Manthey-Porsche kämpft beim bevorstehenden DTM-Saisonfinale in Hockenheim (09.-11. Oktober 2026) um den Gewinn der Team- sowie mit Thomas Preining um den Titel in der Fahrer-Meisterschaft. Für den Rennstall aus Meuspath ist in beiden Wertungen der jeweils dritte Titel seit der DTM-Rückkehr im Jahr 2023 zum Greifen nah - und das ausgerechnet zum 30. Firmen-Jubiläum sowie im zehnten Motorsport-Jahr mit der ikonischen Grello-Folierung!
Das will natürlich entsprechend gefeiert werden. Deshalb tritt Manthey in Hockenheim mit Sonder-Designs auf den beiden Porsche 911 GT3 R von Preining und Ricardo Feller an. Die Grundlage bilden die aktuellen Liveries aus der laufenden DTM-Saison, die laut Teamangaben um historische und zukunftsweisende Designelemente ergänzt wurden: Herzstück beider Fahrzeuge ist ein neu interpretiertes Stromliniendesign in den klassischen Grello-Farben.
Manthey-Porsche mit Sonder-Design bei DTM-Finale
Komplettiert wird die Sonder-Livery durch das gelb-grüne Dach als Hommage an 'den Dicken', der zwischen 2005 und 2011 auf der Nordschleife zahlreiche Erfolge feiern konnte - darunter vier Gesamtsiege beim 24h-Rennen Nürburgring zwischen 2006 und 2009.

Preining reist mit 23 Punkten Vorsprung auf den Gesamt-Zweiten Maro Engel (Winward-Mercedes) zu den letzten beiden Rennen des Jahres. Im Motodrom kann der Österreicher seinen zweiten Titelgewinn nach 2023 einsacken und würde damit auf Ex-Manthey-Fahrer Ayhancan Güven folgen. In der Team-Wertung setzte sich Manthey-Porsche beim DTM-Debüt 2023 sowie 2025 gegen die Konkurrenz durch. Aktuell führen die Meuspather mit 20 Punkten Vorsprung auf Winward-Mercedes.
Der 28-jährige Preining präsentierte sich vor allem in der zweiten Saisonhälfte meisterlich. Er stand sechsmal in Folge auf dem Podium und startete fünfmal aus der ersten Reihe. Nach dieser starken Serie ist er der klare Meisterschaftsfavorit, zumal er in Hockenheim bereits dreimal gewonnen hat. Mit der Favoritenrolle steigt jedoch der Druck - auch bei seinem Team Manthey. Preining gab sich gelassen: "Wenn man Meister werden will, hat man immer Druck. Aber auf diese Situation haben wir hingearbeitet und können damit umgehen. Entschieden ist noch nichts, auch wenn sich 23 Punkte Vorsprung gut anhören."

So kam der Grello-Porsche zu seinem Namen
Wie der "Grello" überhaupt zu seinem Namen kam, verriet einst Manthey-Geschäftsführer Nicki Raeder gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Zunächst war ja der 'Dicke' unser gelb-grünes Auto mit dem auffälligen Design, das Olaf entwickelt hatte, um es Sponsoren präsentieren zu können", erklärte Raeder. "2013 wurde ein Buch zu diesem Auto vorgestellt, und Olaf beendete damals seine Rede mit den Worten: "Jetzt müssen wir etwas Neues erfinden!" Mein Bruder Martin und ich waren zunächst etwas geschockt, aber Olaf meinte damit, dass es jetzt an uns liegt, etwas Neues zu erfinden. Dieser Prozess dauerte zwei bis drei Jahre, bis 2016 jemand einen Vorschlag einbrachte, um das alte Design zu modernisieren."
Und weiter: "Dieser Vorschlag war der Grello, und als wir das Design sahen, dachten wir: "Das ist wirklich beeindruckend!" Wir hofften, dass Olaf und seine Frau Renate die Lackierung mögen würden, und das war auch der Fall. Damals hatte ich ein Mountainbike, das in einer Farbe namens Grello gehalten war. Also haben wir dem Porsche einfach diesen Spitznamen gegeben, und der Rest ist Geschichte."


IMSA-Finale: Manthey-Porsche geht der Sprit aus
Manthey engagiert sich dieses Jahr in zahlreichen Meisterschaften: neben der DTM und auf der Nordschleife auch in der WEC sowie erstmals in der US-amerikanischen IMSA-Meisterschaft. Beim IMSA-Saisonfinale am vergangenen Sonntag auf der Road Atlanta ging dem #911 Porsche im orangenen Viessmann-Design (Preining/Bachler/Jaminet) auf dem Weg zum Podest der Sprit aus.
"Das Rennen war sehr intensiv, wir hatten viele Zweikämpfe und auch einige Kontakte", sagte Preining. "Trotzdem lagen wir bis kurz vor Schluss auf Podiumskurs. Dass uns dann nur wenige hundert Meter vor dem Ziel der Kraftstoff ausgegangen ist, macht das Ergebnis natürlich besonders bitter." CEO Raeder ergänzte: "Wir wussten, dass die Kraftstoffstrategie sehr knapp werden würde, und haben uns bewusst dafür entschieden, dieses Risiko einzugehen. Dass am Ende nur wenige Kurven und eine minimale Kraftstoffmenge gefehlt haben, macht das Ergebnis besonders bitter."
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