute wohl nicht möglich. In den letzten beiden Jahren war es hier auf Phillip Island immer recht schwierig für mich, deshalb freue ich mich umso mehr über den Startplatz in Reihe eins. Wir haben das Wochenende gut begonnen und vor allem heute das Feeling mit dem Bike stark verbessert. Mein erster Run im Qualifying war schon ziemlich gut. Im zweiten Run habe ich noch einmal mehr gepusht und es so in Reihe eins geschafft. Meine Pace in FP4 war auch ganz gut, also kann ich vielleicht um das Podium kämpfen."

4. Andrea Iannone (Suzuki): "Wir haben noch immer einige Probleme. Ich bin mit dem heutigen Resultat zwar zufrieden, aber es wäre noch mehr drin gewesen. Das enttäuscht mich ein wenig. Aber immerhin stimmt mich unser Fortschritt zuversichtlich für die nächsten Rennen. Für den Rennsonntag habe ich so meine Zweifel: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich erwarten kann. Zu Beginn kann ich sicher schnell sein, aber dann kommt es darauf an, wie unsere Elektronik mit abbauenden Reifen umgeht. Das ist morgen sicherlich der Schlüssel."

5. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich bin wirklich zufrieden mit meinem Gefühl auf dem Bike, drei Wochen nach meiner Verletzung. Ich liebe Phillip Island, deshalb ist es sehr cool, schnell auf meiner Heimstrecke fahren zu können. Platz fünf ist gut für mich. Ich hoffe, dass ich gut ins Rennen starten und mich an die Führungsgruppe hängen kann. Ich habe das Gefühl, als würde meine Rennpace das erlauben. Wenn ich erstmal auf dem Bike sitze, habe ich keine Probleme mehr it meinem Bein. Das wird gut für das Rennen sein."

6. Pol Espargaro (KTM): "Unglaublich! Das waren bislang die besten zwei Tage der Saison hier. Wir waren durchgehend in den Top-10 und manchmal sogar in den Top-5. Das stärkt mein Selbstbewusstsein ungemein. Ich konnte das Motorrad ganz natürlich fahren, obwohl der Wind unsere Sache nicht leichter macht. Wir erledigen unseren Job bisher fantastisch."

Pol Espargaro schaffte den Sprung direkt ins Q2 - Foto: KTM

7. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin leider nicht so schnell wie im vergangenen Jahr. Es war zwar gut, dass ich es aus dem gefährlichen Q1 geschafft habe, aber Platz sieben ist nicht gerade fantastisch. Ich konnte zwar früh eine gute Zeit setzen, war danach aber vor allem am Kurveneingang zu sehr am Limit. Wir müssen auch noch am Motorrad arbeiten, denn die Einstellungen passen noch nicht perfekt. Wir hoffen auf gutes Wetter morgen, sodass wir auf Slicks rausfahren können."

8. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich habe mir mehr erhofft. Leider hatte ich keine freie Runde, weil ich immer in Verkehr geriet. Es waren ein paar langsame Fahrer vor mir, und so kann ich einfach nicht pushen. Aber wir haben vor allem im FP4 gezeigt, dass wir eine gute Pace haben, und die dritte Reihe schränkt uns in solch einem langen und harten Rennen auch nicht zu sehr ein. Ein realistisches Ziel ist es, um die Top-5 zu kämpfen."

9. Bradley Smith (KTM): "Ein großer Tag für unser Team. Ich habe mich heute Schritt für Schritt verbessert, das Team hat seine Arbeit fabelhaft erledigt und ich bin sehr glücklich über unseren erstmaligen Aufstieg aus Q1 bei trockenen Bedingungen. Ich freue mich auf das Rennen."

10. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Platz zehn ist nicht gut, wenn man bedenkt, dass ich im Vorjahr hier gewonnen habe. Ich habe mich sehr gut gefühlt, doch dann etwas zu hart Gas gegeben in Kurve 4 und sofort das Vorderrad verloren. Leider ging es sich danach nicht mehr aus, es für einen weiteren Versuch zurück an die Box zu schaffen. Für morgen bin ich trotzdem zuversichtlich, weil ich denke, dass die meisten unserer Gegner den Reifen nicht so lange konservieren können wie wir."

11. Andrea Dovizioso (Ducati): "Mein Crash im 4. Training hat mein Qualifying natürlich ein bisschen beeinflusst. Wir hätten eine bessere Zeit fahren können, aber ich konnte das Motorrad leider nicht so bewegen wie gestern. Jetzt müssen wir uns Gedanken machen, wo wir für morgen noch zulegen können. Zumindest ist meine Pace auf dem Medium-Reifen ganz gut. Wir geben mit Sicherheit noch nicht auf schauen, was wir morgen im Rennen noch retten können."

12. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Das Qualifying war ziemlich schwierig und ich war nicht so schnell wie erwartet. Schon auf meiner ersten fliegenden Runde war ich langsamer als gewollt und dann habe ich mich im zweiten Versuch nicht einmal mehr verbessert. Ich hatte in der Mitte der Kurven nicht das nötige Vertrauen um voll zu pushen. Wir werden morgen trotzdem unser Bestes geben und hoffentlich mit der Gruppe mithalten können."

