Cadillac startete seine Formel-1-Debüt-Saison mit einer millionenschweren Livery-Präsentation , die in einem Werbespot während des Super Bowls ausgestrahlt wurde. So pompös der Einstieg des amerikanischen Teams aber auch war: die Erwartungen für die Saison 2026 werden bewusst klein gehalten.
"Wir möchten auf lange Zeit in der Formel 1 erfolgreich sein", erklärt Cadillac-CEO Dan Towriss. "Ich denke, sich von Anfang an auf Punkte zu konzentrieren, wäre sowohl willkürlich als auch kurzfristiges Denken."
Cadillac für 2026 bescheiden - Entwicklung wichtiger als Ergebnis
Ganz so willkürlich sind Punkte in der Formel 1 jedoch nicht, denn immerhin bestimmen sie, wieviel Preisgeld ein Team am Ende der Saison erhält. Für manche kleinere Teams ist daher jeder Zähler entscheidend.
Spätestens nach dem Super Bowl dürfte jedoch klar sein, dass für Cadillac, einen der größten Automobilhersteller weltweit, Geld keine Hauptrolle spielt. Entsprechend bleiben die Ziele bescheiden.
"Ich möchte mich 2026 darauf konzentrieren, andere Autos und Teams auf der Strecke zu schlagen, um in der Startaufstellung nach vorne zu kommen", formuliert Towriss seine Erwartungen. Im ersten Schritt steht die Entwicklung des Boliden im Fokus. "Wir freuen uns, jetzt mit der Arbeit am Wagen zu beginnen, die Grenzen auszuloten und zu sehen, was er leisten kann."
Mit Sergio Perez und Valtteri Bottas holten sich die Amerikaner dafür zwei Routiniers ins Boot. Beide sind Vizeweltmeister und bringen zusammen mehr als 20 Jahre Formel-1-Erfahrung mit. Dieses Know-how soll zum langfristigen Erfolg des Teams beitragen.
Cadillac bestätigte bereits im August letzten Jahres, welche Absichten sie mit der Verpflichtung des Altherren-Duos hegen:
Oberste Priorität: Cadillac-Motor ab 2029
Zum langfristigen Plan des Neueinsteigers gehört auch die Entwicklung des eigenen Motors, der bereits 2029 in der Formel 1 eingesetzt werden soll. "Ich halte es für wichtig, so schnell wie möglich einen Cadillac Motor in der Formel 1 zu haben", betont Towriss. "Sollten sich Möglichkeiten zur Beschleunigung ergeben, werden wir diese nutzen."
Zum Debüt 2026 beziehen die Amerikaner noch einen Ferrari-Motor. Parallel wird im Hintergrund auf Hochtouren an der Fertigstellung der eigens entwickelten Antriebseinheit mit Partner General Motors gearbeitet. Auch deshalb werden die Ziele wohl noch entsprechend niedrig gehalten, denn der Umstieg vom Kundenteam zum Werksteam wird sowohl sportlich als auch organisatorisch noch eine enorme Herkulesaufgabe.



diese Formel 1 Nachricht