DTM Reglement - Alle DTM Regeln und Änderungen zur aktuellen Saison

Das aktuelle DTM Reglement erklärt: alle Regeln und Änderungen rund um Strafen, Motoren, Technik, Reifen, Sicherheit und mehr. Alle Informationen über das Sportliche und technische DTM-Reglement.

Wertungen

In der DTM gibt es vier Jahreswertungen. Der Titel "DTM-Champion" wird an den Fahrer vergeben, der am Ende der Saison die höchste Punktzahl erreicht hat. Der Titel "DTM-Team-Champion" wird an das Team vergeben, dessen zwei Fahrer in der Addition die meisten Punkte haben. Für den Titel "DTM-Marken-Champion" zählen sämtliche Punkte von allen Fahrern einer Marke. Wertungsberechtigt für den "DTM Rookie Of The Year" sind alle Fahrer, die in der FIA-Kategorie Silber oder Gold kategorisiert und das erste Mal für eine vollständige DTM Saison eingeschrieben sind. Auf schriftlichen Antrag kann das GT-Komitee in Ausnahmefällen auch Fahrer zur Wertung zulassen, die Ihre zweite DTM-Saison bestreiten.

Autos

In der DTM kommen seit der Saison 2021 Fahrzeuge der Kategorie GT3 zum Einsatz. Diese Klasse ist von der FIA ins Leben gerufen worden. Teilnahmeberechtigt in der DTM Fahrzeuge basierend auf Anhang J - Artikel 257A der FIA in einer von dem Serienausschreiber/Promoter spezifizierten Variante. Die teilnehmenden Fahrzeug-Typen werden über eine eigens entwickelte Balance of Performance (BoP) eingestuft und reguliert.

Erfolgsgewicht

Die drei Erstplatzierten jedes Rennens erhalten folgendes Erfolgsgewicht: P1: 20 kg, P2: 10 kg, P3: 5kg. Das benannte Erfolgsgewicht ist ausschließlich im darauffolgenden Rennen vom entsprechenden Bewerber im jeweiligen Fahrzeug zu platzieren.

Balance of Performance (BoP)

Zur Einstufung der Fahrzeuge wird vor jeder Veranstaltung ein Bulletin veröffentlicht. Um die Fahrzeugperformance der teilnehmenden Fahrzeuge der Bewerber anzugleichen, werden unter anderem die folgenden Parameter vorgegeben: Fahrzeuggewicht, Leistung, Fahrhöhen oder Stellung des Heckflügels. Die Balance of Performance wird in der Regel spätestens eine Woche vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung bekannt gegeben. Seit 2022 sind BoP-Änderungen an Rennwochenenden während der gesamten Saison möglich.

Testfahrten

Testfahrten sind in der DTM aus Kostengründen strikt reglementiert. Der ADAC veranstaltet während einer laufenden Saison mehrere kollektive Testfahrten auf den Rennstrecken, die zum Kalender zählen. Verstöße gegen die Test-Beschränkung können mit Geldstrafen und auch sportlichen Strafen geahndet werden.

Gaststarter

In der DTM sind Einzelnennungen (Gaststarts) erlaubt. Diese Gaststarter sind nicht punkteberechtigt.

Punktesystem

Für alle Rennen wird die gleiche Anzahl an Punkten vergeben. Für die Plätze eins bis 15 werden Punkte nach folgendem Schema vergeben: 25-20-16-13-11-10-9-8-7-6-5-4-3-2-1. Zudem gibt es für die drei schnellsten Piloten des Qualifyings Punkte für die Wertung. Der Polesetter erhält 3 Punkte, der Zweite 2 und der Dritte noch einen Punkt. Streichresultate gibt es nicht.

Reifen

Jedem Fahrer stehen für die Qualifyings und Rennen pro DTM-Rennwochenende je nach Strecke drei oder vier neue Sätze Slick-Reifen von Pirelli zur Verfügung.

Rennformat

In der Saison 2026 werden zwei gleich lange Rennen über 55 Minuten plus eine vollständige Runde ausgetragen - eines am Samstag und eines am Sonntag. Im Samstagsrennen müssen alle Fahrer einen Pflicht-Boxenstopp absolvieren, im zweiten Rennen am Sonntag deren zwei. Für beide Rennen werden die Startplätze in einem separaten, 20-minütigen Qualifying ausgefahren.

