Na endlich! Ford Racing hat an diesem Montag die ersten Bilder seines LMDh-Hypercar veröffentlicht, mit dem der US-Autobauer 2027 in die WEC einsteigen und bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gehen wird. Die Aufnahmen stammen aus Paul Ricard, wo Ford derzeit sein Europa-Testprogramm absolviert. Die französische Rennstrecke befindet sich in der Nähe von Oreca, dem Chassispartner von Ford.

Das Ford-Hypercar mit noch unbekannter Namensbezeichnung fährt im üblichen Camouflage-Look, um noch nicht alle Details zu verraten. Die Frontscheinwerfer sind komplett abgeklebt, könnten später aber dem Design aus der Serie ähneln. Wenn man den LMDh-Prototypen aktuell betrachtet, würde man kaum an den Look von Serien-Fords denken. Wohl aber gibt es Ähnlichkeiten zu den WEC-Autos von Alpine und Genesis Magma Racing, die ebenfalls aus dem Hause Oreca stammen.

Ford-Test für die WEC und die 24h Le Mans
Das neue Ford-Hypercar beim Test in Paul Ricard, Foto: Michele Scudiero / Drew Gibson Photography

Ein Unterschied, der sofort ins Auge fällt: Beim Ford hat Oreca auf die voluminöse Front-Finne verzichtet. Stattdessen wurde der Front-Splitter stark nach oben gezogen und erinnert damit an den aktuellen Ferrari 499P. Auch bei der Anbringung des Heckflügels gingen Ford und Oreca eigene Wege. Angetrieben wird das Auto von einem V8-Saugmotor mit 5,4 Litern Hubraum - die Zutaten des ikonischen Coyote-Aggregats aus Dearborn, das in stark abgewandelter Form auch im Ford Mustang werkelt.

Ford-Test für die WEC und die 24h Le Mans
Der Name des Ford-Rennwagens ist noch nicht bekannt, Foto: Michele Scudiero / Drew Gibson Photography

Ford-Werksfahrer Logan Sargeant und der frühere Porsche-Fahrer Matt Campbell wechselten sich am Montag am Steuer ab. In den kommenden Tagen stößt Tom Blomqvist hinzu, den sich Ford von IMSA-Aussteiger Acura gekrallt hat. Beim früheren Shakedown war auch der frühere DTM-Champion Mike Rockenfeller dabei, der 2027 nach Le Mans zurückkehren wird. Nick Yelloly und Seb Priaulx komplettieren das nächstjährige Ford-Aufgebot.

Ford-Test für die WEC und die 24h Le Mans
Mike Rockenfeller kehrt mit Ford zurück nach Le Mans, Foto: Michele Scudiero / Drew Gibson Photography

Ford Racing teilte mit: "Das Hypercar nahm am Mittwoch, dem 5. August, die Testfahrten auf. Den Auftakt bildeten mehrere Tage mit Shakedown-Tests, die reibungslos und planmäßig verliefen. Das Team arbeitete systematisch ein umfangreiches Testprogramm ab, um sämtliche Steuerungs- und Regelsysteme in Betrieb zu nehmen und zu überprüfen. Inzwischen sind alle Systeme voll funktionsfähig und einsatzbereit für die ersten Streckentests, die für diese und die kommende Woche geplant sind."

Ford-Test für die WEC und die 24h Le Mans
Ford hat sich für die Entwicklung eines LMDh-Autos nach dem IMSA-Reglement entschieden, Foto: Michele Scudiero / Drew Gibson Photography

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