Es ist eines der großen Themen vor dem Saisonstart der Formel 1 in Australien vom 6. bis 8. März. Wie schwer sind die Autos der einzelnen Teams und wie viel Performance kostet sie das Gewicht?

James Vowles bestätigte bereits, dass Williams aktuell noch über der Gewichtsgrenze liegt. Doch wie weit wirft das das Team aus Grove wirklich zurück? Für Rob Marshall, Chefdesigner von McLaren wiegt man dem Gewicht wörtlich zu viel Gewicht bei.

McLaren-Chefdesigner: Fokus liegt zu viel auf dem Gewicht

"Ich denke, die Leute sind zu sehr auf das Gewicht fixiert", sagt Marshall. Für ihn sind andere Aspekte – allen voran das richtige Fahrzeugkonzept - deutlich wichtiger als das Gewicht des Autos. "Das Wichtigste ist, ein Auto zu besitzen, das man haben möchte", so Marshall.

Für ihn steht fest: Lieber ein schweres Auto, das vom Konzept her genauso ist, wie man es haben will, anstatt andersherum. "Wenn das Auto zu schwer ist, weiß man, dass es einen so und so viele Zehntelsekunden pro Runde kostet. Das muss man hinnehmen."

F1-Neueinsteiger Cadillac stellt an 2026 daher keine großen Erwartungen. Was CEO Dan Towriss zu den Zielsetzungen sagt, könnt ihr im folgenden Artikel lesen.

Im Idealfall stimmt beides: Ein niedriges Gewicht und das richtige Fahrzeugkonzept. Laut McLaren-Teamchef Andrea Stella haben drei Teams diesen Spagat besonders gut hinbekommen. Entsprechend macht er Ferrari, Red Bull und Mercedes als größte Gegner aus.

F1-Weltmeister: Mindestgewicht war eine Herausforderung

Für andere Teams stellt die Mindestgewichtsgrenze von 768 Kilogramm noch eine Herausforderung dar. Das war auch in Woking nicht anders. Zwar sind die Autos etwas kleiner als noch 2025, doch 30 Kilogramm weniger war auch für den Weltmeister schwer zu erreichen. "Das war eine große Herausforderung. Die Abmessungen des Autos und auch der reduzierte Abtrieb haben geholfen. Weil die Belastung nun geringer ist, können die Aufhängungselemente leichter sein", erklärt Marshall.

Mittlerweile geht es bei McLaren nur noch um Feinheiten, um das Gewicht so nah wie möglich an die 768 Kilogramm zu rücken. "Es geht jetzt darum, jedes kleinste Detail des Autos anzugehen", verriet Marshall.

Nach der ersten Testwoche der Formel 1 in Bahrain ziehen wir ein erstes Fazit. Welche Teams haben bisher überzeugt? Welche dafür weniger? Im folgenden Video erfahrt ihr es.

F1 2026 – Bahrain-Bilanz: Tops und Flops der Testwoche (48:53 Min.)