Strafen

Folgende Wertungsstrafen können ausgesprochen werden: Nichtwertung (Trainingsrunden; Trainingszeiten, Qualifikationszeiten; Rennergebnisse); Änderung der Startposition; 5-Sekunden-Zeitstrafe; 10-Second-Stop-and-Go-Time-Penalty; Drive-Through-Penalty; Pit-Stop-Penalty oder Penalty-Lap. Erhält ein Fahrer für Vergehen drei Verwarnungen, so wird er in der Startaufstellung beim nächsten Rennen um fünf Plätze zurückversetzt. Bei sechs Verwarnungen wird der Fahrer um zehn Positionen zurückversetzt. Bekommt der Fahrer auch noch eine siebte Verwarnung, muss er das nachfolgende Rennen aus der Boxengasse starten. Für das letzte Rennen der letzten Veranstaltung gilt: Jeder Fahrer, gegen den im Verlauf der gleichen Saison drei Verwarnungen ausgesprochen werden, wird nach Auferlegung der dritten Verwarnung mit einer Penalty-Lap bestraft. Bei sechs Verwarnungen sind es zwei Penalty-Laps, bei der siebten gibt es drei Penalty-Laps.

Boxenstopps

Bei beiden Rennen müssen die Fahrer durch die Boxengasse fahren und dabei alle vier Reifen wechseln - im Samstagsrennen ein Mal, im Sonntagsrennen zwei Mal. Seit 2022 gibt es ein Zeitfenster für die Boxenstopps. Beim Boxenstopp dürfen maximal sechs Mechaniker eines Teams am Auto arbeiten, und es steht pro Fahrzeugseite lediglich ein Schlagschrauber zur Verfügung. Bei jedem Radwechsel, der den Wechsel eines Hinterrades beinhaltet, muss der Wechsel des Hinterrades vor dem Wechsel des Vorderrades abgeschlossen sein. Die Mechaniker dürfen nicht gleichzeitig an Vorder- und Hinterachse arbeiten.

Parc-Fermé

Mit dem Absolvieren der ersten Zeitrunde im Qualifying unterliegen die Fahrzeuge den Parc-Fermé-Bestimmungen. Bis zum Rennstart dürfen nur wenige Arbeiten und Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Nach dem Rennen unterliegen alle in Wertung befindlichen Fahrzeuge erneut den Parc-Fermé-Bestimmungen. Änderungen am Fahrzeug dürfen dann nicht vorgenommen werden. Zwischen Rennen eins und Rennen zwei müssen die Mechaniker über Nacht eine festgelegte Ruhezeit einhalten. Währenddessen bleibt das Fahrzeug abgedeckt. Eine Ausnahme ist nur dann möglich, wenn ein Fahrzeug stark beschädigt wurde und wieder in Stand gesetzt werden muss, um am nächsten Tag starten zu können.

Safety Car

Das Safety Car wird eingesetzt, um Rennabbrüche zu vermeiden. Wenn die Anweisung zum Einsatz des Safety Cars gegeben wird, werden an allen Streckenposten bis zum Ende des Einsatzes geschwenkte gelbe Flaggen und ein Schild "SC" gezeigt. Überholen ist ab diesem Moment verboten. Das Safety Car fährt mit eingeschalteten Leuchten auf die Strecke und setzt sich vor das führende Auto. In der Runde, in der das Safety Car wieder in die Boxengasse einbiegt, werden die gelben Blinklichter ausgeschaltet. Vor der Start-/Zielgeraden formiert sich das Feld zum sogenannten Indianapolis-Start. Dabei fährt das Feld in Zweierreihen mit konstanter Geschwindigkeit auf die Startlinie zu. Der Führende (und die in seiner Reihe folgenden ungeraden Positionen) fährt dabei auf der Fahrbahnseite, die in der nach dem Start folgenden ersten Kurve die Innenbahn ist. Sobald der Führende in die Nähe der Startlinie kommt, bestimmt er, wann es losgeht. Sobald der Führende beschleunigt, wird wie bei der Nascar die grüne Flagge geschwenkt.

