Aston Martin testet in diesen Tagen eine überarbeitete Version seines Valkyrie-Hypercars, das 2027 seine dritte Saison in der WEC sowie in der IMSA-Meisterschaft bestreiten wird. Der britische Autobauer hat bislang noch keinen seiner fünf verfügbaren Update-Joker genutzt, die bis Ende 2027 aufgebraucht werden müssen.

Das wird sich voraussichtlich in Bälde ändern, wenn wir die von Aston Martin veröffentlichten Fotos vom Test in Silverstone betrachten: An der Heckpartie des V12-Valkyrie hat sich einiges getan. Auf auffälligsten sind sicherlich die komplett neugestalteten, äußeren Flügelelemente am Heckflügel, die nun bis zum Diffusor herunterragen. Auch die Fahrzeugflanken sind überarbeitet worden und wirken etwas filigraner mit zusätzlichen Luftleitelementen vor den hintern Radhäusern.

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Aston Martin testet Updates für WEC und IMSA 2027

Die Frontpartie des LMH-Hypercars wirkt auf den ersten Blick größtenteils unverändert. Aston Martin hat sich noch nicht zu den Maßnahmen geäußert, sprach in einer Pressemitteilung lediglich von einer "breiten Palette technischer Entwicklungen" für künftige Entwicklungsrichtungen. Im Fokus dürften dabei der Reifenverschleiß und der Topspeed liegen, wo Aston Martin noch einiges an Potenzial aufweist.

Aston Martin Valkyrie bei WEC-Testfahrten in Silverstone
Die seitlichen Elemente am Aston Martin Valkyrie sind überarbeitet worden, Foto: Aston Martin
Aston Martin Valkyrie bei den 24 Stunden von Le Mans
Zum Vergleich: So sieht die Heckpartie des Valkyrie aktuell aus, Foto: IMAGO/PsnewZ

Zum Test-Start am Mittwoch wechselten sich die Aston-Martin-Werkfahrer Ross Gunn und Harry Tincknell am Steuer ab. "Wir beginnen nun damit, neue Performance-Bereiche zu erschließen, die wir durch die Weiterentwicklung des Basisfahrzeugs erschließen können", sagt Aston Martins Langstreckenchef Adam Carter. "Nach 18 Monaten Renneinsatz verstehen wir seine Charakteristik inzwischen wesentlich besser. Wir stehen noch ganz am Anfang dieser Reise, und dieser Test war ein nützlicher und aufschlussreicher Start für diesen Entwicklungsprozess."

Ian James, Teamchef des Einsatzteams The Heart of Racing sowie selbst Rennfahrer im GT3-Sport, sprach von einem bedeuteten Tag in Silverstone und kündigte an: "Einige der Entwicklungen, die wir heute ausprobiert haben, werden in unsere Überlegungen einfließen, welche technische Richtung wir mit dem Valkyrie als Nächstes einschlagen. Wir konnten zahlreiche Performance-Bereiche des Autos evaluieren."

Aston Martin Valkyrie bei WEC-Testfahrten in Silverstone
Die Front des Valkyrie wirkt auf den ersten Blick unverändert, Foto: Aston Martin
Aston Martin Valkyrie bei WEC-Testfahrten in Silverstone
Das dürfte noch nicht die finale Version des Aston Martin für 2027 sein, Foto: Aston Martin

Aston Martin Valkyrie spult Test-Kilometer in Silverstone ab

Aston Martin wählte seine Heimstrecke in Silverstone nicht ohne Grund für die ersten Evaluierungsfahrten mit dem Update-Valkyrie: Der Formel-1-Kurs kehrt 2027 zurück in den WEC-Rennkalender und bildet die dritte Saisonstation. "Silverstone hat sich als interessanter Ort erwiesen, um unsere Ideen auf die Probe zu stellen", so James. "Es wird noch mehr kommen, und ich denke, wir haben allen Grund, gespannt darauf zu sein, was als Nächstes für den Valkyrie kommt."

Beim vergangenen WEC-Rennen in Sao Paulo schaffte Aston Martin erstmals ein Top-10-Ergebnis mit beiden Autos (P6 & P9), wartet aber noch auf das erste Podest in der Langstrecken-WM. In der IMSA, wo die Briten nur ein Fahrzeug einsetzen, gelang 2025 beim Saisonfinale auf der Road Atlanta der erste Podiumserfolg. Beim WEC-Saisonhighlight, den 24 Stunden von Le Mans, landeten die beiden Aston Martin mit zwei bzw. neun Runden Rückstand auf den Plätzen acht (Tincknell/Gamble/Gunn) und 14 (Riberas/Sörensen/De Angelis).

Aston Martin Valkyrie bei WEC-Testfahrten in Silverstone
Aston Martin beim Update-Test auf der Heimstrecke in Silverstone, Foto: Aston Martin

Nicht nur Aston Martin testet in diesen Tagen fleißig Updates fürs kommende Jahr. Auch Ferrari und Peugeot sowie die die WEC-Neueinsteiger Ford und McLaren spulen Kilometer mit ihren Prototypen ab. Das fünfte von acht WEC-Saisonrennen 2026 steigt am 06. September in Austin, Texas.