Das Cadillac Team nimmt ab 2026 an der Formel-1-Weltmeisterschaft teil. Unterstützt von TWG Motorsports und General Motors operiert der Rennstall von drei Orten - Fishers, Indiana (USA), Charlotte, North Carolina (USA), und Silverstone, Northamptonshire (Großbritannien). GM übernahm das kontroverse F1-Projekt von Michael Andretti, nachdem der bereits von der FIA eine Startzulassung erhalten hatte, aber von den kommerziellen Rechteinhabern Liberty Media abgelehnt wurde.
Erst nachdem Andretti als Speerspitze zurücktrat und das Team komplett als Cadillac präsentiert wurde, löste sich der F1-Widerstand. Bei Cadillac handelt es sich inzwischen um ein fast reines Werksteam, mit voller Unterstützung des General-Motors-Konzerns. Der amerikanische Geschäftsmann Dan Towriss ist der CEO des Rennteams, das inzwischen als TWG Motorsports operiert und auch Top-Teams in IndyCar, Formel E, IMSA und NASCAR hat. Towriss war lange Geschäftspartner von Andretti. Abseits des Motorsports ist er CEO von Group 1001 Insurance. Das ist ein riesiger amerikanischer Finanzdienstleister.
Als Teamchef fungiert Graeme Lowdon - seinerseits ein F1-Veteran, der unter anderem 2010 das neu gegründete Virgin-Team durch den F1-Einstieg und durch mehrere Iterationen führte. Als Fahrer wurden Valtteri Bottas und Sergio Perez bestätigt. Mit der Mischung aus Erfahrung und technischem Know-how erhofft sich Cadillac in der Lage zu, bei seinem Einstieg 2026 sofort durchzustarten. Von 2026 bis 2028 fährt Cadillac mit Ferrari-Motoren. GM Performance Power Units LLC, wie die Motor-Abteilung von General Motors offiziell heißt, wird ab 2029 der sechste Power-Unit-Lieferant in der Formel 1 und Cadillac von da an mit Motoren beliefern.