Full-Course-Yellow

In der DTM gibt es die Möglichkeit einer Full-Course-Yellow-Phase. Bei einem Zwischenfall kann die Rennleitung eine FCY-Phase ausrufen, zu der alle Autos nach einem 5-Sekunden-Warnsignal das Tempo auf 80 km/h drosseln müssen. Überholmanöver und Pflicht-Boxenstopps sind unter Full-Course-Yellow verboten. Falls im Zeitfenster für den Pflichtboxenstopp Full Course Yellow verwendet wird, wird das Zeitfenster für den Boxenstopp einmal um drei Minuten verlängert.

Startaufstellung

Die schnellste gefahrene Rundenzeit in Qualifying 1 bestimmt die Startaufstellung für Rennen 1. Die schnellste gefahrene Rundenzeit in Qualifying 2 bestimmt die Startaufstellung für Rennen 2. Das Qualifikationsminimum für die Zulassung zum Start ergibt sich aus der schnellsten gefahrenen Rundenzeit im offiziellen Zeittraining plus 10 % in der jeweiligen Kategorie. Die endgültige Entscheidung hierüber trifft der Renndirektor in Abstimmung mit den Sportkommissaren. Fahrer, die diese Qualifikation nicht erreichen, werden grundsätzlich zum Start nicht zugelassen. Die endgültige Entscheidung hierüber trifft der Renndirektor in Abstimmung mit den Sportkommissaren. Die Startplätze für die Wertungsläufe ergeben sich aufgrund der im jeweils relevanten Qualifying ermittelten schnellsten Rundenzeiten wie folgt: Der Fahrer mit der schnellsten Rundenzeit steht auf Startplatz eins, der Fahrer mit der zweitschnellsten Rundenzeit auf Startplatz zwei usw.

Start

Der Wertungslauf wird rollend gestartet. Die Startaufstellung für den Start erfolgt in 2 x 2 Startreihen. Der Abstand zwischen den Startreihen muss maximal eine Fahrzeuglänge Meter betragen. Die Pole-Position für den Start befindet sich auf dem Startplatz mit der kürzesten Entfernung zur ersten Kurve nach der Startlinie und wird in der Veranstaltungsausschreibung sowie in der Fahrerbesprechung bekannt gegeben. Für den Start kann das Safety-Car die Rolle des Führungsfahrzeuges übernehmen. Nach dem Ausscheren des Führungsfahrzeuges steht die Formation unter der Aufsicht des Starters. Die Fahrzeuge haben sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit in einer geordneten Formation in zwei Startreihen der Startlinie zu nähern. Dabei müssen alle Teilnehmer, die zum Zeitpunkt des Starts eine ungerade Platzierung in der Startaufstellung einnehmen (z.B. 1. Platz, 3. Platz, 5. Platz usw.) in einer Reihe hintereinander fahren und alle Teilnehmer, die zum Zeitpunkt des Starts eine gerade Platzierung in der Startaufstellung einnehmen (z.B. 2. Platz, 4. Platz, 6. Platz usw.) in der Reihe auf der anderen Seite hintereinander fahren.

Teamorder

Vereinbarungen zwischen Herstellern bzw. Bewerbern (Teams) und Fahrern, die vorsehen, dass der Hersteller bzw. Bewerber dem Fahrer für sein Verhalten während eines Qualifyings oder Wertungsläufen direkte oder indirekte Weisungen erteilen kann, die den Fahrer im sportlichen Wettbewerb beschränken, sind verboten. Bei Verstößen kann gegen den Hersteller, Bewerber und/oder Fahrer eine Geldstrafe von 250.000 Euro verhängt werden.

Kraftstoff

Nur der vom Serienausschreiber/Promoter für die betreffenden Veranstaltungen vorgeschriebene Serienkraftstoff darf verwendet werden. Zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung darf sich nach der Technischen Abnahme ein anderer als der vorgeschriebene Kraftstoff in einem von der Technischen Abnahme abgenommenen Fahrzeug befinden. Ausschließlich der gegen Bezahlung und vom Serienausschreiber bestimmte Kraftstoff ist zwingend bei jeder DTM Veranstaltung (alle Sessions) zu verwenden. Verändern des vorgeschriebenen Kraftstoffes ist verboten. So dürfen zum Beispiel keinerlei Substanzen hinzugefügt, entfernt oder in ihrer Konzentration verändert werden. Jegliches Vermischen mit anderen Kraftstoffen ist verboten; auch dann, wenn dieser bei einer der vorausgegangenen Veranstaltungen zugewiesen wurde.

Quelle: DTM.com