Für Cadillac geht es einen Monat vor dem Saisonstart in Melbourne Schlag auf Schlag. In der Nacht auf Montag stellte der Neueinsteiger während des Super Bowls sein erstes Formel-1-Auto vor. Danach fuhr der noch unbenannte Bolide seine ersten Runden in offizieller Lackierung auf dem Bahrain International Circuit im Rahmen eines Filmtags. Sowohl Sergio Perez als auch Valtteri Bottas saßen dabei im Cockpit. Damit nicht genug: Am Dienstag gab Cadillac die Zusammenarbeit mit einem wichtigen technischen Partner bekannt.

Brembo-Unternehmen beliefert Cadillac mit maßgeschneiderten Teilen

Öhlins Racing wird Cadillac bei seinem Formel-1-Einstieg mit Stoßdämpfern ausstatten. Der schwedische Hersteller für Fahrwerkskomponenten ist ein weltweiter Marktführer für Hochleistung-Aufhängungstechnologie und wird den US-Rennstall mit maßgeschneiderten Teilen versorgen. Sowohl an Vorder- wie auch Hinterachse wird der Cadillac-Bolide mit den Öhlins-Stoßdämpfern fahren.

"Wir haben seit der Konzeptarbeit des ersten Cadillac-Formel-1-Autos mit Öhlins kollaboriert. Die Performance und die Qualität der Stoßdämpfer ist exzellent und wir freuen uns, gemeinsam Rennen zu fahren und uns weiterzuentwickeln", sagte Nick Chester, Chief Technical Director von Cadillac. Die Stoßdämpfer sollen sich nahtlos in die Autodynamik einfügen und die aerodynamische Plattform unterstützten. Das Chassis sei durch die eigens angefertigten Teile stabil, aber wendig.

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Die ersten Prototypen wurden bereits 2024 entwickelt, eine Reihe von Tests und eine enge Zusammenarbeit der Ingenieurs-Teams später gab das finale Produkt bereits beim Shakedown in Barcelona sein Streckendebüt. Bis zum Saisonstart in Melbourne am 8. März warten noch weitere Tests auf die Stoßdämpfer, um maximale Sicherheit, Verlässlichkeit und Performance zu garantieren.

"Es ist eine Ehre, mit den Stoßdämpfern für Cadillacs erstes Formel-1-Auto anvertraut zu werden. Auf diesen Moment arbeiten wir seit Jahren hin und wir freuen uns, Cadillac endlich auf dem Grid zu sehen", so Claes Hesling, Auto Racing Director der Öhlins-Gruppe.

Der schwedische Hersteller gehört seit 2025 zum Brembo-Konzern, der damit seinen Einfluss in der Formel 1 ausweitet. Alle elf Teams im Feld beziehen mehrere wichtige Teile vom italienischen Automobilzulieferer, vor allem im Bereich der Bremsen. Bremszangen, Bremspumpen, Brake-by-Wire-Systeme, Karbonplatten und Rennkupplungen – einige dieser Technologien sind auch im neuen Cadillac verbaut.

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