Dani Pedrosa kam nicht auf Touren - Foto: HRC

13. Alex Rins (Suzuki): "Trotz eines guten Qualifyings haben wir es nicht in Q1 geschafft. Morgen müssen wir das Wetter abwarten. Wenn es nass ist mit genug Wasser auf der Strecke, können wir wieder stark sein. Ich mache derzeit große Fortschritte und verstehe das Motorrad immer besser."

14. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich fühle mich gut, denn im Qualifying haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht. Nicht nur meine Rundenzeit war gut, sondern auch mein Rhythmus für das Rennen. Mein Ziel war es, eine 1:29er Zeit zu fahre. Ich freue mich, dass ich das geschafft habe. Von meiner Position aus, kann ich sicher um ein gutes Ergebnis und Punkte kämpfen."

15. Karel Abraham (Aspar Ducati): "In meinem ersten Exit bin ich eine gute Zeit hinter einem anderen Piloten gefahren. Beim zweiten Exit konnte ich meine Zeit alleine fahren. Ich war nur etwas genervt, dass ich mich nicht verbessern konnte. Leider gab es ein paar Fahrer, die langsam unterwegs waren und gewartet haben. Sie waren zwar nicht auf der Ideallinie, haben mich aber trotzdem etwas behindert. Wir sind aber trotzdem schnellste Nicht-Werks-Ducati."

16. Jorge Lorenzo (Ducati): "Die Dinge liefen heute in eine völlig falsche Richtung. Regen im 3. Training bedeutete, dass es für uns unmöglich wurde, direkt in Q2 einzuziehen. Mein Sturz hat die Situation dann nicht gerade verbessert. Es war ein schlimmer Crash: Ich habe mich im Kies ein paar Mal überschlagen und dachte sofort, ich hätte mir etwas gebrochen. Eine Röntgen-Untersuchung gab zum Glück Entwarnung. Allerdings habe ich mir den Knöchel verstaucht, was sehr weh tut. In dieser Verfassung konnte ich mich heute im Trockenen nicht verbessern. Falls es morgen regnet, gehen wir auf das Original-Setup vom Freitag zurück und machen damit sicher einen Schritt vorwärts. Das Rennen morgen wird aber sicherlich hart."

17. Loris Baz (Avintia Ducati): "Mir hat nur eine Runde gefehlt, um im Q1 einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Alle Ducati-Fahrer haben hier Problem, und außer für Dovi ist es für jeden hart. Wir werden sehen, wie das Wetter morgen aussieht. Wenn es trocken bleibt, können wir uns gut schlagen. Unseren normalen Speed im Nassen vermissen wir nämlich schon seit Misano."

18. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Das war einer der härtesten Tage der gesamten Saison. Außer im Nassen war ich nie schnell. Deshalb kann ich für morgen nur auf Regen hoffen. Im Trockenen haben wir kaum Lösungen parat."

Danilo Petrucci ist mit seinem Ergebnis nicht zufrieden - Foto: Pramac

19. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Die Bedingungen heute Morgen waren ziemlich speziell, aber am Nachmittag haben wir uns stark verbessert. Bei einem Trockenrennen können wir ein gutes Ergebnis holen. Wir haben viel geändert am Bike und alles hat sich positiv ausgewirkt. Mein Rhythmus hat sich stark verbessert, sodass ich mich im Rennen gut nach vorne arbeiten kann."

20. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich hatte in allen Streckenteilen Probleme , vor allem wenn es darum geht, das Vorderrad am Boden zu halten. Wir haben viele Lösungen ausprobiert, aber nichts hat uns weiter geholfen. Das ist ein sehr schwieriges Wochenende."

21. Broc Parkes (Tech3 Yamaha): "Im Qualifying war es trocken und es fühlte sich zum ersten Mal so an, als wären das Bike und ich eins. Die Lücke zu den Jungs, mit denen ich kämpfe, ist kleiner geworden. Ich denke, im Rennen kann ich mich mit jeder Runde steigern und hoffentlich um einen Top-15-Platz kämpfen."

22. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Bei kalten Temperaturen ist es schwierig, ein Gefühl für das Hinterrad aufzubauen. Wir haben versucht, das zu lösen. Denn jedes Mal wenn ich pushe, verliere ich das Bike. Manchmal kann aber auch nur eine kleine Veränderung der Temperaturen die Aufwärmprobleme bei den Reifen lösen. Die anderen Ducati-Fahrer haben auch Probleme, aber wir scheinen stärker zu leiden."

23. Sam Lowes (Aprilia): "Bei den Bedingungen heute war es klar, dass es schwer werden würde, die Reifen ins richtige Temperaturfenster zu kriegen. Es ist ein Teufelskreis: Man kann nicht pushen, weil man nicht das richtige Gefühl hat. Aber genau das müsste man tun, um die Reifen richtig aufzuwärmen. Im Rennen sieht die Sache anders aus. Wir haben eine gute Pace und die Aprilia ist wie immer gut über die Renndistanz."


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