MotoGP

Johann Zarco visiert MotoGP-Podium auf Phillip Island an

Johann Zarco hat sich für den Australien-GP auf Phillip Island für die erste Startreihe qualifiziert. Darum schielt der Tech3-Pilot auf einen Podiumsplatz:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Dieses Phänomen zieht sich wie ein roter Faden durch die MotoGP-Saison 2017: Sind die Streckenbedingungen fordernd, so liegt meist Yamahas Kundenteam Tech3 mit der Vorjahres-M1 vor dem Werksteam mit aktuellem Material. So auch größtenteils beim Australien-GP auf Phillip Island. Drei der vier Freien Trainings beendete Johann Zarco als schnellster Yamaha-Pilot, einzig im FP2 und im Qualifying war Maverick Vinales noch schneller. Klar, dass Zarco mit hohen Ambitionen in den Rennsonntag geht.

Denn mit dem grundsätzlichen Gefühl für seine Tech3-Yamaha ist Zarco nach zwei Trainingstagen sehr zufrIeden: "Wir sind in allen Bedingungen konkurrenzfähig, das ist sehr gut. Wir leisten seit Freitag gute Arbeit. Schon da lief es gut, aber ich fühlte mich noch relativ unwohl auf meinem Motorrad." Mit einigen Änderungen beim Setup konnte dies jedoch behoben werden.

Darum schielt Zarco auf einen Podestplatz auf Phillip Island

Wenn wir um das Podium kämpfen können, wäre das hervorragend.
Johann Zarco

Nun hängt alles von der Reifenwahl ab. Im Laufe der Saison tat sich Zarco schon des Öfteren als Reifenflüsterer hervor. Da erscheint es logisch, dass der Franzose den Soft-Reifen als bevorzugte Option für den Grand Prix ansieht: "Der weiche Reifen arbeitet gut bei mir. Wenn er für morgen die richtige Lösung ist, dann entscheide ich mich für ihn und versuche, den Top-Jungs zu folgen. Wenn wir um das Podium kämpfen können, wäre das hervorragend", blickt Zarco voraus.

Zwei Faktoren spielen am Rennsonntag allerdings eine wesentliche Rolle: Das Wetter und die Startzeit. Wie unberechenbar es auf Phillip Island werden kann, wurde im FP3 nochmals deutlich. Pünktlich vor dem Start der Session hörte es auf zu regnen - wenige Minuten später öffnete der Himmel jedoch wieder seine Schleusen. Außerdem ist der Wind auf der australischen Insel immer ein Faktor. Zarco ist dennoch zuversichtlich - weil ihm die Yamaha dabei hilft, die Probleme aus seiner Moto2-Zeit zu lösen.

"Der Reifen hilft mir, wenn es darum geht, Vertrauen aufzubauen. Außerdem ist das Front Feeling die Stärke der Yamaha. Das zusammen vermittelt mir mehr Vertrauen und macht es mir leichter, das Fahren zu genießen. Und das war hier mein größtes Problem in den letzten zwei Jahren", fasst Zarco zusammen. Mit der neu gewonnenen Zuversicht ist der Rookie jedenfalls ein heißer Kandidat auf ein Top-Ergebnis beim Australien-GP. Der Start erfolgt am Sonntag um 7 Uhr deutscher Zeit.


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